neue arctic-monkey-platte hören. 3

Wer noch eine Entscheidungshilfe braucht, bevor er sich die Platte als CD bzw. Download kauft, bitte schön: Bei “3 voor 12” lässt sich das komplette Arctic-Monkeys-Album “favourite worst nightmare” hören. (via “Auf ein Neues…“)

hilferuf. 2

Wenn ich mir allein die “Blogscout”-Karte von Düsseldorf mal so ansehe, dann hausen hier doch Massen an Bloggern, die sich bisher nicht raus getraut haben. Ändert das. Am besten heute noch. Warum? Der Düsseldorfer Blogger-“Stammtisch” (Ich benutze das S-Wort nur sehr widerwillig) trifft sich zum wiederholten Male:

Wann? Samstag, 21. April ab 20 Uhr
Wo? “Freiligrath”, Neusser Str. 133 (direkt an der Bilker Kirche)

Meldet Euch einfach bei Lu, dass ihr dabei seid und die Sache ist geritzt. Ich denke mal, in Ausnahmefällen könnt ihr auch einfach so vorbeikommen ohne vorher Bescheid zu sagen.

Also kommt! Oder wollt ihr mich schon wieder allein mit diesen ganzen alten Säcken lassen?

wie viele deutschsprachige blogs gibt es? 64

Die Frage, wie viele deutschsprachige Blogs es wohl gibt, ist eine, die nicht nur mich beschäftigt. Um es vorweg zu nehmen: Niemand kann sie beantworten. Ich will mich der Beantwortung aber mal ein Stück nähern.

Als Grundlage meiner Berechnungen dient dabei die Technorati-Datenbank, die ich ja bekanntlich auch für meine deutschen blogcharts nutze. Im neuesten “State of the Live Web”-Eintrag hat David Sifry bekannt gegeben, die Technorati-Datenbank würde nun 70 Millionen Blogs kennen. Um herauszufinden, wie viele davon wohl deutschsprachig sein könnten, setze ich nun die deutschen blogcharts bzw. meine interne erweiterte Beobachtungliste ins Verhältnis zum Technorati-Ranking:

Ein Blog auf Platz 50 in den deutschen blogcharts befindet sich in der Technorati-Gesamtliste derzeit auf Platz 10.772. Daraus ergibt sich, dass jedes 215. unter diesen 10.772 Blogs ein deutschsprachiges Blog ist. Platz 100 der deutschen blogcharts entspricht Technorati-Rang 17.779. Damit wäre unter diesen Blogs jedes 178. deutschsprachig. Die weiteren Zahlen in Kurzform:

dbc-Platz 150 = Technorati-Rang 23.719 (Jedes 158. deutschsprachig)

dbc-Platz 200 = Technorati-Rang 28.393 (Jedes 142. deutschsprachig)

dbc-Platz 250 = Technorati-Rang 33.575 (Jedes 134. deutschsprachig)

dbc-Platz 300 = Technorati-Rang 38.221 (Jedes 127. deutschsprachig)

dbc-Platz 350 = Technorati-Rang 43.073 (Jedes 123. deutschsprachig)

dbc-Platz 400 = Technorati-Rang 48.339 (Jedes 121. deutschsprachig)

dbc-Platz 450 = Technorati-Rang 53.317 (Jedes 118. deutschsprachig)

dbc-Platz 500 = Technorati-Rang 56.492 (Jedes 113. deutschsprachig)

dbc-Platz 550 = Technorati-Rang 62.862 (Jedes 114. deutschsprachig)

dbc-Platz 600 = Technorati-Rang 69.562 (Jedes 116. deutschsprachig)

dbc-Platz 650 = Technorati-Rang 73.690 (Jedes 113. deutschsprachig)

dbc-Platz 700 = Technorati-Rang 79.632 (Jedes 114. deutschsprachig)

dbc-Platz 750 = Technorati-Rang 86.738 (Jedes 116. deutschsprachig)

Nehmen wir also an, dieser Faktor 115, auf den sich die Werte ungefähr annähern, sei Realität, ergäbe sich bei einer Grundgesamtheit von 70 Millionen Blogs eine Zahl von etwa 600.000-610.000 deutschsprachigen Blogs, die von Technorati gelistet werden. Nun muss man aber wissen, dass Blogs nicht aus der Technorati-Datenbank herausfliegen, wenn sie sterben oder nicht mehr gepflegt werden. Sie bleiben dort. Kleiner wird die Zahl der Blogs in der Technorati-Datenbank also nie werden. Die 600.000 deutschsprachigen Blogs entspriehen also nach dieser Rechnung der Zahl an Blogs, die im deutschsprachigen Raum jemals angelegt wurde, nicht der, die aktuell gepflegt wird.

