Archive for March, 2008

five to watch (19. märz 2008). 0

Fußball, kaputte Autos und der Dude. Hier sind meine TV-Empfehlungen für Mittwoch, den 19. März 2008:

Free-TV:
1. DFB-Pokal-Halbfinale / Das Erste / 20.15-22.40
Felix holt sich heute in der alten Heimat eine saftige Niederlage ab. Hoffe ich jedenfalls.

2. Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz / DMAX / 20.15-21.15
Weitere neue Folge der urig-sympathischen Doku-Soap.

3. Marnie / hr fernsehen / 23.00-01.05
Klassischer Hitchcok-Thriller mit Tippi Hedren und Sean Connery.

4. Tatort – Blutspur / WDR Fernsehen / 23.15-00.40
Schimanski-Krimi von 1988.

Pay-TV:
5. The Big Lebowski / TCM / 20.15-22.10
Groteske Komödie mit den grandiosen Jeff Bridges und John Goodman. Regie und Drehbuch: die Coen-Brüder.

five to watch (18. märz 2008). 0

House, die CIA und Javier Bardem. Hier sind meine TV-Empfehlungen für Dienstag, den 18. März 2008:

Free-TV:
1. Das Meer in mir / SWR Fernsehen / 00.00-02.00
Herausragendes und bewegendes Sterbehilfe-Drama mit Javier Bardem (Oscar für “No Country for Old Men”) als Gelähmter mit Todessehnsucht.

2. Die Spielwütigen / arte / 23.10-00.55
Nette deutsche Langzeit-Doku, die vier junge Menschen auf dem Weg zum Schauspieler-Beruf begleitet.

3. Dr. House / RTL / 21.15-22.15
Pflichtprogramm am Dienstagabend.

4. Geheimauftrag Kidnapping / arte / 22.20-23.10
Potenziell spannende britische Doku über die geheimen Gefängnisse der CIA.

Pay-TV:
5. Jenseits von Eden / Premiere Filmfest / 20.15-22.05
Oscar-prämiertes Familiendrama nach John Steinbeck – mit James Dean.

lettra insolvent. 2

Gerade gestern hab ich noch darüber nachgedacht, dass ich noch nie einen Werbespot auf dem Buchsender lettra gesehen habe – und wie lang das wohl noch gutgehen mag, denn nur mit Pay-TV-Einnahmen aus den Paketen Arena Sat, Kabelkiosk und Premiere Star wird sicher kein Sender überleben können, der sein Programm fast ausnahmslos selbst herstellt. Leider brauche ich wohl nicht länger darüber nachdenken, denn heute kam die Meldung, dass das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg die vorläufige Insolvenzverwaltung für lettra angeordnet hat. Ich drücke die Daumen, dass das Ruder irgendwie doch noch herumgerissen werden kann, denn schade wär’s auf jeden Fall um lettra.

tv-test: “sat.1 nachrichten”. 2

Format: “Sat.1 Nachrichten”
Sender: Sat.1
Produktion: Sat.1
Genre: Nachrichtensendung
Programmplatz: werktäglich, 20 Uhr
Frequenz: werktäglich
Dauer: 15 Minuten
Start: 17. März 2008

Kritik: Mit der insgesamt siebten Namensänderung der Nachrichten – diesmal von “Sat.1 News” zu “Sat.1 Nachrichten” will der Sender verlorenes Terrain im Infosegment zurückgewinnen. Warum das allerdings ausgerechnet um 20 Uhr geschieht, ist vorsichtig ausgedrückt, etwas seltsam. Neben dem neuen Namen und dem neuen Sendeplatz gibt es auch ein neues Erscheinungsbild und einen neuen Moderator: Peter Limbourg, N24-Chefredakteur, Quartals-Video”blogger” und der breiten öffentlichkeit bisher als derjenige bekannt, der neben Peter Kloeppel, Maybrit Illner, Sabine Christiansen und Peter Kloeppel damals das TV-Duell zwischen Schröder und Merkel moderiert hat, den man aber schon längst wieder vergessen hat. Dieser farblose Herr Limbourg ist auch eines der Probleme, die ich mit den neuen Nachrichten habe. Er strahlt für mich weder Seriösität aus, noch ist er für mich überhaupt für das Fernsehen geeignet. Mit einschläferndem Stil hakelt er sich durch die Moderationen, versucht sich an Wortwitzchen und Delling-Überleitungen und schaltet zu Korrespondenten, bei denen er aber nur kurze Statements abfragt ohne nachzuhaken. Ohnehin ist das Tempo ein weiteres Problem der Sendung. Der Ablauf der 12 Minuten wirkt zu gehetzt, um irgendeinen Tiefgang, eine Analyse oder auch nur irgendein Detail zu liefern, das andere Nachrichten nicht bieten. Besonders übel ist die Unterlegung der “Kompakt”-Nachrichten mit seltsam hektischer Elektromusik. Immerhin: Es gibt kaum Trash wie zeitgleich bei RTL II, keine Eigenwerbung und keine “Ärzte in Amerika haben den Krebs besiegt”-Filme wie bei “RTL aktuell”. Dennoch: Für mich hat die erste “Sat.1 Nachrichten”-Sendung mit Peter Limbourg kein wirkliches Argument geliefert, warum ich sie ein weiteres Mal einschalten sollte. Und warum verabschiedet sich Limbourg eigentlich nicht von seinen Zuschauern? Macht man das nicht mehr in modernen Nachrichtensendungen?

