gwen stefani remixed. 1

Wie gelingt es, dass der popkulturjunkie einen Gwen-Stefani-Song hört und hört und hört…? Man muss ihn einfach nur remixen. Der 8 Minuten lange Jacques-Lu-Cont-Remix von “what you waiting for” ist ein absoluter Hammer! Und so viel besser als das Original.

viva in der “faz”. 0

“Schließlich kehre Viva mit einem auf ‘Dancefloor’ und ‘furzende Klingeltöne’ konzentrierten Programm wieder zu jenem Image zurück, das ihm einst als Stigma anhaftete: ‘Viva wird wieder der kunterbunte Plastiksender für dreizehnjährige Mädchen vom Land’.”

Erzählt nichts Neues, ist aber durchaus lesenswert, der “FAZ”-Artikel über Viva.

exzessive pietät. 9

Die deutschen Fernsehsender treffen gerade Programmentscheidungen, die nicht mehr nachvollziehbar sind. Ich zitiere aus einer ddp-Meldung von heute:

“Den geplanten zweiten Teil der Dokumentation ‘Die letzten Jahre der Dinosaurier’ unter dem Titel ‘Flucht vor der Monsterwelle’ will RTL zwar nicht aus dem Programm nehmen, hat den Titel aber geändert. Der Beitrag läuft nun unter dem Namen ‘Flucht auf die Insel’. Der für Sonntag vorgesehene Film ‘The Beach’ mit Leonardo DiCaprio wurde ganz gestrichen. RTL sendet stattdessen den Streifen ‘The Kid’.”

Noch schöner:
“‘Diesbezüglich sind wir im Moment sehr sensibel’, sagte Burchard Röver, Sprecher der ARD-Programmdirektion. Der Sender habe die kommenden sechs Wochen überprüft und beispielsweise die für den 23. Februar geplante Sendung ‘Abenteuer Zoo – Karibisches Dschungelbuch’ gekippt. ‘Das hat zwar nichts mit Südasien zu tun, zeigt aber doch die Schönheit der Natur und von Inseln und Sandstränden’, sagte Röver. Dies halte man derzeit nicht für angemessen. ”

Das ZDF will da natürlich mithalten:
“Das ZDF tauscht ebenfalls einige Programmpunkte. Die Kindersendung ‘Thailandmäuse’ am Samstagmorgen wird nicht ausgestrahlt.”

Unfassbar. Was bitteschön soll das den Flutopfern oder ihren Angehörigen bringen? Ist es nun etwa in den nächsten Monaten nicht mehr politisch korrekt, Sandstrände zu zeigen…?

charts (2005-01-03). 0

Die ersten Charts des neuen Jahres haben nur zwei Neu-Einsteiger. Ist halt nichts Neues erschienen, um Weihnachten herum. Gut für den popkulturjunkie, denn mit diesem kleinen folgenden Text ist er endlich mal wieder auf dem neuesten Stand in Sachen Chart-New-Entry-Kritiken. Hier sind die Neu-Einsteiger in die deutschen Singlecharts vom 3. Januar 2005:

73: The Cure – “taking off”
Wenn das Jahr so wird, wie der erste Charts-New-Entry, dann herzlichen Glückwunsch. Meine Band des Jahres 2004 mit einem der besten Stücke meines Albums des Jahres 2004. “taking off” ist ein absoluter Knaller, beinahe so gut wie die erste Single “end of the world”. Typischer Cure-Sound, ohne Alterserscheinungen. Ich hoffe, es wird in den nächsten Jahren noch viele viele neue Songs und Alben von Robert Smith geben. 9 von 10 Punkten.

52: Ashlee Simpson – “shadow”
Im Ausland ist die kleine Jessica-Simpson-Schwester Ashlee mittlerweile viel erfolgreicher als Jessica. Nicht ohne Grund. Zwar ist auch ihre Musik mieser Pop-Schleim, aber eben nicht ganz so mies wie das Jessica-Simpson-Gesinge. “shadow” ist etwas für Fans der neueren belanglosen Avril-Lavigne-Songs. 2 von 10 Punkten.

charts (2004-12-27). 6

Die folgenden Zeilen sind gefährlich für das popkulturjunkie-Image. 7 Punkte für die Nummer 1 der deutschen Charts! Aber da muss ich wohl durch. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 27. Dezember 2004:

94: Faithless – “miss you less, see you more”
Ach ja. Faithless. Was waren die mal groß. Und was haben die bei Live-Konzerten für Gänsehaut-Schauer verursacht. Und nun das. Immer langweiliger, immer uninspirierter, immer Fließband-mäßiger. Diese neue Single “miss you less, see you more” ist auch wieder so ein Fall. Völlig unspektakuläre Dance-Musik, die in das eine Ohr reingeht, dann schnell aus dem anderen wieder raus und auf dem kurzen Weg durch den Kopf nichts bleibendes hinterlässt. 2 von 10 Punkten.

