Archive for June, 2007

das allerletzte ash-album. 9

Als Ash-Kopf Tim Wheeler am Wochenende beim Isle-of-Wight-Festival den Auftritt der Band mit den Worten “This is the last song of our final album” beendete, waren Fans entsetzt und Gerüchte über einen Split der Band machten die Runde. Heute nun gibt es Entwarnung: Es gibt keinen Split, sondern Revolutionäres: Ash wollen kein Album mehr veröffentlichen, sondern nur noch einzelne Songs. In einer Pressemitteilung verkündet Tim Wheeler:

“The way people listen to music has changed, with the advent of the download the emphasis has reverted to single tracks. It hasn’t helped that most people have forgotten how to make a decent album. I’m constantly disappointed with records I buy. I believe our new album is the pinnacle of everything we’ve done thus far, and I’m proud that this will be remembered as our last album. The future lies elsewhere and we can have a lot of fun by changing things up. It’s like the Wild West at the moment, a time to take chances and try out new ideas.

When you’re tied to the album format, you find yourself waiting six months between finishing a record and releasing it. By leaving this behind we can enter a new phase of spontaneity and creativity. We have our own studio in New York, we can record a track and release it the next day if we feel like it, give it to people while it’s fresh. We’re the first band to do this, but I very much doubt we’ll be the last.

We’ve been one of the best singles bands of the last two decades and we’re still younger than a lot of bands on the current scene. I’m excited to push this claim further by dedicating ourselves wholly to the art of the single for the digital age.”

Ich bin gespannt, wie viele Bands in Zukunft Ash folgen werden – und ob das Album-Format tatsächlich tot ist. Ich habe da so meine Zweifel. Ich glaube immer noch, dass eine Reihe von Songs, die zum gleichen Zeitpunkt veröffentlicht werden für mehr Öffentlichkeit sorgen können als einzelne immer wieder daher tröpfelnde Stücke. Zumal die Schwelle, sich einzelne Songs zu besorgen ohne dafür zu bezahlen bei vielen Nutzern weitaus geringer sein dürfte als bei einem Album – oder wie auch immer man diese Songpakete in Zukunft nennen möchte.

twilight of the innocents“, das letzte Ash-Album erscheint in Deutschland übrigens am 29. Juni.

indiana jones and the city of the gods. 3

Diese ganzen Sequels, die die Kinos überschwemmen, nerven ja ziemlich. “Spider-Man”, “Shrek”, “Pirates of the Caribbean”, nur noch Fortsetzungen, keinerlei Kreativität mehr. Auf eine Fortsetzung freue ich mich dann aber doch, nämlich auf den vierten “Indiana Jones”-Film, Arbeitstitel: “Indiana Jones and the City of the Gods“. Indy war früher einer meiner absoluten Helden, ich hoffe, er wird im vierten Film kein trauriger Held. Schade ist aber auf jeden Fall, dass Sean Connery nicht mehr dabei sein will.

fernsehen. jetzt. 5

Wer zufällig noch mitliest: Jetzt Das Erste einschalten. “Menschen mit Maischberger” mit Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker. Ganz groß.

das geschäft mit der musik. 1

Ziemlich interessantes Interview bei “tonspion” mit Christof Ellinghaus (City Slang) über die Zukunft der kleinen Indies und des Geschäfts mit Musik im Allgemeinen:

“Die Bands werden mehr Unternehmertum entwickeln müssen oder sich Menschen suchen, die es für sie tun. Es wird IMMER die Sorte Band geben, der das alles zu viel ist, die nur Musik machen will und für diese muss es eine One-Stop Lösung geben, die ihnen den Service anbietet, für ihre Musik um Aufmerksamkeit zu heischen, ihre Musik zu bewerben, vermarkten und verbreiten. Die ihnen hilft Konzerte zu spielen, ihre Merchandising-Produkte erstellt, verwaltet und verkauft und generell die Rechte an ihrer Kunst so verwaltet, dass am Ende, hinten irgendetwas für die Bands dabei heraus kommt.”

