Archive for October, 2005

tv-start-kritik 2005/132: “liebesleben”. 0

“LiebesLeben” / Sat.1 / Ladykracher TV / dienstags, 22.15 Uhr / Start: 25. Oktober 2005

Ich war recht gespannt auf diese neue Sat.1-Comedyserie – spätestens nach der äußerst positiven Stefan-Niggemeier-Kritik in der Dienstags-”F.A.Z.”. So richtig in Begeisterung ungewandelt hat sich diese Spannung nach dem Ansehen der ersten beiden Folgen jedoch nicht. Die Serie ist okay, aber nicht besonders oder grandios. In “LiebesLeben”, produziert von Anke Engelkes Firma Ladykracher TV, geht es um Beziehungsstress und Single-Leid von sechs Großstadtmenschen um die 30, gespielt von recht guten Darstellern. Dabei ist die Serie allerdings keine flache Sitcom mit Pointen-Überfluss, sondern eher ein Programm in der Schnittmenge zwischen Comedy und Drama. Wie gesagt: okay, aber nicht weltbewegend. 6 von 10 Punkten.

sourcecode. 10

Schöne Aktion, übrigens.

“neidblogging”. 0

Sehr lesenswert: Robert Basic macht sich Gedanken über die deutsche Blogosphäre und schreibt dabei ein paar sehr wahre Sätze auf.

tocotronic-podcast. 0

Für alle Tocotronic-Fans (andere wird es kaum interessieren) gibt es nun den “Best-of-Tocotronic-Podcast”. In elf Folgen wird die Geschichte der Band erzählt. Mit Sprach-Schnipseln aus der Band-Historie, kleinen Musik-Ausschnitten und anderem. Recht nett. Hier sind die mp3-Deeplinks zum Teaser und der ersten Folge:

Teaser
Folge 1: Erste Single und Plattenvertrag

Den Rest bekommt ihr dann künftig auf dieser Seite. (via nicorola)

noch ein programmhinweis. 10

Ab heute, 22.30 Uhr, gibt’s im WDR Fernsehen neue “Dittsche”-Folgen.

programmhinweis. 0

Für alle Spätwachbleiber: Im WDR Fernsehen startet gerade “Die lange Dittsche Nacht”. Gibt zwar nur Wiederholungen, dafür aber drei Stunden lang.

konzertplanung. 10

Kleines Update meiner “on tour”-Planung (auch wenn es keinen außer mich interessieren wird): Zu Madsen konnte ich nicht gehen, weil ich arbeiten musste, dafür werde ich mir in der kommenden Woche die pöbelnden Gallagher-Brüder in Frankfurt anschauen und am 22. November steht nun Nada Surf statt Phillip Boa auf dem Programm.

charts (2005-08-29). 4

Irgendwann muss es ja mal weitergehen mit den Charts-Kritiken. Also hab ich mich aufgerafft und die im Urlaub in einem ICE angefangenen Kritiken vervollständigt. Hier sind sie also: die Neueinsteiger der deutschen Single-Charts vom 29. August 2005. Die mit dem Song. Von dieser Band. Ihr wisst schon…

2005-08-29:
90: Nine Inch Nails – “only” / Video
Die zweite Single aus dem neuen Nine-Inch-Nails-Album. “only” ist ein okayer Elektro-Popsong, weitgehend ohne übertriebene Härte und ohne Killer-Melodie, aber okay allemal. 6 von 10 Punkten.

87: Zoo Gang – “i like to move it” / Video nicht verfügbar
Die wenigsten Kids, die sich diese grauenhafte Coverversion im Kirmestechno-Dicke-Hose-Rap-Mantel gekauft haben, werden wissen, dass der Song Mitte der 90er ein grosser Hit war. Damals hat auch ein niedersächsischer Abiturient, der sich heute dafür schämen würde, fröhlich betrunken mitgegröhlt. Heute kennt man den Song vornehmlich aus der Klingelton-Werbung. Schlimm. 1 von 10 Punkten.