82: Kristian Leontiou – “story of my life”
Und wieder so ein Act, der dank schlimmer Radiosender wie NDR 2, hr3 oder SWR 3 in die Charts gekommen ist. Der 22-jährige Engländer wurde angeblich vom Faithless- und Dido-Entdecker an die Öffentlichkeit gebracht. Und sein Pop-Geträller klingt auch ein bisschen wie die Musik von Dido. Nur, dass er nicht so gut singen kann. 2 von 10 Punkten.

79: Duncan James & Keedie – “i believe my heart”
Schlimme Entwicklung: Immer mehr untalentierte Sänger untalentierter Boybands überschwemmen auf Solopfaden die Charts. Duncan James stammt aus der Boyband Blue. Und für diesen Weihnachst-Schleim “I believe my heart” hat er sich mit irgendeiner Sängerin namens Keedie zusammengetan. Wer immer das auch ist. Letztlich auch egal. Der Song stammt noch dazu aus einem sicher ganz schlimmen Andrew-Lloyd-Webber-Musical namens “The woman in white”. So viel dazu. 1 von 10 Punkten.

76: Fatboy Slim – “the joker”
Immerhin ist mal wieder vernünftige Disco-Musik in die Charts eingestiegen. Möchte man meinen, wenn man den Namen Fatboy Slim hört. Dieser Track ist allerdings eine von Norman Cook aufgefrischte, überflüssige Coverversion vom 1973er-Hit der Steve Miller Band. Nötig gewesen wäre das nicht. Aber Fatboy Slim beschert es immerhin mal wieder einen kleinen Hit. 2 von 10 Punkten.

75: Geri – “ride it”
Ex-Spice-Girl Geri Halliwell heißt nur noch Geri und macht Musik, die klingt, als wolle sie Kylie Minogue kopieren. Zwar ist Kylies Musik ja mittlerweile auch eher belanglos, aber Geri unterbietet diese Belanglosigkeit ohne größere Probleme. Larifari-Pop zum Schnell-wieder-vergessen. 2 von 10 Punkten.

66: Thomas Schumacher – “tainted schall”
Thomas Schumacher ist bekannt als Chef von Elektrochemie LK, als Remixer der Chicks on Speed oder Monika Kruse. Hier hat er unter seinem eigenen Namen “tainted love” zerlegt, wieder zusammengefügt und mit modernen Elektrobeats unterlegt. Kann man machen, muss man aber nicht. 3 von 10 Punkten.

60: Michael Gray – “the weekend”
Michael Gray ist ein DJ. “the weekend” ein ziemlich tanzbarer, traditioneller Discosong. In England war ein großer Hit, hier ein kleiner. Gnaz okay. 4 von 10 Punkten.

57: Sonique on Tomcraft – “another world”
Sonique hatte vor einigen Jahren ein paar Sommerhits, u.a. “it feels so good”. Die etwas eingeschlafene Karriere soll nun mit Hilfe von DJ Tomcraft wieder etwas angekurbelt werden. Treibende Beats, etwas kühler Sonique-Gesang, keine Killermelodie. So wird das wohl nichts. 2 von 10 Punkten.

7: Söhne Mannheims – “und wenn ein lied”
Ich glaube, der Naidoo könnte ins Mikrofon furzen und die CD würde ein Hit werden. Alles, was er anfasst, steigt hoch in die Charts ein. Jetzt wieder mit den Söhnen Mannheims aktiv, ist diese neue Single ein mieser Schleim, der passend zu Weihnachten die Herzen derer berührt, die gerade keine Lust auf Pur haben. “und wenn ein lied meine lippen verlässt, dann nur, damit du liebe empfängst”. Ach wie schön. 2 von 10 Punkten.

1: Nu Pagadi – “sweetest poison”
Und bitte jetzt nicht auf den popkulturjunkie einschlagen. Manchmal hat er eben kleine Geschmacksverirrungen. Natürlich ist “sweetest poison” turbo-kommerziell. Und natürlich stammt es aus den Federn der schlimmen Herren Fahrenkrog-Petersen und Hilbert. Aber dennoch geht es seit Wochen nicht mehr raus aus den popkulturjunkie-Ohren. Und besser als der übliche Castingshow-Schleim ist es auch. Also: 7 von 10 Punkten.

schweigeminuten. 3

Das war schon außergewöhnlich, was da eben im Fernsehen ablief. 32 meiner 33 analogen deutschen Kabelsender unterbrachen ihr Programm, zeigten Bilder aus dem Katastrophengebiet, blendeten Spendenkonten ein oder zeigten das Schweigen an der Frankfurter Börse. Selbst 9 Live verzichtete mal für 3 Minuten auf die dämlichen Spiele und sämtliche Shoppingsender verkauften für 3 Minuten nichts. Der einzige Sender, der ganz normal weitersendete war Super RTL.

