Archive for November, 2005

verprügelt und verhaftet. 3

Lustige Geschichte vom Rande der Castor-Proteste: Polizisten, die sich gegenseitig verprügeln, dabei von Demonstranten beschützt werden und sich anschließend auch noch gegenseitig verhaften wollen. Nachzulesen hier. (via lawblog)

dietmar wischmeyer. 2

Einen kleinen Besuch in meiner alten Studenten-Heimat Göttingen dazu genutzt, einer Lesung von Dietmar Wischmeyer beizuwohnen. Brachial-Humor vom Feinsten, den aber wohl nur Menschen wirklich verstehen, die aus der niedersächsischen Provinz stammen (oder etwas mit dem Begriff “Frühstyxradio” anfangen können). Wer keine Gelegenheit hat, die Lesungsreise zu besuchen, sollte sich den Mitschnitt auf Doppel-CD anhören. Wirklich lohnenswert.

die luftnummer. 9

“TV Spielfilm”: “packende Mischung aus Polit- und Liebesdrama mit Starbesetzung”
“TV Movie”: “Ein hochemotionales Stück Zeitgeschichte. Der TV-Hammer des Jahres”
“TV Digital”: “Der TV-Hit des Jahres”
“TV Today”: “Sat.1 zeigt’s allen – auch den amerikanischen Studios”
“TV direkt”: “Ganz großes Gefühlskino auf Historien-Fundament”
“Hörzu”: “mitreißender Zweiteiler”
“Gong”: “ohne Pathos und mit Liebe zum Detail”

Kann man TV-Zeitschriften eigentlich überhaupt noch ernstnehmen? In diesem Fall zumindest nicht. Folge 1 der Sat.1-”Luftbrücke” war ein völlig überproduzierter Film mit einer Konsalik-artigen Liebesgeschichte, dummen Dialogen und mehr Pathos als die schlimmsten Hollywood-Filme. Auf solche TV-”Events” kann ich getrost verzichten.

regener-blog, die zweite. 1

Sven Regener, Autor und Element-of-Crime-Chef, bloggt ab 1. Dezember wieder. Diesmal bei Zuender, dem “Jugend”-Ableger von zeit.de. (via del.icio.us-Links vom Herrn ix).

film: “The descent – abgrund des grauens”. 6

Mein Hang zu gut gemachten Horror-Schockern ist kein Geheimnis. Klare Sache also, dass ich den selbst in Mainstream-Medien mit guten Kritiken bedachten Film “The Descent” sehen musste.

Ein paar Frauen unternehmen alljährlich einen Abenteuer-Trip. Mal gehen sie zum Rafting oder wie diesmal, auf eine Klettertour in einer unterirdischen Höhle. Obwohl sie nach dem letzten Ausflug Mann und Tochter verloren hat, nimmt auch Sarah daran teil. Die sechs Frauen klettern also durch ein Loch in die unteridische Höhle, verirren sich dort und merken irgendwann, dass sie nicht allein sind. Ein paar degenerierte, von der Evolution nicht gerade vorteilhaft behandelte Wesen tauchen auf und verbreiten Terror. Nicht allerdings aus bösem Willen, sondern weil sie Hunger haben. Die – irgendwie wie die bösen Brüder und Schwestern von Gollum aussehenden – Monster jagen die sechs Freundinnen und ein Gemetzel mit zahlreichen Opfern auf beiden Seiten beginnt.

“The Descent” besteht aus zwei Teilen. Der erste besticht mit tollen Landschafts-Aufnahmen (zu dem Zeitpunkt, in dem die Frauen noch nicht in der Höhle sind) und mit einer ziemlich beklemmenden Atmosphäre (zu dem Zeitpunkt, in dem sie sich durch engste Höhlengänge schlängeln). Teil 2 ist ein ca. 45 Minuten langer Schock. Mit ekelhaftesten Szenen, in denen die Höhlenmenschen über ihre Opfer herfallen und dabei teilweise selbst drauf gehen. Die Kamera zeigt dieses Grauen ohne jede Distanz. “The Descent” ist ein völlig humorloser Horror-Schocker, der professionell produziert ist und sich technisch klar von großen Teilen des Genres absetzt. Dennoch hat er mich nicht wirklich überzeugt. Denn letztlich gibt es keine Überraschungen in der Handlung, die dann doch nach Schema F funktioniert. Bis zum Ende, das leider etwas wirr und schwer verständlich ist. Und so bleibt “Saw”, der schockierendste Film der letzten Jahre, eben doch unerreicht. “The Descent” bekommt von mir 6 von 10 Punkten.

film: “keine lieder über liebe”. 1

Was hab’ ich mich auf diesen Film gefreut. Seit etwa zwei Jahren. Seit damals, als ich irgendwo las, dass Mitglieder von Tomte und Kettcar gemeinsam mit Jürgen Vogel auf einer Tour seien, auf der ein Film gedreht werden soll. Nun ist er da, der Film. Und er ist gut geworden.

In “Keine Lieder über Liebe” geht es um Tobias Hansen (Florian Lukas), der eine Dokumentation über die Band seines Bruders Markus (Jürgen Vogel) drehen will. Er wird dabei von seiner Freundin Ellen (Heike Makatsch) begleitet. Die Situation zwischen den Dreien wirkt von Beginn an angespannt, bis die Wahrheit ans Tageslicht kommt. Ellen hat Tobias betrogen. Mit seinem Bruder. Aus dem Film über den Film über eine Tour wird ein Dreiecks-Melodram.