Wertung: 4 von 10 Punkten.

tv-test: “spieglein, spieglein”. 1

Format: “Spieglein, Spieglein”
Sender: Vox
Produktion: Focus TV Produktion
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: werktäglich, 17 Uhr
Frequenz: werktäglich
Dauer: 60 Minuten
Start: 17. März 2008

Kritik: Frauen, die sich die Nase operieren lassen, Männer, die sich neue Zähne bauen lassen, Udo Walz, der neue Frisuren schneidet – das sind die Inhalte der neuen Vox-Doku-Soap “Spieglein, Spieglein”, einer Art Werbefilm für die Schönheitsindustrie Deutschlands. An Inhalten gibt es nämlich neben Operationen und Behandlungen, dämlich gestellten Gesprächen zwischen Patienten und ihren Partnern und Werbeformeln der Ärzte und Stylisten keine. Ich weiß nicht, warum sich mit Vox schon wieder ein Sender an dieses Thema macht. Mir ist keine einzige Sendung bekannt, die mit dem Verschönen von wenig selbstbewussten Menschen jemals Quote gemacht hätte. “Spieglein, Spieglein” ist oberflächliches, peinliches und dummes Fernsehen, das kein bisschen in die Reihe der meist charmanten Vox-Doku-Soaps hineinpasst.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

tv-test: “spoons”. 8

Format: “Spoons”
Sender: ProSieben
Produktion: Endemol Deutschland
Genre: Sketch-Comedy
Programmplatz: dienstags, 21.45 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 11. März 2008

Kritik: Nachdem “Spoons” ewig in den ProSieben-Regalen lag, wird die Sketch-Comedy nun ausgerechnet im Anschluss an die miserablen “Funny Movies” gezeigt. Und da passt die Reihe überhaupt gar nicht hin. Denn im Gegensatz zu den missratenen Filmparodien gibt es hier tatsächlich etwas Humor. Zu sehen sind sechs nicht allzu bekannte Schauspieler (keine C-Comedians) in Sketchen, die nicht wie jede 08/15-Sketch-Comedy alte 80er-Jahre-Gags nacherzählen, sondern einen gewissen eigenen Humor zu Themen wie Liebe, Freundschaften und Beziehungs- und Jobkram von Leuten um die 30 entwickelt. “Spoons” ist zwar auch nicht die Rettung der deutschen Comedybranche, doch von all dem Müll, der in den vergangenen Wochen und Monaten das Publikum belästigt hat, setzt sich die Reihe durchaus ab.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

five to watch (17. märz 2008). 0

Serienabend! Hier sind meine TV-Empfehlungen für Montag, den 17. März 2008:

Free-TV:
1. Nemesis – Der Angriff / ProSieben / 22.10-23.10
Dritte Folge der spannenden aber leider kurzlebigen Sci-Fi-Serie.

2. Alias – Die Agentin / ProSieben / 00.05-01.00
Die letzte Episode der vierten Staffel. In 14 Tagen geht’s mit der fünften Staffel weiter.

3. Without a Trace – Spurlos verschwunden / kabel eins / 20.15-22.10
Weitere Doppelfolge der überaus gelungenen Krimiserie.

4. die story / WDR Fernsehen / 22.00-22.45
Doku zum Thema “Wie Amerikas Präsidenten lügen” und welche Rolle die Medien in der Vergangenheit dabei spielten, die Amerikaner auf Kriege vorzubereiten.

