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Der Wixxer“. Tatsächlich ein äußerst unterhaltsamer Film. Nicht ganz so lustig wie ich erwartet hatte, aber meine Erwartungen waren auch wieder viel zu hoch. Die Witzdichte ist hoch. Glücklicherweise gibt es angenehm wenig flachen Humor a la “Mrs. Drycunt”, stattdessen sehr viel detailverliebte Parodie. Da merkt man absolut, dass die Fernseh- und Filmjunkies Kalkofe und Pastewka neben Oliver Welke das Drehbuch geschrieben haben. Auch vom filmerischen Standpunkt ist “Der Wixxer” wohltuend gut produziert und macht einen relativ teuren Eindruck. Mein persönliches Highlight des Films ist Christoph Maria Herbst, den ich in Anke Engelkes “Ladykrachern” schon immer am besten Fand. In der Rolle des Butlers Hatler ist er absolut perfekt: Jeder einzelne, seiner Sätze eine wahnsinnig gute Hitler-Parodie. Ebenfalls gut: Olli Dittrich, der in seiner Gestik sogar ab und zu an “Dittsche” erinnert. Auch die Gastauftritte von Leuten wie den Wildecker Herzbuben, Günther Jauch, den No Angels und Achim Mentzel sind sehr lustig. Und selbst Oliver Kalkofe hinterlässt als Schauspieler einen sehr annehmbaren Eindruck. Sollte der Film erfolgreich sein, steht einer Fortsetzung (“Neues vom Wixxer”) wohl nichts im Wege. Von mir gibt’s für den “Wixxer” 7 von 10 Punkten. Und das ist für eine Komödie verdammt viel, denn eigentlich mag ich Komödien nicht. Bully wird es auf jeden Fall schwer haben, mit seinem “Traumschiff Surprise” einen besseren Film abzuliefern als Kalkofe.

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Ein Kurztrip hat mich heute nach Mannheim geführt, nachdem ich erfuhr, dass die Herren Kalkofe, Bastewka, Herbst und Frau Wenzel im Cinemaxx zugegen sein werden. So gab es also “Der Wixxer” mit anschließender Frage- und Autogrammstunde der Hauptdarsteller. Nett war’s. Die Herren (Frau Wenzel war etwas still) haben gezeigt, dass sie auch äußerst lustig und spontan sind, wenn keine Kameras dabei sind. Hinterher hatte ich noch Gelegenheit zu einem kleinen Plausch mit Olli Kalkofe, den ich noch kenne, weil ich ihn mal für ein Jahr als Kolumnist für uns verpflichtet habe. Und zum Abschluss gab’s ein Autogramm “Für Jens, den alten Wixxer”. So kann man sich Sonntagnachmittage gefallen lassen :-)

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Wieder sehr lesenswert, was Herr Niggemeier in der “FAS” von heute schreibt. Über Arabella und deren Ende. Fängt so an: “Es ist ja nicht so, daß es an Kandidaten mangeln würde für den Titel des traurigsten Menschen des deutschen Fernsehens. Wolfgang Lippert, der sich kurz einmal die Moderation von “Wetten, daß…?” von Thomas Gottschalk ausleihen durfte und dann selbst im Baumarkt eine Zange auslieh, ist sicher in den Top Ten. Peter Imhof, der einmal 24 Stunden am Stück talkte, um ins “Guinness-Buch der Rekorde” zu kommen und heute im MDR die Sendung “Hier ab vier” wegmoderiert, hätte Chancen. Ach, und Thomas Ohrner natürlich, der als “Thommi” ein Talent war, dann die abgelegten Formate “Dingsda” und “Glücksrad” bis zur Einstellung moderierte und heute vom ZDF regelmäßig an die Abgründe der volkstümlichen Fernsehmusik geschickt wird. Vielleicht muß man alles, was Arabella Kiesbauer in den vergangenen zwei Jahren gemacht hat, vor dem Hintergrund dieser Karrieren sehen. Als Versuch, nicht zur traurigsten Frau im deutschen Fernsehen zu werden, wobei ihr bewußt sein muß, wie nahe sie diesem Titel schon gekommen ist.” und geht ähnlich gut weiter. Und nein: Ich lobe den Artikel nicht, weil ein Interview zitiert wird, das ich geführt habe ;-)

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Gute Nachrichten für meta-kritik-Freunde: Die Seiten sind jetzt wieder auf extrem aktuellem Stand. Inclusive aller noch gefehlten Kritik-Auszüge und den Kinostarts vom 20. und 27. Mai. “Der Wixxer” ist nun leider doch nur bei 66/100 gelandet (für eine deutsche Komödie aber trotzdem recht ansehnlich). Dafür gibt’s mit “Vergiss mein nicht!” einen neuen Zweitplatzierten in der Bestenliste 2004. Nur “Lost in Translation” war in diesem Jahr noch erfolgreicher bei den Kritikern.

