Archive for December, 2006

diverse interpreten. 5

Keine Zeit, um zu jedem der folgenden spannenden Themen einen eigenen Blog-Eintrag zu schreiben, daher alles in einem Eintrag:

– Der amerikanische Discovery Channel begleitet eine neue Mount-Everest-Doku mit einer spannenden Website: Dort lässt sich der Aufstieg mit “Sherpa-Cams” in Echtzeit miterleben. (via lost remote)

Bei der BBC gibt es weltexklusiv den Clip zur neuen Bloc-Party-Single “the prayer”. Ich muss ja zugeben, dass mir der Song immer besser gefällt. Es hat einfach ein paar Durchläufe gedauert. (via nicorola)

Billboard.com berichtet darüber, dass Robert Smith Probleme hat, Lyrics für die 33 (!) Songs zu finden, die The Cure für die neue Platte aufgenommen haben. Erscheinen soll das Ding nun im Mai. (via Pop Candy)

– Es ist jetzt offiziell, dass der großartige J.J. Abrams (“Alias”, “Lost”, etc.) beim nächsten “”Star Trek”-Film Regie führen wird. Wenn einer die Reihe mit frischen Ideen wiederbeleben kann, dann wohl er.

– Der unfassbar geniale neue “300”-Trailer wird bei Yahoo gestreamt. (via The Movie Blog)

Bei DoCopenhagen gibt es wieder die seiner Meinung nach 50 besten Musikvideos des Jahres. Alle per YouTube dort zu sehen. Eine geniale Rückschau auf Musikvideos, die im Musikfernsehen nicht mehr zu sehen sind. (via Best Week Ever)

– Kleiner Hinweis: Schaut Euch dieses Video nicht an. Macht es nicht. Wirklich. Ich übernehme keine Verantwortung für bleibende Schäden.

Das hier hingegen ist großartig. Vor allem das kleine headbangende Mädchen.

– Zurück zu ernsthaften Dingen. Bei blogg.de ist ein absoluter Super-Gau passiert, der dazu geführt hat, dass alle Kommentare in allen blogg.de-Blogs der vergangenen Monate weg sind. Einfach weg. Auch Thomas Knüwers Blog ist betroffen. (via Blogs!)

– Nigel Godrich startet in Kürze eine Internet-Livemusik-Sendung: “‘From The Basement’ sets a new standard for music TV production. The show is beautifully filmed in high-definition at Maida Vale studios in London with the live sound by producer Nigel Godrich. From The Basement has no host and no studio audience, instead the artist and their performance take centre stage.” In der ersten Folge (verfügbar ab 18. Dezember) sind u.a. die White Stripes und Radiohead (mit zwei neuen Songs) dabei. Und allein der Trailer ist schon unfassbar groß. (via 78s)

retromedia.de. 2

Ein neues Blog! Hiermit präsentiere ich mein neuestes Baby. Gemeinsam mit meinem alten Freund und Kollegen Alexander Hüsing habe ich das neue Projekt “retromedia.de” gestartet. Die Idee, die uns schon seit Jahren im Kopf herumspukt, ist nun endlich lebendig geworden. Das neue Blog soll ein Friedhof oder Museum der Medienbranche sein. Es geht um Zeitschriften, Internet-Projekte und Fernsehsendungen, die es nicht mehr gibt. Die Einträge sollen harte Infos und nette Anekdoten liefern.

Und wie soll man an einem solchen Tag ein solches Blog passender starten als mit einem Eintrag zur “Tempo”-Historie? Ich habe nach langen Recherchen und Blättern in meiner “Tempo”-Komplettsammlung den wohl längsten Blog-Eintrag meines Lebens geschrieben. Es würde uns freuen, wenn Ihr einen Blick auf “retromedia.de” werft und Euch das Blog in Zukunft so viel Spaß macht wie uns beiden.

kommenta.rlog. 0

Manche Dinge muss man nicht mit eigenen Worten sagen. Daher spreche ich mal mit den Worten von Felix: “Das kommenta.rlog.de scheint mir ein großer Schritt für die Meinungsfreiheit auf diesem Planeten zu sein.”