86: Kane – “something to say” / Video
Keine Ahnung, wer Kane sind. Dazu fehlen mir hier im ICE die Recherche-Instrumente. Der Song ist auf jeden Fall ein mittelmäßiger Poprocksong ohne großartige Melodie, der wie eine seltsame Mischung aus den Manic Street Preachers und Sasha klingt. 4 von 10 Punkten.

82: Goldfrapp – “ooh la la” / Video
Auch wenn ich Alison Goldfrapp nie mehr live sehen möchte, weil sie eine der ekelhaftesten Diven ist, die man sich vorstellen kann, so hat sie mich mit ihrer Musik ein weiteres Mal überzeugt. “ooh la la” ist ein typischer Goldfrapp-Song mit hohem Ohrwurmfaktor, hoher Tanzbarkeit und hohem Unterhaltungswert. 7 von 10 Punkten.

78: Iron Maiden – “the trooper” / Video nicht verfügbar
Unfassbar. Jetzt steigt schon wieder ein Iron-Maiden-Klassiker als Wiederveröffentlichung in die Charts ein. Gefühlte 25 Jahre alt ist “the trooper”, klingt aber noch frischer als so mancher aktueller Vertreter des altmodischen Metal-Genres. 5 von 10 Punkten.

72: Deep Dish – “say hello” / Video
Noch etwas Altmodisches. Zwar nicht ganz so angestaubt wie Heavy Metal, aber so richtig modern ist Vocal-Trance definitiv auch nicht mehr. An “say hello” nervt aber weniger diese Angestaubtheit, als viel mehr die zu hohe weibliche Stimme, bei der man Angst um seine Weingläser haben muss. 3 von 10 Punkten.

68: Lucylicious – “the other side” / Video
Passend zu ihrer angeblichen Liebe zu Juliette Schoppmann singt Lucy von den Ex-No-Angels “take me to the other side”. Ich wünsche der Liebe viel Glück. Hoffentlich bleibt dann keine Zeit mehr für solche südosteuropäisch klingenden Schlager. 3 von 10 Punkten.

64: DJ Sammy – “why” / Video
Der unvermeidliche DJ Sammy, der sich in jedem Sommer wieder zurückmeldet, covert Annie Lennox, fügt “why” aber nichts hinzu, was gefehlt hätte. Er lässt das Popliedchen einfach nur nachsingen, mischt seine Beats drunter und fertig ist der Weichspülgang fuer die Lautsprecherboxen. 2 von 10 Punkten.

62: Alcazar – “start the fire” / Video nicht verfügbar
Man ahnt bereits in den ersten Sekunden, dass einem nichts Gutes bevorsteht. Schleim-House aus der Schwulendisco. Doch als dann auch noch “we didn’t start the fire” ertönt wird das ganze Ausmaß klar. Der unangefochtene Tiefpunkt dieser Woche. 0 von 10 Punkten.

50: Schulmädchen – “hook me up” / Video
Ein Song aus der Abteilung Skurilitäten der Tonträgerindustrie. Die Hauptdarstellerinnen der inzwischen abgesetzten RTL-Comedyserie “Schulmädchen” singen nun auch noch. Der Song ist nüchtern betrachtet gar nicht so schlimm. Gesanglich zwar nur Regionalliga, aber insgesamt ein Popliedchen, dass etwas nach den früheren Spice Girls klingt. 4 von 10 Punkten.

47: Juli – “warum” / Video nicht verfügbar
Als ich neulich im Urlaub kurzzeitig im Auto unterwegs war, lief “warum” zweimal innerhalb einer Stunde auf demselben Sender. Letztlich passt das Stück auch genau dahin, ein unspektakulärer Poprocksong mit netter Melodie. Eine zweite “perfekte Welle” werden Juli aber sicher nie reiten können. Und nach der nun vierten Single aus dem Debütalbum ist es dann auch mal Zeit für neues Material, oder? 5 von 10 Punkten.