breaking news: schmidt rasiert. 2

Schon lustig, wenn es sogar eine Meldung wert ist, dass sich ein Mensch rasiert hat. Alle, die das, was sie da kurz vor Weihnachten im Ersten sahen, nicht ertragen konnten, können nun jedenfalls aufatmen. Harald Schmidt war beim Friseur. Und der Bart ist auch ab. (via focus.de)

charts (2004-12-20). 5

Was haben Mathias Reim und Bryan Adams gemein? Warum bekommen in dieser Ausgabe der popkulturjunkie-testet-Chart-New-Entries-Kolumne rekordverdächtige 7 Songs 0 Punkte? Und warum schämt der popkulturjunkie sich kein bisschen, dass er Peter Heppner mag? Lesen Sie weiter, dann erfahren Sie es. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 20. Dezember 2004:

96: Blink 182 – “always”
Ich hab aufgegeben, Blink 182 nicht gut zu finden. Jeder einzelne Song, den sie als Single auf den Markt werfen, überzeugt mich. Und das seit Jahren. “always” auch schon wieder. Fabelhafter Rock mit der unverwechselbaren Blink-182-Stimme und einer grandiosen Melodie. Kauft Euch Blink-182-Platten! 7 von 10 Punkten.

89: Reim – “jedes bild von dir (remix)”
Schon wieder Mathias Reim. War der nicht vor ein paar Wochen schon in den Charts? Hartnäckige Fans hat er ja. Hier krächzt er einen seiner typischen Schlager ins Mikrophon und geht dabei fast 4 Minuten lang nur auf den Sack. Und irgendwie klingt er diesmal, als wäre er bei der Aufnahme besoffen gewesen. 0 von 10 Punkten.

86: Lutricia McNeal – “promise me”
Und wenn nach Herrn Reim Frau McNeal singt, fällt am Beginn des Songs gar nicht auf, dass es nicht mehr das Lied von Herrn Reim ist. Für “promise me” spricht das nicht. Schlimm-schmalziger Schnulzen-Pop, wie er auch von Alexander Klaws stammen könnte. 1 von 10 Punkte.

77: Marianne Rosenberg – “er gehört zu mir”
Und wäre dieses Stück nicht grausame Wahrheit, man hielte es für einen üblen Scherz. Nicht, dass das schlimme Original ausreichen würde, nein, Frau Rosenberg muss auch noch eine neue Version aufnehmen, die noch tuntiger klingt. Die Schwulen des Landes haben es ihr gedankt und sie mal wieder in die Charts gehievt. 0 von 10 Punkten.

73: Milù mit Kim Sanders & Peter Heppner – “aus gold”
Man muss auch mal peinliche Lieblingslieder haben. Und ich hab mich ja vor einigen Wochen schon geoutet, dass “aus gold” bei mir dazugehört. Dieser Song für einen guten Zweck ist natürlich sehr schlageresk, sehr schmalzig, aber dennoch ein Track, der nicht mehr aus dem Kopf geht. Und wenn Peter Heppner anfängt zu singen, kriegt er mich immer noch nach wenigen Sekunden. Das war 1991 so (“the sparrows & the nightingales”) und das ist auch diesmal wieder so. Für folgende Wertung schäme ich mich kein bisschen: 7 von 10 Punkten.

68: Bryan Adams – “flying”
Schämen sollte sich jedoch Bryan Adams. Und das schon seit vielen Jahren. Dafür, dass er immer wieder solch scheußliche Platten aufnimmt. Die hier klingt, als sei sie lediglich zu einem Zweck komponiert worden: um auf einen Kuschelrock-Sampler zu kommen. Erschreckend schlimmes Geseiere für Menschen ohne Musikgeschmack. Und spätestens nach dieser Nummer steht fest: Bryan Adams ist mittlerweie kein bisschen cooler mehr als Mathias Reim. 0 von 10 Punkten.

54: Bushido – “nie wieder”
Da ist es ja beinahe schon eine Wohltat, Neues von den Pseudos zu hören. Die Pseudo-kredibilen deutschen Hip-Hop-Spackos, diesmal wieder in Person von Bushido. Aber eben nur beinahe, denn wenn man Worte wie diese – “ich war der erste mit nem ständer im sandkasten” – hört, ist die Wohltat schnell wieder zu Ende. 0 von 10 Punkten.