(via “nicorola“)

die phoenix-bibliothek. 1

Das, was Phoenix, mein heimlicher Lieblingssender, da zum 10. Geburtstag ins Netz gestellt hat, ist ja wirklich großartig. In der “Phoenix-Bibliothek” finden sich zig Stunden Video-Material zu allen relevanten Eriegnissen der vergangenen Jahre: Vom Schröder-Merkel-Machtwechsel über den 11. September 2001, die CDU-Spendenaffäre bis zur Roman-Herzog-Ruck-Rede, alles nochmal nacherlebbar. Genau wegen solcher großartigen Inhalte bin ich stolzer Rundfunkgebührenzahler.

verrückte neue welt. 13

Noch bevor die ersten Menschen wach sind, hat man Massen an Glückwünschen im Postfach, über die man sich aber so gar nicht freut.

mehr infos über “raving rabbids 2″. 1

Bei “G4″ gibt es ein kleines Video-Interview, in dem einer der Programmierer mehr Details zum Ende des Jahres erscheinenden Wii-Spiel “Rayman Raving Rabbids 2″ erzählt. (via “SinisterRabbit“)

“intro” macht fernsehen. 7

Bisher an mir vorbeigegangen: Das “intro” macht jetzt auch Fernsehen bei “watchberlin”. In “mundpropaganda” gibt es die Platten der Woche – moderiert jeweils von einem anderen “intro”-Redakteur. Mal sehen, wie sich die kleine Sendung entwickelt, in der neuesten Episode nervt das bemüht lässige Kaffekoochen ziemlich. Die aktuelle Folge seht ihr hier, denn “watchberlin”-Videos lassen sich endlich auch ins eigene Blog einbetten – und wenn man das “autoplay=true” aus dem Code killt, brüllt das Video noch nicht einmal sofort los.

tv-test-double-feature: “deutschland lacht” + “der grand prix der chöre”. 5

Format: “Deutschland lacht”
Sender: Das Erste
Produktion: WDR + SR + RB
Genre: Comedyshow
Programmplatz: donnerstags, 20.15 Uhr
Frequenz: unregelmäßig
Dauer: 90 Minuten
Start: 7. Juni 2007

Format: “Der Grand Prix der Chöre”
Sender: ZDF
Produktion: ZDF
Genre: Musikshow
Programmplatz: donnerstags, 20.15 Uhr
Frequenz: unregelmäßig
Dauer: 135 Minuten
Start: 7. Juni 2007

Kritik: Wer mal live dabei sein wollte, wie die beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender junge Zuschauer zum Weglaufen auffordern, hatte am Donnerstagabend eine Riesenchance. Zwei Shows, die parallel um den Titel grausamstes Fernsehen der Gegenwart kämpften. Im Ersten trat Bernd Stelter mit ein paar Humoristen an, aus jedem der acht Sendegebiete der ARD einer. Drittklassige Spaßbands, fünftklassige Witzeerzähler – und mittendrin prominente Paten wie Axel Schulz, der nach seinem misslungenen Box-Comeback nun wieder seine eigentliche Karriere als Dämliche-Fernsehshow-Besucher aufgenommen hat. Zu lachen gab es wenig, zu weinen viel. Im ZDF gröhlte parallel eine Halle voller Chöre um die Wette. In Anlehnung an den “Bundesvision Song Contest” wurde in jedem Bundersland ein Chor gecastet. Nach welchen Kriterien blieb völlig unklar, Qualität kann es nicht gewesen sein. Seltsam grinsende Volkshochschul-Dozentinnen traten mit ihrem singenden Ausdruckstanz gegen saarländische Opas in Bergsteigermontur an. Die passende Jury: Onkel Fischer von den Fischer-Chören, Patti Lindner und die Sängerin von Olli Dittrichs Country-Kapelle. Wenn man diesen Abend überlebt hat, begreift man noch viel schneller als vorher, warum die beiden Sender im jungen Publikum derzeit die geringsten Marktanteile der Geschichte einfahren und als Konkurrenten längst nicht mehr RTL, ProSieben oder Sat.1, sondern RTL II und kabel eins haben. Wenn sie so weiter machen, dürfte demnächst auch Super RTL gefährlich nahe kommen.

gemeinsame Wertung: 1 von insgesamt 20 Punkten.

darüber spricht das netz (3). 0

Meine Netz-Themen der Woche waren diesmal die Krisen in der Porno- und Musikindustrie, das Comeback des RealPlayers und die Rettung der US-Serie “Jericho”. Nachzulesen wie an jedem Freitag in meiner “Handelsblatt.com”-Serie “Darüber spricht das Netz”.

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