london 2007 (1). 4

Eigentlich sollte das hier der erste Blogeintrag werden, den ich mit meinem Nintendo DS schreibe. Zwei Probleme haben sich dem in den Weg gestellt. Erstens: die extrem geringe Dichte an kostenlosen WLAN-Netzen in London, zweitens: Als eins gefunden war (in der Tate Modern) war der bloede Akku des Dings abgelaufen. Tollerweise genau dann, als ich schon sehr viel geschrieben hatte. Das bloedeste Feature des DS ist naemlich, sich einfach abzuschalten, wenn der Akku leer ist. Ohne grosse Vorwarnung. Also nun in einem Internetcafe sitzend der Blogeintrag. Die beiden ersten Tage London waren ein ziemlicher Konsumrausch. Gefuehlte 32 Zeitschriften gekauft (Ich liebe englische Magazine) und die erste Staffel der grandiosen Serie “Murder One”. In Deutschland gibts die DVD-Box nicht und hier bei HMV war sie gerade auf einen Schnaeppchenpreis runtergesetzt. Ausserdem im popkulturjunkie-Einkaufsbeutel gelandet: ein T-Shirt meines Lieblingsmodelabels FCUK und ein Stueck popkulturell sehr wertvoller Kunst – in Camden gekauft. Ein kleines Oelgemaelde einer Szene aus “Matrix”. Mit Trinity, die eine riesige Waffe in die Kamera haelt. Ich liefere bei Bedarf ein Foto nach.

Heute dann Kultur statt Einkaufsrausch. Obwohl viele Kaufhaeuser trotz Karfreitag geoeffnet haben. Erst dieses grandios aussehende Buerohaus von Sir Norman Foster (von unten) angeschaut, dann zur Tate Modern gelaufen. Dort eine interessante Ausstellung der beiden Kuenstler Gilbert & George besucht. Voellig begeistert bin ich ja davon, dass es hier an den gesamten fuenf Tagen keinen Tropfen Regen geben soll und perfektes Fruehlingswetter herrscht. Trotzdem werde ich die restlichen Tage dazu nutzen, die Liebste davon zu ueberzeugen in “Sunshine” zu gehen. Bin aber derzeit eher skeptisch, dass das gelingt. Weitere Berichte folgen. Hoffentlich dann mal mit dem Nintendo DS. Ich will den bloeden teuren Opera-Browser fuer das Ding ja schliesslich nicht voellig umsonst gekauft haben. Zumindest weiss ich inzwischen, dass man hier in McDonalds-Filialen umsonst per WLAN ins Internet kann.

geschafft. 2

Die letzten Artikel vor Ostern sind geschrieben, die Blogcharts sind aktualisiert, die Medien-Top 40 ebenso, viele andere Kleinigkeiten sind erledigt. Und nun geht’s endlich für ein paar Tage raus aus dem täglichen Trott. Endlich mal wieder nach London, meine Lieblingsstadt. In den kommenden Tagen wird es hier daher allenfalls Berichte über die Situation der Popkultur im Vereinigten Königreich geben. Und in der kommenden Woche sehen wir uns ja ohnehin alle bei der re:publica in Berlin, oder?

kleine pressemitteilungskunde. 3

Lieber WDR,

es bringt nicht viel, um 16.22 Uhr die Pressemitteilung herauszuschicken, das in Spanien sichergestellte Blut sei “nach WDR-Angaben” Jan Ullrich zuzuordnen, denn

1. Hat dieselbe Bonner Staatsanwaltschaft das schon 40 Minuten vorher dem Sport-Informationsdienst bestätigt und danach (und vor Eurer heißen Pressemitteilung) der halben deutschen Medienlandschaft inklusive Fernsehsendern wie n-tv.

Und 2. Wieso denn “nach WDR-Angaben”, wenn es doch die Angaben der Bonner Staatsanwaltschaft sind?

männer und spielzeug. 7

Ich gehöre eindeutig zu den Männern, die ständig neue kleine technische Spielzeuge brauchen. Und was macht man, wenn die Festplatte des MP3-Players groß genug ist, die Digitalkamera noch völlig ausreichend, das Handy es auch noch tut und Blackberry & tomtom auch schon vorhanden sind? Man kauft sich ein Nintendo DS. So geschehen am Samstag. Und daher weiß ich jetzt, dass das Alter meines Gehirns 27 ist – und damit stolze 5 Jahre unter meinem tatsächlichen Alter liegt. Wenn Ihr wisst, was ich meine.

