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popkulturjunkie gibt bekannt: Ich hab ein Auto! Ein Auto! Nach drei Jahren Abstinenz bin ich rückfällig geworden und nenne endlich wieder ein Kraftfahrzeug mein Eigen. Morgen geht’s dann mit ein paar Freunden zum sicher grandiosen Southside-Festival. Und hinterher gibt’s hier die große Southside-Nachberichterstattung. Schönes Wochenende allen popkulturjunkie-Lesern. Ich werd es haben :-)

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Warum gibt es hier in letzter Zeit fast nur noch melancholische Songtext-Zitate und kaum noch Popkultur-Neuigkeiten? Zwei Gründe gibt’s dafür. Der eine ist zu privat, der andere hat mit meinem Job zu tun. Zwar möchte ich mein popkulturjunkie-Dasein und meinen Beruf eigentlich trennen. Aber ich zitiere mal die “Frankfurter Rundschau” von morgen, vielleicht versteht Ihr dann etwas besser, wie es mir geht:

“In schwerer See
Auch der renommierte Branchendienst “Kress-Report” muss sich in der Medienkrise neu erfinden
Von Rolf Karepin

Die Exklusivmeldung hält 45 Minuten – genauso lang wie eine Halbzeit im Fußball. Redakteur Jens Schröder, bekennender Bayern-Fan und Fernseh-Experte beim Heidelberger Kress-Report, hat die heiße News am vergangenen Mittwoch Mittag als erster: Die Pro Sieben Sat1 Media AG kauft die TV-Rechte an der Champions League.

Die Blitzmeldung geht sofort raus über SMS und E-Mail-Verteiler. Prompt hallt das Medien-Echo durch den Blätterwald: Der dpa-Ticker nennt Kress als Quelle. Die offizielle Bestätigung von Senderseite kommt eine dreiviertel Stunde später. Und tags drauf findet sich der Name des kleinen Insider-Fachblatts für Medienthemen mal wieder in diversen Zeitungen zitiert. 1 : 0 für Kress, die Medien-Mannschaft im gelbschwarzen Trikot.

So läuft das. Wenn’s läuft. Mit seinen rund 2300 Heft-Abonnenten – fast allesamt Entscheider in der Verlags-, Sender- und Werbeszene – und sechsstelligen monatlichen Besucherzahlen auf der Website kann der kleine konzernunabhängige Fachdienst immer wieder eine beachtliche Welle machen. Man erreicht ja Multiplikatoren, Leitwölfe im Revier der Aufmerksamkeits-Ökonomie. Selbst Harald Schmidt hat in seiner Show mal ein paar launige Zeilen aus dem Kress verlesen.

Doch neuerdings machen die Heidelberger Medienberichterstatter eher anderweitig von sich reden: Die branchenweite Krise, die in allen Facetten zentraler Berichtsgegenstand des Blattes ist, trifft auch den Kress Report. Von dramatischem Anzeigenschwund ist die Rede, Kurzarbeit und Entlassungen, gar von mittelfristig drohender Zahlungsunfähigkeit. Ende Mai musste Thomas Wengenroth, Geschäftsführender Alleingesellschafter und Chefredakteur, seiner ohnehin leidgeprüften Truppe bittere Exklusiv-Infos verkünden: Die Anzeigenerlöse im Frühjahr sind eingebrochen. Sieben Mitarbeiter, darunter drei Redakteure, müssen daher gehen. Nur noch zehn Leute bleiben an Bord.

Eine akute Bedrohung für den Kress Report will Inhaber Thomas Wengenroth nicht bestätigen. Aber so viel immerhin: “Wir segeln in schwerer See.” Dank verschärfter Kostendisziplin habe der Verlag 2002 noch Gewinne erwirtschaftet, sagt Wengenroth. “Aber der erneute Einbruch in diesem Frühjahr hat uns kalt erwischt: 35 Prozent Minus beim Anzeigenumsatz gegenüber Vorjahr, das ist ein brutaler Aderlass.” Im Übrigen liege Kress damit allerdings genau im Markttrend der Kommunikationsfachtitel.

Um sein Unternehmen von den Launen der Werbekonjunktur unabhängiger zu machen, will Wengenroth das Online-Angebot im Abo-Verbund mit Print kostenpflichtig machen. Im August wird das Gesamtpaket neu geschnürt: Das gedruckte Heft kommt dann nur noch zweiwöchentlich mit mehr Hintergrund. Und die Redaktion kann dank reduzierter Printproduktionslast mehr heiße News auf die kostenpflichtige Website schaufeln. Diese strategischen Überlegungen seien “nicht aus der aktuellen Not geboren”, betont der Verleger, “daran haben wir schon eine ganze Weile getüftelt.”
Klar ist auch: Die Umstellung der Produktionsabläufe und ein neues Redaktionssystem kosten Geld. Und das ist knapp. Somit stellt sich die Frage: Wäre der Kress Report mit seinen etwas mehr als zwei Millionen Euro Jahresumsatz in einem größeren Konzernverbund nicht krisensicherer verankert ?