unschönes fernsehen. 0

Im “Kölner Stadtanzeiger” steht heute übrigens auch ein Text von mir. Über Premiere. Und enttäuschte Ex-Kunden. Leider etwas gekürzt. Und jetzt fragt bitte nicht, wie ein Düsseldorfer auf die Idee kommt, für den “Kölner Stadtanzeiger” zu schreiben. Ich bin Niedersachse.

ich liebe bahnhofskioske. 7

Warum? Vor mir liegen gefühlte 2 Kilo Zeitschrift. Die “Tempo”-Jubiläumsausgabe. Am Abend vor dem offiziellen Erscheinungstermin. Das macht mich ungemein glücklich. Und allein die Mitarbeiterliste liest sich wie eine Hall of Fame:

Marc Fischer, Ulf Poschardt, Niklas Maak, Peter Glaser, Cordt Schnibben, Andrian Kreye, Matthias Horx, Rainald Goetz, Helge Timmerberg, Wolfgang Tillmans, Matthias Matussek, Frank Schirrmacher, Terry Richardson, Thomas Hüetlin, Lisa Feldmann, Michael Jürgs, Jörg Thadeusz, Johanna Adorján, Rufus Wainwright, Josef Joffe, Gabor Steingart undundund…

Nach unfassbar vielen Anzeigen beginnt auf Seite 42 das eigentliche Heft: Die vergangenen zehn Jahre im Schnelldurchlauf. Zunächst in Fotos. Z.B. wie viele Penisse in den vergangenen zehn Jahren von Frauen abgeschnitten wurden, wie viele Zigaretten Helmut Schmidt seit 1996 geraucht hat usw. Danach als Lexikon mit Stars, Künstlern und Denkern der vergangenen zehn Jahre. Ab Seite 102 folgen die auf dem Titelbild angekündigten “33 Wahrheiten übder die Welt von heute”. Es geht um Rechtsradikalismus, Kate Moss, Lukas Podolski, “Die Slums von Europa”, Klaus Wowereit (“Die nächste Bundeskalnzlerin ist ein Mann”), es gibt ein Wiedersehen mit den legendären Kolumnen “Glasers heile Welt” und “100 Zeilen Hass”. Anschließend trifft Herbert Grönemeyer Tokio Hotel, es gibt eine Geschichte über Killerspiel-Spieler, den Robbie-Williams-gegen-Justin-Timberlake-Vergleich und vieles mehr. Ab Seite 230 haben drei Leserreporter (Manuel Andrack, Matthias Matussek, Kai Diekmann) ihren Alltag per Handy fotografiert und ab Seite 316 folgt die “Gebrauchsanweisung für die nächsten zehn Jahre”. Mit allem, was anders werden muss.

Alles in allem ein Heft mit verdammt vielen guten Ideen und unglaublich vielen Top-Autoren, an dem man wochenlang zu lesen hat. “Tempo” ist tatsächlich wieder da.

60 jahre “hörzu”. 0

Drüben im Zeitschriftenblog gibt es einen kleinen Gastbeitrag von mir zur gelungenen “Hörzu”-Jubiläumsausgabe.

tempo-jubiläumsausgabe. 14

So sieht sie aus. Erscheint am Freitag, ist etwa 400 Seiten dick, kostet 4,50 Euro. Ich bin gespannt.

adventskalender-battle: prosieben vs. rtl. 2

Wie in den vergangenen Jahren habe ich auch diesmal Adventskalender bekommen. Zwar nicht so viele wie in den vergangenen Jahren, da ich nicht mehr in der Redaktion sitze, aber immerhin einen von RTL und einen von ProSieben. Die beiden in der werberelevanten Zielgruppe erfolgreichsten Sender also. Schauen wir doch mal, wer in der Kalender-Branche die Nase vorn hat.


Kategorie 1: Design.

Tja, was soll man da sagen. Kein Weihnachtsmann oder Christkind, kein lustiges Bild, sondern nur Schleim. RTL bietet das Hugh-Grant-Motiv aus der Sender-eigenen Weihnachtskampagne, ProSieben lässt Stefan Gödde mit ein paar ProSieben-C-Klasse-Moderatorinnen Schlitten fahren. Beide Motive kommen mit vielen blinkenden Sternen im Hinterrgrund. Ich würde sagen, kein Punkt für beide. Zwischenstand also 0:0.

Kategorie 2: Produkt.

