tv-test: “die spielarena”. 2

Format: “Die Spielarena”
Sender: kabel eins
Produktion: Granada
Genre: Quizshow
Programmplatz: werktäglich, 19.15 Uhr
Frequenz: 30 Folgen
Dauer: 30 Minuten
Start: 17. Juli 2006

Kritik: Nach dem ziemlich langweiligen “Quiz-Taxi” ist es kabel eins diesmal gelungen, eine nette kleine Vorabend-Quizshow ins Programm zu bringen. In der “Spielarena” kämpfen anfangs zehn Kandidaten gegeneinander, die in einem Kreis stehen. Die Kamera wählt per Zufallsystem aus, welcher der zehn die jeweilige Frahge beantworten muss, die schlechtesten scheiden Runde für Runde aus, bis nur noch zwei für das abschließende Duell übrig sind. Sie müssen nun per Bietverfahren mitteilen, wie viele Antworten sie auf eine bestimmte Frage haben. Der, der davon ausgeht, die meisten Antworten zu wissen, muss das nun beweisen. Schafft er es, bekommt er den Punkt, falls nicht, der andere. “Die Spielarena” ist wie gesagt eine gelungene, kleine Show. Der Moderator nervt nicht, das Konzept weicht endlich mal wieder vom üblichen “4-Antwortmöglichkeiten-Schema” ab.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

anpfiff für arena. 6

wmsong1.jpgDas neue Fußball-Pay-TV-Angebot arena wird nicht erst zum Saisonbeginn am 11. August starten, sondern bereits am 8. August. Ab 19.30 Uhr wird das Abschiedsspiel von Giovane Elber zwischen Bayern München und 1860 München gezeigt. Wer moderiert und kommentiert, steht noch nicht fest. Am 11. August beginnt dann das “richtige” Programm. Ab 17.30 Uhr gibt es die Konferenz der 2. Bundesliga, sowie alle drei Spiele einzeln. Um 20 Uhr folgt der Auftakt zur Bundesliga: Bayern München gegen Borussia Dortmund. Am Samstag (12. August) moderiert Oliver Welke ab 14.30 Uhr aus einem 12 Meter hohen, 24 Meter breiten Studio in Form eines halbierten Fußballs, das diesmal vor der Arena auf Schalke steht. Aus diesem mobilen Studio, das Platz für 150 Leute bieten soll, wird ab 17.30 Uhr auch “Bundesliga – Die Show” mit allen Toren gesendet.

Um 15.15 Uhr wird übrigens in die einzelnen Stadien geschaltet, sodass es nicht wie bei Premiere eine gemeinsame Vorberichterstattung für alle Spiele gibt, sondern unterschiedliche Vorberichte für die verschiedenen Spiele. Und um auch während der Konferenz ein kleines Mini-Detail zu ändern, will man, sobald irgendwo ein Tor fällt, sofort per Splitscreen in das betreffende Spiel schalten, damit die Zuschauer noch sehen können, wie der Ball im Tor zappelt. Zwischen den Spieltagen werden dann alle Partien, Konferenzen und Sendungen zur Genüge wiederholt.

Und woran erinnert mich das alles? Daran, dass ich immer noch nicht daran gedacht habe, arena zu abonnieren.

tv-test: “the girls of the playboy mansion”. 145

Format: “The Girls of the Playboy Mansion”
Sender: Viva
Produktion: Prometheus Entertainment
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: Erste Folge Montag, 16 Uhr, danach sonntags 22 Uhr
Frequenz: 15 Folgen
Dauer: 30 Minuten
Start: 17. Juli 2006

Kritik: Was zur Hölle ist das für eine Scheiße? “The Girls next Door”, oder zu deutsch “The Girls of the Playboy Mansion” ist eine Art “Osbournes” für Vollidioten. Beobachtet werden die dummen Nüsse, die mit Hugh Hefner in der Playboy-Villa leben. Dort wo es bei den Osbournes noch Gags und Real-Satire gab, gibt es hier nur leere Köpfe und aufgepumpte Brüste.