Übernahmeangebote und Verkaufsgespräche hat es gegeben, bestätigt Wengenroth. Namen zu nennen oder zu kommentieren, verbietet ihm freilich die branchenübliche Diskretion. Ebenso branchenübliche Indiskretionen aus anderen Quellen rücken unter anderem Adressen wie den Deutschen Fachverlag (Frankfurt) oder die Ebner-Fachverlage (Ulm) in den Kreis der potenziellen Käufer. Aber egal, denn bisher trennten sich die Verhandlungsparteien stets ohne Tinte auf Verträgen. “Warum man nicht zusammenkam, schwer zu sagen, das kriege ich auch nicht detailliert erzählt”, so lauten Wengenroths eigene Angaben. Man darf aber vermuten, dass Kaufpreis und Konditionen nicht gestimmt haben.

Als im zweiten Quartal weder ein Werbeaufschwung noch ein Großinvestor in Sicht kommt, wird die Luft dünn im fünften Stock des sechseckigen Bürotrakts in Heidelberg-Rohrbach Süd. Extrem dünn. Das unschöne Wort “Mietrückstand” macht die Runde auf den teakholzgetäfelten Verlagsfluren, die bange Frage nach drohender Insolvenz drängt sich auf. Und die Mitarbeiter üben sich in Galgenhumor: “Man freut sich ja schon, wenn man auf den Lichtschalter drückt, dass tatsächlich noch Licht angeht”, sagt ein Ressortleiter, “aber solange Rechner und Telefon noch funktionieren, bleiben wir am Ball.”
Dann präsentiert Wengenroth zeitgleich mit der jüngsten Hiobsbotschaft über Personalabbau eine Lösung für das unmittelbare Liquiditätsproblem: Einige Investoren – Privatleute aus dem Rhein-Neckar-Raum – würden Kapital in sechsstelliger Höhe zuschießen. Über die Namen bewahrt er eisernes Stillschweigen.

Nicht einmal der Blattgründer und Herausgeber Günther Kress kennt die Personalien. Er weiß nur, dass der Mannheimer Steuerberater Ansgar Brendel mit von der Partie ist. Der half bereits 1996, die Finanzierung für die Übernahme des Kress Reports durch Wengenroth und seinen früheren Kompagnon Peter Turi einzutüten. Den Ausstieg von Turi im Jahr 2000 hat er auch vertragstechnisch gemanagt. Somit keine Überraschung, dass er bei den nun anstehenden Transaktionen involviert ist. Mit Treuhänderkonstruktionen und atypisch stillen Beteiligungen lässt sich manches drehen, was nicht im Bundesanzeiger und Handelsregister auftauchen muss. Aber spätestens, wenn GmbH-Anteile den Besitzer wechseln, muss Wengenroth seinen Mitarbeitern erklären, wem der Laden künftig gehört. Denn auf der Firmenhomepage hat er angekündigt, dass er bis zu 60 Prozent der Verlagsanteile abtreten wolle.

Sollte der diskrete Deal nicht zustande kommen, hängt alles weitere von den Hausbanken ab. Eventuell bewegt ein neuer Businessplan mit Online-Abo und verschlankten Unternehmensstrukturen die beiden Institute, den Kredithahn doch nochmal aufzudrehen. So dass das Überleben bis Februar gesichert wäre, wenn das Geld für die Jahresabos in der Schatulle ist. Aber die Saison 2004 ist noch weit. Die dezimierte Kress-Mannschaft jedenfalls kickt nach wie vor mit Herzblut. Denn das nächste Spiel ist immer das schwerste.”

Anmerkung vom popkulturjunkie: Drei meiner vier besten Freunde bei kress müssen gehen. Vielleicht erklärt das meine ab und zu etwas melancholische Stimmung. popkulturjunkie.de wird jedoch wieder richtig leben. Versprochen!

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Selbstbildnis vom popkulturjunkie mit Hilfe des lustigen South Park Character Generators ;-)

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Dido – Honestly ok

I just want to feel safe in my own skin
I just want to be happy again
I just want to feel deep in my own world
but I’m so lonely I don’t even want to be with myself anymore
On a different day if I was safe in my own skin
then I wouldn’t feel so lost and so frightened
But this is today and I’m lost in my own skin.

And I’m so lonely I don’t even want to be with myself anymore.

I just want to feel safe in my own skin
I just want to be happy again.

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“Es gibt Leute, die sind so wichtig, dass man keine Lust verspürt, kurze Konversation mit ihnen zu betreiben. Wenn man mit ihnen redet, will man die ganz großen Sätze sagen, weil sie nichts anderes verdient haben als die Erklärung von Freundschaft.” (Thees Uhlmann/Tomte in den Liner Notes zu “Die Bastarde, die dich jetzt nach Hause bringen!”)