Interessanter ist also die Zahl der lebendigen Blogs, diejenigen also, die erstens nicht seit Monaten tot sind und zweitens nicht nur von dem Blogger und seiner Familie gelesen werden. Ich nehme dafür mal an, dass jedes Blog, das in den vergangenen 180 Tagen von wenigstens einem anderen Blog verlinkt wurde, in diese Kategorie gehört. Bei Technorati werden zur Stunde 3.066.783 Blogs mit wenigstens einem Link gelistet. 3,066,783 / 115 = 26.667 deutschsprachige Blogs mit wenigstens einer Verlinkung in den vergangenen 180 Tagen. Das hieße also, dass es etwa 27.000 Blogs im deutschsprachigen Raum gibt, die aktuell gepflegt werden und über eine gewisse Öffentlichkeit verfügen.

Hinzu kommt natürlich noch eine unbekannte Dunkelziffer von Blogs, die von Technorati (noch) nicht gelistet werden. Ich nehme aber an, dass sich diese Zahl in etwa mit der Zahl an Blogs ausgleicht, die zwar in der Technorati-Datenbank geführt werden, in Wirklichkeit aber gar keine Blogs sind.

Fassen wir also zusammen: Nach meiner Annäherungs-Rechnung gab es im deutschsprachigen Raum (nicht allein in Deutschland) bislang etwa 600.000 Blogs, von denen derzeit 27.000 gepflegt werden und über eine gewisse Öffentlichkeit verfügen.

“wii player”. 7

Ein Tipp für Leute, die morgen zum Kiosk wollen, um sich das neue Computec-Magazin “Wii Player” zu kaufen. Lasst es sein. Ich war natürlich neugierig auf die Erstausgabe und hab’ sie mir heute abend schon am Bahnhof besorgt. Das Fazit: Computec ist es gelungen, die wahrscheinlich schlechteste Zeitschrift auf den Markt zu bringen, die ich seit Jahren gesehen habe. Texte, die sich lesen wie ein Produktkatalog für Nintendo, ständig ist Pilawa irgendwo abgebildet, es gibt genau einen (!) Wii-Spieletest (“Sonic”), stattdessen massenweise Berichte über Spiele, die erst sonstwann erscheinen. Und der Gipfel: Das Heftchen ist 66 Seiten dünn und kostet 2,99 Euro. Für 31 Cents mehr gibt es im selben Verlag “N-Zone”, ein wesentlich besseres Magazin. Was soll also “Wii Player”? Welche Zielgruppe hat man sich dafür ausgedacht? Mir fällt jedenfalls keine ein, die ein solch schlechtes Magazin braucht.

tv-test: “geld oder draeger”. 3

Format: “Geld oder Draeger”
Sender: 9Live
Produktion: 9Live
Genre: Spielshow
Programmplatz: werktäglich, 19 Uhr
Frequenz: werktäglich
Dauer: 60 Minuten
Start: 16. April 2007

Kritik: Eine der traurigsten Sendungen aller Zeiten läuft momentan bei 9Live. Dort spiel der ehemals extrem erfolgreiche “Geh aufs Ganze”-Moderator Jörg Draerger für eine Woche die Rolle des Kartenspielers von Unterföhring. Und das ist wirklich tragisch. Der inzwischen 61-Jährige macht die selben Witze wie vor 10 Jahren, vergisst Dinge, kapiert die einfachen Spielregeln nicht, ist mit der Regiestimme in seinem Ohr überfordert und hört anscheinend nicht mehr so gut. Traurig, wirklich. Und wenn Draeger auch trotzdem noch besser ist als alle anderen 9Live-Schreihälse zusammen – nicht zuletzt, weil er angetrunken klingenden Anrufern die Frage stellt: “Was haben Sie gerade getrunken?” oder hustenden “Trinken Sie auch oder rauchen sie nur?”, so möchte man sowas einfach nicht sehen.