Wertung: 0 von 10 Punkten.

tv-test: “wann war eigentlich?” 0

Format: “Wann war eigentlich?”
Sender: NDR Fernsehen
Produktion: NDR
Genre: Quizshow
Programmplatz: sonntags, 23.15 Uhr
Frequenz: 3 Folgen
Dauer: 45 Minuten
Start: 16. Juli 2006

Kritik: Und die nächste öffentlich-rechtliche Quzshow. Man müsste mal eine Liste erstellen mit allen Quizshows, die in den vergangenen Jahren dort getestet wurden. Es muss ich um gefühlte 200 gehandelt haben. Diesmal geht es um historische Daten. Die Kandidaten müssen Eriegnisse zeitlich zuordnen. Im Vergleich zu den vielen anderen Shows gibt es immerhin eine halbwegs abwechslungsreiche Schlussrunde, in der Ereignisse in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen. Ansonsten aber zu langweilig, um empfohlen zu werden.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

tv-test: “volles risiko”. 0

Format: “Volles Risiko”
Sender: Discovery Channel
Produktion: CMJ Productions
Genre: Reportage-Reihe
Programmplatz: samstags, 22.05 Uhr
Frequenz: 8 Folgen
Dauer: 55 Minuten
Start: 8. Juli 2006

Kritik: Eine recht belanglose Reality-TV-Reportage-Reihe, in der der gefährliche Arbeitsalltag amerikanischer Polizisten, Feuerwehrmänner, etc. gezeigt wird. Die Geschichten sind zu amerikanisch und zu uninteressant. Die Produktionsqualität ist immerhin solide.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

combots. 4

Es hat nicht zufällig jemand von Euch eine ComBOTS-Einladung über? Ich würde mir dieses hochgehypte Tool zu gern mal anschauen.

tv-test: “unter den linden – das haus gravenhorst”. 0

Format: “Unter den Linden – Das Haus Gravenhorst”
Sender: Sat.1
Produktion: Phoenix Film + Kromschröder & Pfannenschmidt
Genre: Familienserie
Programmplatz: sonntags, 19.15 Uhr
Frequenz: 13 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 16. Juli 2006

Kritik: Ein Historien-Schinken, den Sat.1 im vergangenen Jahr noch mit großem Pomp angekündigt hat und der nun unspektakulär am Vorabend mitten im Sommer weggesendet wird. Wenn man sich die erste Folge angeschaut hat, weiß man auch warum. Die Produktion ist zwar aufwändig, die Rollen teilweise mit wirklich guten Leuten besetzt, doch es fehlen eindeutig die Emotionen. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Frauen: die eine, Erbin der Schokoladen-Dynastie Gravenhorst, die andere Dienstbotin im Haus. Es soll um Liebe, Freundschaft, Standesunterscheide und große Gefühle gehen. Doch genau diese Gefühle stellen sich nicht ein, alles bleibt belanglos, reißt nicht mit, plätschert nur vor sich hin.

Wertung: 4 von 10 Punkten.

tv-test: “talk talk talk fun”. 3

Format: “talk talk talk fun”
Sender: ProSieben
Produktion: ProSiebenSat.1 Produktion
Genre: Clipshow
Programmplatz: samstags, 21.15 Uhr
Frequenz: 7 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 15. Juli 2006

Kritik: Und im direkten Anschluss an das gelungene “Extreme Activity” folgt dann der Absturz in Form einer 08/15-Clipshow. Sonya Kraus moderiert routiniert “lustige” Heimvideos, Werbespots, Talkshow-Ausschnitte und Internet-Clips an, die man teilweise sogar schon in ähnlichen Formaten gesehen hat. “talk talk talk fun” – eine Sendung zum Abschalten.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

tv-test: “extreme activity”. 4

Format: “Extreme Activity”
Sender: ProSieben
Produktion: Constantin Entertainment
Genre: Spielshow
Programmplatz: samstags, 20.15 Uhr
Frequenz: 7 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 15. Juli 2006