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“Und wir sehen hier jetzt den neuen Moloko-Clip, wo mir doch glatt der Titel entfallen ist. Verdammte Ficke.” (Charlotte Roche)

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“just cos you feel it doesn’t mean it’s there” (Radiohead)

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Und nun zum 28. Mai und damit zu Thees. Mit “Thees, Du bist der Größte!” war natürlich Thees Uhlmann gemeint, der großartige Buchautor, Label-Gründer und Tomte-Chef. Denn auch Tomte haben den Weg nach Heidelberg gefunden um einen großen Haufen Musik-Verrückter mit ihren grandiosen Kompositionen zu verwöhnen. Schwerpunkt war natürlich das neue Album “Hinter all diesen Fenstern“, das im Übrigen meiner Meinung nach das wichtigste deutsche Album der letzten Jahre ist. Melodien vom Feinsten und Texte zum Rauf- und Runter-Zitieren. Aber zurück zum Konzert: Neben dem Schwerpunkt Neues Album gab es auch alle “Hits” aus den früheren Zeiten, also “Korn & Sprite”, etc. Und Tomte hatten richtig Spaß beim Konzert. Sie sprühten vor Spiellaune, hatten lustige Ansagen zwischen den Songs und waren so begeistert vom Publikum, dass sie bald wieder nach Heidelberg zurückkommen wollen. Auch ich muss sagen, dass ich im Karlstorbahnhof selten eine so gute Stimmung erlebt habe. Lustigerweise ergab sich nach dem Konzert noch die Gelegenheit, ein paar Biere mit Thees zu trinken. Und da haben sich alle Vorurteile gegen den Mann bestätigt. Er ist wirklich ein sehr intelligenter und extrem sympathischer Kerl. Also: Thees, Du bist der Größte! Und komm bald wieder nach Heidelberg.

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Am Dienstag hat mir eine der coolsten Bands Englands, The Cooper Temple Clause, das Reinfeiern in meinen Geburtstag versüßt. Erstaunlich, wieviele großartige Bands in letzter Zeit doch den Weg in diese Rhein-Neckar-Dreieck-Region finden. Cooper Temple Clause war in den vergangenen Monaten vollkommen zu Recht DER Hype im NME. Viele Titel-Geschichten, zahllose Artikel und News über noch so kleine Gegebenheiten rund um die Band. Das Konzert im Heidelberger Karlstorbahnhof war dann auch extrem gut. Cooper Temple Clause haben fast das komplette fabelhafte “See this through and leave“-Album gespielt und ab und zu ein paar Songs aus dem nächsten, im September erscheinenden Werk. Den Stil der Band in eine Schublade einzuordnen ist verdammt schwer. Sie spielen eine Art Elektro-Pop-Rock mit sehr vielen Anleihen aus verschiedenen Stilrichtungen. Wenn Oasis mit der Zeit gegangen wären, würden sie vielleicht heute so klingen wie Cooper Temple Clause. Die Show selbst war auch äußerst gelungen. Sehr harte Gitarren und Drums, ein Sänger in Top-Form, ein Gitarrist, der komplett ausgeflippt ist und auf der Bühne getobt hat wie kein Zweiter und eine Band, die wirklich cool im Sinne von cool war. Natürlich keine Zugaben, wie es sich gehört, wenn man cool sein will. Wer die Gelegenheit hat, die Band noch irgendwo live zu sehen, sollte es machen. Es lohnt sich absolut. Auch die lustige schwedische Vorgruppe Whyte Seeds war sehr nett. Auch wenn sie musikalisch nicht so komplett zu Cooper Temple Clause gepasst hat, aber egal…

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Endlich einmal wieder eine Zeitschrifteninnovation, die den Namen verdient. Es steht schon lang fest, dass die ehemaligen “jetzt“-Leute um Timm Klotzek für den “stern” ein neues Magazin entwickelt haben. Nun steht auch endlich der Name fest: “Neon” wird die Zeitschrift heißen, die vorher unter dem Arbeitstitel “Projekt Name” lief. Motto des inoffiziellen “jetzt”-Nachfolgers: “Eigentlich sollten wir erwachsen werden.” Zielgruppe: 20- bis 30-Jährige, die “wissen, dass ihre Jugend vorbei ist, aber hoffen, dass der Ernst des Lebens noch lange auf sich warten lässt.” Auf der Website können bereits jetzt vier Kolumnen aus der Startausgabe gelesen werden: Die Fühlen-Kolumne von Theresa Bäuerlein, die Sehen-Kolumne von Matthias Kalle, die Wissen-Kolumne von Friederike Knüpling und die Kaufen-Kolumne von Charlotte Grace Roche. “Neon” erscheint am 23. Juni an allen Kiosken und kostet 2,50 Euro. Und jeder, wirklich jeder, der neugierig auf “Neon” ist, sollte es auch kaufen. Denn: “Neon” ist ein Test. Und nur, wenn der Test erfolgreich verläuft, wird das Magazin regelmäßig (eventuell monatlich) erscheinen. Viel Glück, “Neon”!

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