53: E Nomine – “vater unser part ii (psalm 23)”
Eigentlich ist es ja ziemlich cool, einen Song “vater unser part ii” zu nennen. Schließlich hat auch immer noch niemand eine Fortsetzung der Bibel geschrieben. Aber wenn der Song losgeht, ist alle Coolness schnell vorbei. Eine weibliche Stimme, die im Opern-Casting durchgefallen ist, dazu die Synchronstimme von Robert de Niro, die das Vater-Unser und den Psalm 23 aufsagt. Das war vor Jahren vielleicht noch originell, jetzt aber überhaupt nicht mehr. 0 von 10 Punkten.

47: Aventura – “cuando volveras”
Da gab es doch vor einiger Zeit diesen Hit “obsesion”. Und jetzt nehmen die vier Deppen einen weiteren Song auf, dessen Melodie 1:1 wie die von “obsesion” klingt. Kreativ ist das nicht. 0 von 10 Punkten.

24: Robbie Williams – “misunderstood”
Ach, Robbie. Was machst du nur? Oder besser gesagt: Was macht Stephen Duffy mit dir? Diese neuen Songs, weit entfernt von dem, was du noch vor Jahren veröffentlicht hast. So mittelmäßig. “misunderstood” klingt am Anfang wie der Titelsong zu einem Western, dabei stammt er doch vom “Bridget Jones”-Soundtrack. Und in der Folge der 4 Minuten ist er so dermaßen einschläfernd und schnulzig, dass man sich allmählich ernste Sorgen um deine Karriere machen muss. Schade, das. 2 von 10 Punkten.

18: Kylie Minogue – “I believe in you”
Und dann auch noch Kylie Minogue, die den Höhepunkt ihrer Karriere auch schon weit hinter sich gelassen hat. Diese neue Single klingt, als sei sie die Titelmelodie zu “Heidi” oder einer anderen japanischen Zeichentrickserie. Besser als der Robbie-Schmalz ist sie dennoch. Aber nur knapp. 3 von 10 Punkten.

17: K.Maro – “femme like u”
Bei diesem Herren musste ich mich erst kundig machen, um wen es sich eigentlich handelt. K.Maro heißt eigentlich Cyril Kamar, stammt aus dem Libanon und ging dann über Frankreich nach Kanada. Und dort nimmt er nun französischen Rap auf. Hätte er mal besser sein lassen. Dank schlimmen Radiosendern wie NDR 2 und SWR3 kommt der Kram jedenfalls nun auch nach Deutschland. Mainstream-Hip-Hop der übelsten Sorte. Könnte auf einen Kuschelrap-Sampler kommen, wenn es sowas gäbe. 1 von 10 Punkten.

12: Schnappi – “schnappi, das kleine krokodil”
Was für ein seltsamer Hype. Da steigt ein Kinderlied auf Platz 12 der Charts ein, hat mittlerweile sogar Platz 1 erobert. Ich könnte mich jetzt darüber beklagen, was erwachsene Menschen dazu bringt, Geld für solche Kinderlieder auszugeben. Aber das tu ich nicht. Denn es ist ja schon süß, dieses Liedchen, äußerst süß und sympathisch. Hauptsache, DJ Ötzi nimmt jetzt keine neue Version auf. 6 von 10 Punkten.

11: Jeanette – “the infant light”
Irgendwie hab ich den Eindruck, Frau Biedermann veröffentlicht ihre Singles mittlerweile im Wochen-Rhythmus. “the infant light” sollte wohl passend zu Weihnachten sein. Warum sonst gröhlt ein Kinderchor die unerträgliche Melodie mit? Und warum säuselt Jeanette irgendwas von “it’s christmas time”. Dann doch lieber Band Aid. 1 von 10 Punkten.

7: Scooter – “one (always hardcore)”
Endlich mal wieder ‘ne neue Scooter-Platte. Zwischendurch konnten sich Fans ja schon davon überzeugen, dass Scooter-Schreihals H.P.Baxter neben dem Nicht-Singen-Können auch das Nicht-Thomas-Bernhard-Texte-Vorlesen-Können perfekt beherrscht. Aber jetzt versucht er es zum Glück wieder mit seinem Haupt-Nicht-Talent. “yeaaaaaah. I feel hardcore. always hardcore. all right. one world. one people. one music. one mc….” Ach, ist das schön. Und die Melodie erst, die man einfach nicht mehr aus seinem Kopf herausbekommt (aaaaaaahhhhhhhh!!!!!). 0 von 10 Punkten.

popkultur 2004 (4). 0

2004 ist noch lange nicht zu Ende. Zumindest auf der popkultur-2004-Seite nicht. Dort finden sich nun auch die Kritiker- und Leserpoll-Listen aus “spex” und dem “Rolling Stone”.

abteilung klatsch und tratsch. 2

Da schaltet man aus Versehen in “Beckmann” rein und erfährt, dass Thomas Hanreich (thom.) mit Miriam Pielhau zusammen ist. Sachen gibt’s…

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