41: Die Happy – “big big trouble” / Video
Die Happy mag ich nicht. Da verhält es sich ähnlich wie mit den verschiedenen Guano Apes. Als ich allerdings einst auf dem Southside-Festival Marta Jandova rocken sah, war ich schon begeistert, das muss ich zugeben. Mit den dabei geschossenen Fotos, die inzwischen nicht mehr online sind, habe ich damals fast das Trafficlimit meines Providers überschritten. Nun sind sie mit einer neuen Single wieder da. “big big trouble” hat mit einstigem Crossover nicht mehr viel gemein. Eher wird in Richtung Hard Rock musiziert, mit leichten Anleihen bei Garbage und fehlender Ohrwurm-Melodie. 4 von 10 Punkten.

38: Good Charlotte – “we believe” / Video
Noch eine vierte Single eines Albums. Die Pop-Pseudo-Punks Good Charlotte schmalzen wieder ihre Teenie-Mädchen-Fanbase zu. Mit Punk hat “we believe” wieder einmal überhaupt nichts zu tun, eher klingt es wie ein Mix aus a-ha und Evanescence. 4 von 10 Punkten.

32: Akon – “belly dancer (bananza)” / Video
Der Afrikaner Akon war mit “lonely” wochenlang auf der 1 in Deutschland. Löblicherweise bringt er nun keinen Me-too-Nachfolger auf den Markt, sondern ein völlig anders klingendes Stück. “belly dancer” ist zwar kein Meisterwerk der Popkultur, aber für ein Hip-Hop-Stück relativ hörbar und mit netten Sound-Gimmicks angereichert. Insgesamt aber etwas zu schleimig. 3 von 10 Punkten.

31: Mandy & Randy – “b-b baby (kiss me and repeat)” / Video
Klingelton-kompatibler Schlager für Kinder. Verantwortlich für diesen Schmutz ist Mark’Oh, den ich in einer verirrrten Kommerztechno-phase Anfang der 90er mal ganz gut fand. Vorbei, diese Zeiten. Warum Herr Oh aber solch riesigen Schlagermüll produziert, der von computer-animierten Koboldmännchen “gesungen” wird, bleibt sein Geheimnis. Naja, irgendwoher muss das Geld für die täglichen Brötchen ja kommen. 0 von 10 Punkten.

16: The Black Eyed Peas – “don’t lie” / Video
Die Black Eyed Peas, die sich mit ihrer Hinwendung zum puren Kommerz nicht nur Freunde gemacht haben, kommen mit dem “don’t phunk with my heart”-Nachfolger. Der klingt recht ähnlich (“no no no no”), lässt jedoch die Killermelodie vermissen und geht somit im Blackmusic-Allerlei unter. 3 von 10 Punkten.

01: Tokio Hotel – “durch den monsun” / Video
Über den Song und die Band habe ich an anderer Stelle schon einiges geschrieben. Wenn man mal all die aufgestauten Aggressionen weglässt, bleibt ein gefälliger Popsong, der klingt, als stamme er von Lukas Hilbert, und der nicht wegzudiskutierende Ähnlichkeiten zur “perfekten Welle” aufweist. Eine andere Band, vielleicht englisch gesungen, etwas rockiger und er könnte auch älteren Zielgruppen gefallen. Der Kleiner-Junge-Gesang macht das aber zunichte. 4 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 29. August 2005:
01 (–) Tokio Hotel – “durch den monsun”
02 (01) Juanes – “la camisa negra”
03 (03) Die Firma – “die eine 2005″
04 (02) US 5 – “maria”
05 (04) Ilona – “un monde parfait”
06 (08) Kelly Clarkson – “since u been gone”
07 (14) Ciara feat. Ludacris – “oh”
08 (06) DJ Tomekk – “jump, jump (dj tomekk kommt)”
09 (05) Banaroo – “space cowboy”
10 (18) Ich + Ich – “dienen”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Basement Jaxx feat. Lisa Kekau – “u don’t know”

diskussionsbeitrag. Comments Off

Manche Blogger nehmen sich einfach zu wichtig.

gez.,
“Der Nadeljunge”

morgendliche verblüffung. 1

Du weißt, dass der Wind gut steht, wenn du in einem Konferenzraum in Heidelberg-Rohrbach die Motorengeräusche des DTM-Finals vom Hockenheimring hörst, der (Luftlinie) 11 Kilometer entfernt ist.

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