Kritik: Dass ich das noch erleben darf: Endlich mal wieder eine wirklich gelungene Show im deutschen Fernsehen. “Extreme Activitiy” ist eine fernsehkompatible Version des Brettspiels “Activitiy”. Zwei Teams mit jeweils drei Promis treten gegeneinander an. Jeweils einer erklärt Begriffe, die anderen beiden Team-Mitglieder müssen sie erraten. Die Erklärungen entstehen durch Pantomime, Zeichnungen oder mündliche Erläuterungen. Zwischendurch gibt es dann immer wieder “Extreme”-Spiele. Dort wird dann Oliver Petszokat von zwei handgreiflichen Wrestlern beim Erklären gestört, oder Verona Feldbusch und Sandy Mölling müssen die Begriffe mit Helium-getränkter Pieps-Stimme erraten. Ein großer Spaß. Auch Moderator Jürgen von der Lippe macht seine Sache gut. Einziges kleines Manko ist die Tatsache, dass die normalen Spiele zwischen den spektakulären “Extreme”-Runden irgendwann etwas zu uninteressant werden.

Wertung: 7 von 10 Punkten.

charts-kritik (2006-06-23). 9

Und hier gleich die nächste Charts-Woche, damit ich neben den TV-Tests auch in dieser Rubrik allmählich mal auf den neuesten Stand komme. Und auch diesmal gibt es wieder einen youtube-Link der Playlist mit immerhin 8 von 9 Videos. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 23. Juni 2006:

96: Michael Jackson – “they don’t care about us” / Video bei youtube

Die unendliche Geschichte der Michael-Jackson-Wiederveröffentlichungen geht weiter. “they don’t care about us” ist die 17. Single, die als Video-Single nochmal auf den Markt kommt, bis auf zwei sind davon alle in die Charts eingestiegen – allerdings nur auf Plätze zwischen 70 und 100. Der Song war vor 10 Jahren vielleicht der letzte richtige Hit, den Jackson hatte, bevor die kreative Durststrecke kam, die bis heute andauert. Ein (Zumindest über weite Teile) A-Capella-Stück, das heute nicht mehr mitreißt. 3 von 10 Punkten.

75: Leaves’ Eyes – “legend land” / Video bei youtube

Ich glaube, auch dieser Gothic-Pop-Metal-Trend geht allmählich zu Ende. Leaves’ Eyes ist auch eine dieser Bands mit heller Frauenstimme und grunzender Männerstimme. Die Musik wie immer theatralisch und bombastisch, allerdings etwas zu über-produziert. Auch die Killer-Melodie fehlt eindeutig. Und ohne eine solche bleibt der Track einfach austauschbare, verwechselbare Gothic-Pop-Sauce wie sie es schon zu tausenden gab. 3 von 10 Punkten.

50: Beatfreakz – “somebody’s watching me” / Video bei youtube

Aus England schwappt nun leider die nächste Welle an House-Coverversionen auf den Kontinent. “somebody’s watching me”, im Original natürlich ein 80er Hit von Rockwell, wurde mit Housebeats modernisiert und fertig ist der Hit. Allzu viele weitere Innovationen sind dem Stück ansonsten nicht anzuhören. Musik von der Stange halt, Musik, die nach diesem Sommer wieder vergessen sein wird. 3 von 10 Punkten.

48: Music Team Germany – “won’t forget these days” / Video bei prosieben.de

Als ich davon gehört hatte, Premiere würde ein paar Rock-Rentner verpflichten, um für die WM-Übertragungen “won’t forget these days” von Fury in the Slaughterhouse neu aufzunehmen, habe ich ja meinen Unmut schon zum Ausdruck gebracht. Als ich dann allerdings das fertige Produkt immer wieder hörte, fand ich den Song gar nicht mehr sooo schlecht. Wahrscheinlich liegt das aber hauptsächlich an dem Original. Wenn man in Niedersachsen aufgewachsen ist, kam man in den 90ern einfach nicht an Fury in the Slaughterhouse vorbei und “won’t forget these days” ist einfach einer der Klassiker schlechthin. Klar: Wenn Heinz Rudolf Kunze anfängt zu singen, oder Wolfgang Niedecken, dann möchte man wirklich nicht hinhören, aber wenn dann der Fury-Sänger den Refrain krächzt, dann fühlt man sich irgendwie zu Hause. Hmm. Also trotz Rock-Rentner: 7 von 10 Punkten.

