Ich habe es getan. Es ging nicht anders. Ich habe mir eine Wii gekauft. Seit ich vor einigen Monaten zum ersten Mal von der neuen Nintendo-Konsole hörte, war ich neugierig auf diese völlig innovative Steuerung mit einer Art Fernbedienung. Und als das Teil vor etwa 14 Tagen auf den Markt kam, entbrannte in mir ein Feuer, das nur durch das Ausgeben von 249 Euro gelöscht werden konnte. Das Interessante daran: Es ist die erste Konsole meines Lebens (wenn man den Ur-Gameboy nicht mitzählt). Das bedeutet allerdings nicht, dass ich kein Spieler wäre. Im Gegenteil: Ich habe meine halbe Kindheit und Jugend mit Zocken verbracht. Nur eben nicht auf Konsolen. Meine Karriere bestand aus einem C-64, einem Amiga 500, einem Amiga 1200 und diversen PCs. In den vergangenen Jahren habe ich allerdings nicht mehr oft gespielt. Mal eine kleine Partie Tetris oder ähnliche Spielereien, aber nichts Ernsthaftes. Das wird sich nun wohl ändern.

Ich bin selbst überrascht, wie schnell und unkompliziert ich an meine Wii gekommen bin. Vorgestern mal durch Düsseldorf geschlendert, natürlich nirgends eine bekommen (“Mitte/Ende Januar wieder”), in der Nacht auf Mittwoch dann eher zufällig bei amazon geschaut und schwupps: “Auf Lager. Wenn sie jetzt bestellen, garantieren wir eine Lieferung vor Weihnachten”. Sowas lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und seit heute morgen steht das kleine Gerät im Wohnzimmer und freut sich über sein neues Zuhause. Und ich bin begeistert. Von Beginn an. Ich habe selten ein Produkt gesehen, das so liebevoll verpackt ist, dessen Anleitung keine Frage offen lässt und das in der Handhabung so genial einfach ist. Natürlich bin ich auch sofort mit meiner Wii ins Internet gegangen. Und auch das: unfassbar einfach. WLAN-Netzwerke anzeigen lassen, das eigene anklicken, Passwort eingeben, fertig. Keine komplizierten Einstellungen, Konfigurationen. Wenn Technik doch immer so einfach wäre.
Inzwischen habe ich auch schon ein paar Runden Tennis gespielt und geboxt, Golf gespielt und gebowlt. “Wii Sports” liegt ja bei. Das Spiel ist zwar ziemlich unspektakulär und wird im Einspieler-Modus sicher schnell langweilig, aber für den Start und das erste Herantasten an dieses völlig neue Spielvergnügen, bei dem der Begriff E-Sports eine neue Bedeutung bekommt, ist es optimal. Ich werde in den kommenden Wochen aber wohl nicht drumherum kommen, mir weitere Titel zuzulegen: “Wii Play” (wegen des beigelegten Remotes) und “Rayman Raving Rabbids” sind in der engsten Auswahl. Das anscheinend völlig geniale “Zelda“-Spiel wohl eher nicht, da es zu viel Zeit kosten würde, die ich nicht wirklich habe. Ich freue mich auch schon darauf, Klassikspiele herunterzuladen. Das ist nämlich eine weitere Killerfunktion der Wii: Für kleine Taschengeldbeträge stehen Games aus der Konsolen-Historie wie verschiedene Mario-Spiele oder “Sonic the Hedgehog” bereit, um auf die Wii geladen zu werden. Eine Konsole, die NES-, SNES-, N64- und sogar Sega-Spiele abspielen kann? Grandios.
Ich denke, ich werde auch in diesem Blog ab und zu über meine Wii-Erlebnisse berichten müssen. Ist ja schließlich auch Popkultur pur, so ein Teil.