Pay-TV:
5. Das Duo: Man lebt nur zweimal / Premiere Krimi / 20.15-21.50
An einem schwachen Pay-TV-Abend bleibt als Empfehlung die ZDF-Krimireihe.

tv-test: “funny movie”. 6

Format: “Funny Movie”
Sender: ProSieben
Produktion: Rat Pack
Genre: Comedyreihe
Programmplatz: dienstags, 20.15 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 90 Minuten
Start: 11. März 2008

Kritik: In den “Funny Movies” will ProSieben nach Vorbild der “Märchenstunde” Filme parodieren. Schon der Untertitel “Die große ProSieben-Filmverarsche” deutete darauf hin, wie weit unten das Niveau der Filme angesiedelt sein würde. Doch es ist alles noch viel schlimmer. “Dörte’s Dancing” hieß der erste der vorerst vier Filme. Darin macht “Dirty Dancing”-Fan Dörte (Jeanette Biedermann) in der Region Urlaub, in der “Dirty Dancing” gedreht wurde. Nach einem Unfall wird sie per Traum in das Filmset katapultiert und spielt nun die Hauptrolle in ihrem Lieblingsfilm. Leichter kann man sich es als Drehbuchautor wohl nicht machen. Anstatt sich eine tatsächliche Parodie auszudenken, erzählt man den Film einfach nach, baut hier und da mal einen unterirdischen Scherz ein und glänzt ansonsten mit Einfällen wie dem, dass der Patrick-Swayze-Charakter hessisch fränkisch spricht. Und erst de Darsteller. Ich war noch nie ein Fan von Frau Biedermann, aber in diesen 90 Minuten ist sie so unerträglich, dass es weh tut. Auch Nebendarsteller wie Sonja Kraus und Oliver Petszokat dürften sich bereits bei Ausstrahlung in Grund und Boden geschämt haben, bei der Produktion dabei gewesen zu sein. Gab es bei den “Märchenstunden” ab und zu tatsächlich nette Einfälle und eine Prise Charme, bestehen die “Funny Movies” – sollten alle so schlecht sein wie “Dörte’s Dancing” – nur aus aneinandergereihten Peinlichkeiten, bei denen man sich sogar “Das iTeam” zurückwünscht.

Wertung: 1 von 10 Punkten.

tv-test: “wissen vor 8″. 0

Format: “Wissen vor 8″
Sender: Das Erste
Produktion: ARD
Genre: Wissensmagazin
Programmplatz: dienstags bis freitags, 19.45 Uhr
Frequenz: viermal wöchentlich
Dauer: 2 Minuten
Start: 11. März 2008

Kritik: Ranga Yogeshwar erklärt in (sicher viel zu teuer produzierten) Zweiminütern Probleme, die schon in allen anderen Wissensmagazinen geklärt wurden. In den ersten Folgen beispielsweise, warum es Zeitzonen gibt, warum Frauen schneller als Männer frieren und kalte Füße haben oder woher das Wort “Schmiergeld” kommt. Das alles hat nur den einen Zweck: Noch attraktivere Werbeflächen in den Minuten vor 20 Uhr zu erzeugen. Irrelevanter Zirkus, diese zwei Minuten “Wissen vor 8″.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

tv-test: “blind justice – ermittler mit geschärften sinnen”. 0

Format: “Blind Justice – Ermittler mit geschärften Sinnen”
Sender: kabel eins
Produktion: Paramount Television + Steven Bochco Productions
Genre: Krimiserie
Programmplatz: montags, 22.10 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 55 Minuten
Start: 10. März 2008

Kritik: Der New Yorker Detective Jim Dunbar ist nach einer Schießerei blind, will aber dennoch wieder in seinen normalen Dienst zurückkehren. Fortan ermittelt er mit Blindenhund und Kollegin auf den New Yorker Straßen. Das Problem an “Blind Justice” ist gar nicht mal der fehlende Realismus (ein Blinder mit Knarre klärt Morde auf?), sondern die weitgehende Langeweile. Durch die Blindheit des Hauptcharakters stehen die aufzuklärenden Verbrechen zu sehr im Hintergrund. Zudem sind mir die Figuren etwas zu eindimensional, die Dialoge und Stories zu dröge und die Schauspieler zu mittelmäßig. Die Mehrheit des US-Publikums sah das anscheinend ähnlich: “Blind Justice” lebte 2005 nur 13 Folgen lang.

Wertung: 4 von 10 Punkten.

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