Besonders an “Keine Lieder über Liebe” sind mehrere Tatsachen: Dass Jürgen Vogel ziemlich gut singen kann, auf der Bühne nicht wie ein Schauspieler wirkt, sondern tatsächlich wie ein Sänger. Dass der Film komplett improvisiert ist. Die Handlung zwar vorgegeben war, die genauen Dialoge aber nicht. Dass er den wohl besten Soundtrack seit sonstwann hat. Kritikpunkte habe ich dennoch: So empfand ich die Story etwas dünn und substanzlos, einige Szenen wirkten zu sehr in die Länge gezogen. Außerdem bin ich der Meinung (im Gegensatz zu vielen Anderen), dass Heike Makatsch ziemlich deplatziert ist. Sie wirkt wie ein Fremdkörper, passt nicht so gut in die authentisch eingefangene Rockbandszene wie beispielsweise Jürgen Vogel. Und auch zwischen den drei Schauspielern und der eigentlichen Band gibt es einen Bruch. Wenn Vogel, Makatsch und Lukas mit der Hansen-Band kommunizieren, wirkt das immer etwas fremd und konstruiert.

Diese Kritikpunkte ändern aber nichts daran, dass mir “Keine Lieder über Liebe” sehr gefallen hat. Und das lag selbstverständlich auch an der Musik. Die Hansen-Band, bestehend aus Grand-Hotel-Van-Cleef-Künstlern (u.a. Thees Uhlmann von Tomte und Marcus Wiebusch von Kettcar) hat ein paar großartige Songs zusammenkomponiert, die mal nach Tomte, mal nach Kettcar und mal nach zwischendrin klingen. Das passende Album ist ein Muss für die heimischen CD-Regale bzw. Festplatten. Insgesamt gibt es von mir für “Keine Lieder über Liebe” 8 von 10 Punkten.

so läuft’s business. 4

Hauptsache, er sieht gut aus. Das mit dem Singen, das ist ja nicht so wichtig, das kriegen wir schon irgendwie hin…

“Für einen neuen Teenie-Pop Act a la Banaroo, Chipz oder Vengaboys suchen wir einen 16-21 jährigen Jungen, der singen und tanzen kann.
Du musst absolut vertragsfrei sein und auch Zeit haben diesen ‘Full-Time Job’ anzutreten.

Gesuchter Typ: blonde oder hellbraune Haare, sympathische Ausstrahlung

Wir treffen zunächst anhand von Fotos eine 1. Auswahl und laden die Bewerber dann zu einem Casting ein.

Casting: Sa, 03.12.05 im Kölner Coloneum

Der Sieger bekommst einen Plattenvertrag mit einem führenden Major Label sowie den Videoclip Dreh und TV Kooperationen.”

Quelle: easycast.de

film: “wallace & gromit auf der jagd nach dem riesenkaninchen”. 1

Ich habe noch nichts über die drei letzten Kinofilme geschrieben, die ich gesehen habe. Also mache ich das jetzt mal. Beginnen wir mit “Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen”.

Ich mochte die “Wallace & Gromit”-Kurzfilme sehr gern. Sie hatten viel englischen Humor und Charme, waren einfach nett. Also musste ich mir auch unbedingt den ersten langen Film mit den beiden Helden ansehen. Inhaltlich geht es um die neue Firma, die Wallace und sein Hund Gromit gegründet haben. Eine Security-Firma für Riesengemüse. In dem kleinen Ort, in dem sie leben, findet nämlich alljährlich ein Wettbewerb statt, in dem die tollsten riesigen Gemüse ausgezeichnet werden. Klare Sache, dass die Besitzer der gigantischen Kürbisse, Gurken, etc. Geld dafür ausgeben, dass ihre Lieblinge auch gut geschützt werden. Plötzlich taucht im Dorf jedoch die größte Herausforderung für Wallace & Gromit auf, die sie je vor sich hatten: Ein Riesenkaninchen (im Original: Wer-Kaninchen), das es auf all das tolle Gigantengemüse abgesehen hat. Wird es gelingen, das Kaninchen unschädlich zu machen?

“Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen” ist ein netter Film mit viele kleinen, lustigen Gags und Details. Dennoch hat mich der Film nicht endgültig überzeugt. Das liegt zum Einen an der deutschen Übersetzung, bei dir vieles verloren gegangen ist, zum anderen an der Länge des Films. Für Kurzfilme reichten die Geschichten um Wallace & Gromit immer aus, für einen “abendfüllenden” Spielfilm in diesem Fall nicht. Es bleibt ein liebevoll produzierter Film, den man nicht unbedingt im Kino sehen muss und stattdessen getrost auf die Fernsehpremeire warten kann. Insgesamt 7 von 10 Punkten.

tomte-tour. 1

Yippie! Tomte gehen im Januar auf Tour und kommen auch nach Heidelberg. Und schon kommen wieder die Erinnerungen an das letzte Tomte-Konzert in Heidelberg hoch, dem ich beiwohnen durfte und das so dermaßen grandios war.

“wer wird millionär?” 4

Meine Lieblings-Frage aus dem “Wer wird Millionär?”-Promi-Special von gestern:

“Wie heißt die Witwe des Verlegers Axel Springer, eine der reichsten Frauen Deutschlands, mit Vornamen?”

A: Friede
B: Freude
C: Eier
D: Kuchen

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