Wertung: 0 von 10 Punkten.

popgruppe zu verkaufen. 2

Erinnert sich noch jemand an Rednex? Bestimmt, oder? Die mit diesem Wahnsinns-Nervsong “cotton eye joe” und ein paar ähnlichen Hits. Kann man jetzt kaufen. Also nicht die CDs oder sowas, nein, die Band kann man kaufen. Die Firma Rednex AB, die alle Rechte an der Musik, der Marke und den Verträgen hat, steht zu 100 % zum Verkauf. Und das auch noch bei eBay. Wer also schon immer mal eine ehemals erfolgreiche Popgruppe besitzen wollte und genug Taschengeld von Papi bekommt oder gerade seine Internetklitsche an Investoren vertickt hat, kann ja mal nachschauen – das Startgebot liegt nämlich nur bei 1,5 Mio US-Dollar. (jetzt gerade via “78s“, stand aber vor 14 Tagen auch schnmal bei “Idolator“)

tv-test: “ahornallee”. 0

Format: “Ahornallee”
Sender: RTL
Produktion: Tresor TV
Genre: Daily Soap
Programmplatz: werktäglich, 17 Uhr
Frequenz: werktäglich
Dauer: 30 Minuten
Start: 16. April 2007

Kritik: Warum RTL ausgerechnet jetzt noch eine Daily Soap startet – jetzt, wo die meisten Telenovelas schwächeln, jetzt, wo auch die dritte RTL-Soap “Alles was zählt” immer noch sehr mittelmäßig läuft – es bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich war die finanzielle Gefahr einfach nicht so groß wie gewöhnlich. Denn “Ahornallee” sieht sehr billig produziert aus – im Übrigen von den Doku-Soap-Spezialisten von Tresor TV (u.a. “Popstars”). Dem 17-Uhr-Sendeplatz, auf dem kein großes Geld verdient werden kann, angemessen. Neben der optischen Billigkeit versagt die neue Serie aber auch auf allen anderen Gebieten: Die Darsteller sind zum Teil peinlich unbegabt, die Geschichtchen werden jeweils sekundenhaft hektisch erzählt und dann immer von seltsamen Totalen mit pseudo-moderner Popmusik unterbrochen, die Charaktere sind keine normalen Serienfiguren, sondern eher Karikaturen, deren erster Vorname Klischee ist. Wie gesagt: Die finanzielle Gefahr dürfte für RTL nicht so hoch sein. Dennoch sollte man sich schonmal auf eine neue Sendung zum Einwechseln für den 17-Uhr-Sendeplatz einrichten. Denn “Ahornallee” wird ein Flop. Da bin ich mir sicher.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

handwerker (2). 2

Wie frech ist es eigentlich von den Fassaden-Malern, kurz vor Feierabend noch alle Fenster von außen mit Plastikfolie zu verkleben und dann nach Hause zu gehen? Geht’s noch? Bis morgen früh fühle ich mich jetzt also wie im Gefängnis.

placebo und youtube. 5

Vorbildlich! Meine immer-noch-irgendwie-Lieblingsband Placebo hat seit ein paar Wochen einen offiziellen YouTube-Channel. Der ist inzwischen sogar der meist-abonnierte Musiker-Channel. Und das ist auch kein Wunder, denn immerhin 94 Videos gibt’s derzeit zu sehen. Darunter so ziemlich alle offiziellen Clips, ein paar Interviewschnipsel und einige Live-Videos, wie zum Beispiel diese Rarität aus der Zeit, als die Band noch nicht einmal einen Plattenvertrag hatte: “nancy boy”:
Zwar sind all die Videos nicht unbedingt neu, sie fanden sich auch vorher schon bei YouTube, aber erstens hat man so alles auf einen Blick, und zweitens ist es in Zeiten von blöden Rechtsstreitigkeiten und Abmahnungen überaus lobenswert, dass eine Band so breite Teile ihres audiovisuellen Materials offiziell freigibt. Wenn YouTube nun endlich noch irgendwas unternehmen würde, damit Videos besser geordnet werden können und nicht dieses komplette Chaos (selbst auf solchen offiziellen Channels) herrscht, wäre alls noch superer.

handwerker. 3

Zu den nervigsten Dingen überhaupt gehört es, wenn die Haus-Fassade gereinigt und neu gestrichen wird. Ständig latschen irgendwelche Handwerker auf einem Gerüst vor dem Fenster des popkulturjunkie-Headquarters vorbei, schauen, was ich mache und nerven durch bloße Anwesenheit. Und überhaupt: Da ist draußen der Sommer so richtig in Fahrt und hier denkt man dank Gerüst-Schatten, man befinde sich mitten im dunklen Herbst. Unschön, das alles.

« Previous PageNext Page »