ProSieben hat den Kalender von der Düsseldorfer Firma Schokologo herstellen lassen. Die Schokolade hat ein Nettogewicht von 50 Gramm und einen Kakaogehalt von 32%. Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.10.2007. RTLs Kalender kommt von der Confiserie Friedel aus Köln, einer Firma, die mir im Gegensatz zu Schokologo schonmal etwas sagt. Der Kakaogehalt der Schokolade leigt mit 30 % leicht unter dem ProSieben-Pridukt, dafür ist sie bis zum 14.2.2008 haltbar und wiegt netto 75 Gramm. Ein klarer Punkt für RTL also. Zwischenstand: 1:0 für RTL.

Kategorie 3: Türchenhandhabung.

Beide Kalender halten sich an den Industrie-Standard des perforierten Türchens mit größerem Eindrückfeld an der Seite. Die Türchen lassen sich dementsprechend in beiden Fällen gleich leicht öffnen. Ein halber Punkt für beide Kalender. Zwischenstand: 1.5:0.5 für RTL.

Kategorie 4: Schokoladen-Qualität.

In dieser Kategorie werden zwei Punkte vergeben, schließlich ist der Geschmack das entscheidende Kriterium. RTL bietet eine solide Qualität. Die Schokolade schmeckt, der Frischegrad ist gut. Die ProSieben-Schokolade fällt hingegen auf ganzer Linie durch. Die Schokostückchen sind (wegen der 25 Gramm weniger) winzig, sie schmecken muffig. Genuss ist etwas anderes. 2 klare Punkte für RTL. Der Endstand ist 3.5:0.5.

ProSieben sollte also lieber beim Fernsehen bleiben, während man bei RTL durchaus darüber nachdenken sollte, einen Fuss in die Confiserie-Branche zu setzen. Von wegen Diversifikation und so.

film: “little miss sunshine”. 3

Ein Vater, der gerade völlig als Motivationstrainer scheitert, ein Großvater, der Heroin schnieft, ein Onkel, der sich gerade umbringen wollte, ein Sohn, der seit einem halben Jahr kein Wort mehr spricht und den Rest der Familie hasst und eine kleine, nicht sehr hübsche, etwas dickliche Tochter, die davon träumt, einen Schönheitswettbewerb zu gewinnen. Einzig die Mutter der Familie Hoover scheint relativ normal. Als Olive, die Tochter tatsächlich zu einer Regionalentschediung der “Little Miss Sunshine”-Wahl nach Kalifornien eingeladen wird, bricht die gesamte Familie in einem klapprigen VW-Bus auf. Eine Tour, die mehrfach beinahe scheitert, bei der nicht alle Familienmitglieder heil in Kalifornien ankommen und die auch ansonsten jede Menge Konfusionen mit sich bringt.

Eigentlich hasse ich Road-Movies. Ich mag keine Filme, in denen die ganze Zeit Auto gefahren wird. “Little Miss Sunshine” hingegen ist ein grandioser Film. Selten habe ich in letzter Zeit so herzlich im Kino gelacht, selten habe ich mich an so tollen Charakteren erfreut, an kleinen Wendungen in der Story und tollen Darstellern. Toni Collette spielt die Mutter super, Greg Kinnear ist gut, Alan Arkin als Opa. Aber alles wird überstrahlt von der wahnsinng süßen Abigail Breslin als Olive, die mich ständig an das kleine Mädchen aus dem “no rain”-Clip von Blind Melon erinnerte. Ich kann “little miss sunshine” uneingeschränkt empfehlen. 8 von 10 Punkten.

Und nun seht Ihr von oben nach unten den Trailer des Films, ein Interview mit Abigail Breslin und den angesprochenen Blind-Melon-Clip. Auch wenn er mit dem Film natürlich nichts zu tun hat, aber er ist nunmal legendär.

offener brief an ben schott. 3

Lieber Herr Schott,

bekomme ich eigentlich ein Belegexemplar Ihres neuesten Buches “Schotts Almanach” dafür, das Sie auf Seite 115 die Top Ten meiner “deutschen blogcharts” abdrucken?

Viele Grüße,
.(der durchaus ein bisschen stolze) jens schröder

(via Shopblogger, bei dem ich auch einfach den folgenden Scan geklaut habe)

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