ärztliche zweitverwertung. 1

Seit Oliver Gehrs seine netten wöchentlichen “Crashtest“-Filmchen produziert, ist seine “medium magazin“-Kolumne “Sprechstunde” irgendwie nicht mehr interessant. Vier Fragen hat er sich in der neuesten Ausgabe als “Dr. med” gestellt:

– Stimmt es, dass der “stern” 18.000 Euro für das preisgekrönte Interview mit Murat Kurnaz bezahlt hat? Hat er schon hier beantwortet.
– Wie kam beim “Spiegel” egentlich der Gaga-Titel über Berlin zustande? Darüber hat er sich schon hier ausgelassen.
– “Zeit-Magazin”, “FAZ-Bilder&Zeiten” – wieso wärmen die Verlage die ganzen alten Sachen auf? Dazu hat er sich schon hier geäußert.

Aber irgendwie passt diese Zweitverwertung ja auch perfekt zum aktuellen “medium magazin”-Titelthema “Online first”.

Bleibt die vierte Frage “Kämpft ‘Vanity Fair’-Chef und Sportwagenfan Ulf Poschardt wirklich für ein Tempo-Limit? Und die wird Lesern seines meist hervorragenden Magazins “Dummy” auch irgendwie bekannt vorkommen.

beruf popstar. 0

Im gestrigen “F.A.S.”-Feuilleton gab es neben einem Text zum Phoenix-Jubiläum von Christian Ulmen (der leider nicht online frei verfügbar ist) auch ein sehr lesenswertes Interview, dass Johanna Adorján mit Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier geführt hat.

der fall baron. 0

Der beste Blog-Eintrag kommt heute von Thomas Knüwer. Einen besseren und wahreren wird es heute nicht mehr geben, ihr anderen Blogger braucht Euch also heute gar nicht erst anzustrengen.

aprilscherze 2007. 0

Die meisten der gefühlt 317 Aprilscherze, die ich heute im Netz gelesen habe, waren plump, leicht zu durchschauen und nicht lustig. Der von “tagesschau.de” hingegen war eine charmante wirklich nette Idee.

sensationskampf mit sensationsquote. 0

Ausnahmsweise mal ein Crossover in meinem Blog. Es folgt angesichts des TV-Wochenendes der Superlative mal ein Text, den ich eben für kress.de geschrieben habe und der die verschiedenen Jubel-Pressemitteilungen in den richtigen Zusammenhang setzt:

Die Box-Sensation
sorgte auch für eine sensationelle Quote: 15,99 Mio sahen den Henry-Maske-Sieg am Samstagabend, darunter 7,20 Mio 14- bis 49-Jährige. Nur zwei Maske-Kämpfe hatten in den 90er Jahren mehr Zuschauer: einer gegen Graciano Rocchigiani und der vorerst letzte Kampf gegen Virgil Hill 1996. Unter die Räder kam unterdessen “Wetten, dass..?”. Zwar konnte sich die ZDF-Show gegen “DSDS” durchsetzen, doch mit 10,51 Mio Sehern erzielte sie die zweitgeringste Zuschauerzahl aller Zeiten. Nur im April 1995 gab es mit 10,04 Mio schon einmal noch weniger Zuschauer – damals hießen die Hauptkonkurrenten “Traumhochzeit” (RTL) und “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” (ProSieben). In der jungen Zielgruppe gewann “Wetten, dass..?” sogar nur ganz knapp gegen die RTL-Casting-Show: 3,26 Mio für “Wetten, dass..?”, 2,99 Mio für “DSDS”. Der Maske-Kampf hatte damit auch deutlich mehr Zuschauer als der Stefan-Raab-gegen-Regina-Halmich-Klamauk am Freitagabend. Dort sahen den eigentlichen Kampf 7,74 Mio, darunter 4,32 Mio Werberelevante – ebenfalls eine sehr gute Quote. Im Gesamtpublikum waren damit sogar mehr Zuschauer dabei als beim ersten Kampf 2001, in der Zielgruppe waren es allerdings über 1 Mio weniger. Den kompletten Quotencheck mit der gesamten Wochenend-Analyse lesen Sie am Montagmorgen an dieser Stelle. (js) +++

zahnersatz. 4

Lustig, wenn auf dem T-Shirt des Verlierers eines Boxkampfs “www.zahnersatzsparen.de” steht.

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