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Der versöhnliche Abschluss einer ziemlich beschissenen Fußball-Saison: Die Löwen sind abgestiegen.

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Breaking news: Die deutschen Charts. Ein großer Erfolg für das Debütalbum einer kleinen englischen Band… Aber ich hab ja schon vor Monaten gesagt, dass die ganz ganz groß werden :-)

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Ich hoffe, dass das hier nur ein Scherz ist…

“Angeblich will Ice-T ausrechnet David Hasselhoff in eine Rap Star ummodeln. Presseberichten zufolge will Ice das erste Hip Hop Album des Ex-Baywatch Star produzieren. Die Zwei sind in Los Angeles praktisch Nachbarn und sollen sich angefreundet haben. Laut Ice sei Hasselhoff eine Legende ? und die Welt werde eine komplett neue Seite von ihm kennenlernen. Auch einen Hip Hop-tauglichen Namen würde es schon geben: Hassle The Hoff…” (Quelle: mtv.de)

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Troja“. Ein sehr sehr mittelmäßiger Film. Ein Film, der mich kein bisschen berührt hat. Und Filme müssen mich berühren, damit ich sie gut finden kann. Wolfgang Petersen wollte einen Film ohne Helden machen. Ist ihm gelungen. Aber warum dann gleich ein Film, in dem einen alle Figuren und Charaktere kalt lassen? Aufgrund des durchgehend völlig übertriebenen Schauspiels und holzschnittartiger Dialoge. Auch die Darsteller: durch die Bank enttäuschend. Brad Pitt als plastikartige Action-Figur, so kalt als wäre Winter und zum Teil peinlich in seinem Spiel. Aus Orlando Bloom wird – sorry, Damenwelt! – auch kein Großer mehr. Immer spielt er gleich, diesmal ein homo-eskes Jüngelchen. Selbst Sean Bean enttäuscht. Einzig und allein Peter O’Toole verleiht der Schauspielerriege Glanz und sorgt für die einzigen lichten Momenten in einem ansonsten viel zu langen, viel zu megalomanischen und viel zu mittelmäßigen Film. Leider hat selbst James Horner eine sehr passende, da ebenfalls sehr mittelmäßige Filmmusik komponiert – zum Teil stark abgekupfert bei “Gladiator”, Hans Zimmers Meisterwerk, und dabei komplett die Melodien vergessen. Für “Troja” gibt’s von mir 5 von 10 Punkten. In einer Woche geht der nächste Kandidat im Sommer-Blockbuster-Grand-Prix ins Rennen: “The Day after Tomorrow”. Mal sehen, ob Kollege Emmerich es besser macht als Wolfgang Petersen – oder wie der Amerikaner sagt: Wuuufgäääng Piiidrsn.

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Headbanger und Luftgitarrespieler aufgepasst! Eine Reise nach Amerika steht für Euch an! Zumindest dann, wenn Ihr Euch das hier nicht entgehen lassen wollt:

BACK IN BLACK!

BLACK SABBATH are to reform and tour the US, kicking off on July 10 in CONNECTICUT.

The legendary heavy metal group will play 26 shows on the forthcoming Ozzfest tour.
Original Black Sabbath members Ozzy Osbourne, guitarist Tony Iommi and bassist Geezer Butler will be joined by Ozzy-solo band member Mike Bordin on drums for the shows.
The announcement follows the release of the CD/DVD ‘Black Box: The Complete Original Black Sabbath (1970-1978)’ on April 27 in the States.
Black Sabbath will headline the main stage on the forthcoming Ozzfest tour, which also boats a line-up including a reunited Judas Priest, Slayer, Dimmu Borgir, and Zakk Wylde’s Black Label Society.
(Quelle: nme.com)

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Wo kommen die bloß alle her? Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem so viele brillante Bands aus dem Nichts aufgetaucht sind. Unglaublich ist das, unglaublich. Keane, Delays, Snow Patrol, Hope of the States. Und nun: Thirteen Senses. Im Gegensatz zu Hope of the States können Keane-Fans hier wieder herhören: Bei Thirteen Senses gibt es auch ein Piano ;-) Aber viel wichtiger: Ähnlich überzeugende, wunderschöne Killer-Melodien. Die erste Single “thru the glass” lief mir vor ein paar Wochen mal über den Weg. Sehr nett anzuhören. Und dann die neue Single. “do no wrong”. Ein noch größerer Knaller. Und nun “no other life is attractive”, die B-Seite der ersten Single gehört – Und: die Band hat mich endgültig. Große Musik! In das bisherige Schaffen von Thirteen Senses (es sind bisher nur die beiden Singles) könnt ihr auf deren Website reinhören und reinsehen, wenn ihr dort auf “Audio/Video” klickt. Das Debüt-Album soll wohl “falls in the dark” heißen und wird oder wurde mit dem Coldplay-Starsailor-Produzent Danton Supple aufgenommen. Was wären wir nur ohne diese ganzen englischen Bands?

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