35: Mundstuhl – “germans” / Video bei youtube

Noch eine Single zur Fußball-WM. Die Comedians von Mundstuhl liefern ihren Beitrag zum Thema. Und das gar nicht mal sooo schlecht. Zu sommerlich relaxten Reggae-Rhythmen singen sie Sachen wie “we’re germans. football play we better than you”, “in unsere kneipen you can smoke” oder “unsere biere are the best”. Natürlich alles nur bedingt komisch, aber wenn schon lustige Fußball-Lieder, dann ist mir Mundstuhl tausendmal lieber als diese ganze Ballermann-Mitgröhl-Ole-Ole-Scheiße. 5 von 10 Punkten.

29: The Veronicas – “4ever” / Video bei youtube

So. Und nun “Australias next big thing”. Die beiden Schwestern sind dort schon riesige Stars, haben Platz 1 der Charts geschafft und wurden zu Medien-Darlings. Auch dank des starken Einsatzes eines ProSieben-Trailers, in dem “4ever” als Hintergrundmusik lief, stehen sie nun auch hierzulande vor dem Durchbruch. Die Musik, mainstreamiger Poprock, klingt etwas nach Kelly Clarkson, ist aber pfiffiger komponiert und bietet eine Melodie, die ins Ohr geht, dort auch nicht mehr raus will. 7 von 10 Punkten.

25: LL Cool J feat. Jennifer Lopez – “control myself” / Video bei youtube

Eine nach “all i have” (2002) weitere Zusammenarbeit zwischen LL Cool J und Jennifer Lopez. Herausgekommen ist ein unspektakulärer, tanzbarer Uptempo-RnB-Song. LL Cool J singt/rappt und Lopez kommt nur in den Refrains zu Wort, wenn sie ein paar Worte ins Mikro flüstert. Wie gesagt: Unspektakulär, aber wenigstens nicht nervig. 3 von 10 Punkten.

18: Sergio Mendes/The Black Eyed peas – “mas que nada” / Video bei youtube

Die lateinamerikanische Musik-Legende Sergio Mendes tritt dank der Black Eyed Peas wieder ins Licht. “mas que nada” erkennt wohl jeder, wenn er die ersten Töne des Tracks hört, ein absoluter Klassiker. Die leichten Modernisierungen der Black Eyed Peas stören die Rhythmen des Originals fast gar nicht, tun ihm sogar recht gut. Auf dem aktuellen Mendes-Album gibt es übrigens außerdem Kollaborationen mit Justin Timberlake, Stevie Wonder und Erykah Badu. Für “mas que nada” gibt’s 6 von 10 Punkten.

17: Il Divo with Toni Braxton – “the time of our lives” / Video bei youtube

Tja, viel schlechter hätte die Wahl für einen offiziellen FIFA-WM-Song wohl kaum ausfallen können. Ein paar Pop-Opern-Sänger trällern mit Toni Braxton einen Schleim zusammen, der jeden Fußballplatz zum kleben bringt. Was bitte hat dieser Schlager mit der Stimmung bei einer WM zu tun? Unglaublich. Auch ohne WM wäre “the time of our lives” übrigens ein völlig unerträglicher Song. 1 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 23. Juni 2006:
01 (07) Herbert Grönemeyer/Amadou & Mariam – “zeit, dass sich was dreht”
02 (08) Sportfreunde Stiller – “’54, ’74, ’90, 2006”
03 (01) Shakira feat. Wyclef Jean – “hips don’t lie”
04 (04) Oliver Pocher – “schwarz und weiss”
05 (05) Nelly Furtado – “maneater”
06 (03) Gnarls Barkley – “crazy”
07 (02) Texas Lightning – “no no never”
08 (06) Lordi – “hardrock hallelujah”
09 (11) Bob Sinclair pres. Goleo VI/Gary “Nesta” Pine – “love generation”
10 (09) Goleo VI pres. Lumidee vs. Fatman Scoop – “dance!”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
– Frau Krause feat. Vanda – “wm kommt nach deutschland”
– Phoenix – “long distance call”

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