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Jetzt spielt auch MTV den Keane-Clip. Ich sage Euch: Diese Band wird ganz ganz groß! In Großbritannien sind sie zumindest auf dem besten Weg dazu: Alle 14 Konzerte, die sie im Mai geben, sind jetzt schon absolut ausverkauft.
Jetzt spielt auch MTV den Keane-Clip. Ich sage Euch: Diese Band wird ganz ganz groß! In Großbritannien sind sie zumindest auf dem besten Weg dazu: Alle 14 Konzerte, die sie im Mai geben, sind jetzt schon absolut ausverkauft.
Noch mehr meta-Kritik. Die Kinostarts von heute sind jetzt auch online. Mit wahnsinnig vielen Auszügen aus den wichtigsten Kritiken. Zwei Filme (“Belleville” und “Big Fish”) haben sogar den Sprung in die vorläufige Jahres-Top-Ten geschafft. Ich werde mir aber zwei andere Filme ansehen: “Die purpurnen Flüsse 2” und “Taking Lives”. Weil ich düstere Thriller liebe.
Passend zu dem Thema, dass dort unten illustriert ist, liegt übrigens jetzt die aktuelle “NME”-Ausgabe auch an den deutschen Bahnhofskiosken. Highlight des Heftes: Eine CD mit dem Namen “Kurt’s Choice”. 13 Songs, die Cobain beeinflusst haben, die er einfach nur großartig fand oder die er mit Nirvana gecovert hat. Kracher von Mudhoney, den Melvins und den Butthole Surfers. Die Klassiker “molly’s lips” von den Vaselines und “where did you sleep last night?” von Leadbelly. Songs von Iggy Pop und PJ Harvey. Mit anderen Worten: Der “NME” ist in dieser Woche ein noch größerer Pflichtkauf als er es ohnehin schon ist. Der nächste “NME” ist dann ausschließlich Kurt Cobain gewidmet. In Deutschland gibt’s ihn in der kommenden Woche.
Kurt Cobain (20. Februar 1967 – 6. April 1994)
Noch drei (diesmal mit einer wirklich lohnenden Sendung):
“It’s good to be…” / Viva / E! / montags, 20 Uhr – Start: 5. April 2004
Und noch so ein überflüssiger Viva-Einkauf aus Amerika. Sendungen, die thematisch auch auf MTV laufen könnten aber noch schlechter gemacht und ins Deutsche übersetzt sind. In dieser Reihe geht’s um Promis – in Folge 1 um die Hilton-Schwestern. Was sie so machen, wieviel Geld sie verdienen, wie toll sie sind. Gähn! Das wäre vielleicht noch erträglich, wenn nicht diese grauenhafte deutsche Synchronisation wäre! Man muss es sehen, um zu glauben, wie man schlechte Sendungen durch eine Synchro noch zusätzlich verhunzen kann. Ganz ganz überflüssiges Fernsehen. 0 von 10 Punkten.
“Hexen” / Das Erste / L.E. Vision Film- und Fernsehproduktion / montags + mittwochs, 21.45 Uhr – Start: 29. März 2004
Eine Doku-Reihe, die sich mit dem Thema Hexenkult und Hexenverfolgung auseinandersetzt. Und zwar in verschiedenen Zeiten: vom Mittelalter bis in die Nazi-Zeit. Die Doku bietet moderne Forschungsergebnisse, zum Teil aufgrund von Funden aus den Archiven der römischen Inquisition. Ein spannendes Thema, sehr aufwändig und spannend umgesetzt, mit interessanten Geschichten und Einblicken. Was will man mehr? Leider gibt es auch in dieser Doku-Reihe diverse Spielszenen, die aus der Doku-Reihe ein Doku-Drama machen – aber in “Hexen” hat man immerhin gute Schauspieler wie Anja Kling und André Hennicke eingesetzt. Besonders auf den dritten Teil, der sich mit der Nazizeit beschäftigt, bin ich sehr gespannt. 9 von 10 Punkten für dieses Stück tolles Fernsehen.
“WAS!” / rbb Fernsehen / montags, 20.15 Uhr – Start: 1. März 2004
Dem einen oder anderen dürfte allmählich langweilig werden, angesichts der Tatsache, dass ich hier so oft über Sendungen der Dritten Programme herziehe. Aber es ist nunmal so wie es ist: All diese kleinen Magazinchen sind öffentlich-rechtliches Fließband-Fernsehen, das niemand braucht. So auch “WAS!”, das neue rbb-Verbrauchermagazin. Themen wie Gesundheitsreform, Maut, die schon in zig anderen Sendungen aus allen verfügbaren Aspekten beleuchtet wurden, ein farbloser Moderator namens Gerald Meyer und eine seltsame Pseudo-Lockerheit in den Beiträgen. Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Bitte lasst Euch doch mal etwas wirklich Neues einfallen, Ihr Dritten des Landes. Immerhin: Die ein oder andere interessante Sekunde gibt’s dann doch. Und deswegen 4 von 10 Gnadenpunkte.
Die nächsten drei TV-Neustart-Kritiken:
“101 most shocking Moments in Entertainment” / Viva / E! / montags, 20.30 Uhr – Start: 5. April 2004
Dass Viva krampfhaft versucht, MTV für Arme zu spielen, ist ja schon länger bekannt. Anime, amerikanische Serien und Comedy am Abend – Clips will ja niemand mehr sehen… Diese neue Sendung ist ein neuer Beitrag in dieser “Programmoffensive”. Ein aus den USA eingekauftes seltsames Etwas, das “schockierende” Momente der amerikanischen Unterhaltungs-Branche offenbart. Wer hat die lesbische Melissa Etheridge geschwängert? Warum haben Dennis Rodman und Carmen Electra geheiratet? Warum hat Zsa Zsa Gabor einen Polizisten verletzt? Schockierend ist das alles nicht, dafür aber extrem langweilig. Und alt. Und überflüssig. Und viel zu hektisch. Und voll an der Viva-Zielgruppe vorbei. 2 von 10 Punkten.
“Wege aus der Finsternis – Europa im Mittelalter / ZDF / Gruppe 5 Filmproduktion / sonntags, 19.30 Uhr – Start: 4. April 2004
Eine neue Doku-Reihe auf dem “ZDF Expedition”-Programmplatz am Sonntagvorabend. Leider eine der schlechteren Reihen auf diesem Platz. Ein eigentlich interessantes Thema wird zu mainstreamig umgesetzt. Viel zu viele nervende Spielszenen, nur wenige Dinge, die man erfährt, dazulernt. Wer will schon sehen, wie Ritterrüstungen bei Opel crash-getestet werden? Schade, Thema verschenkt. Und so nur 4 von 10 Punkten.
“Giga Real” / NBC Europe / Giga+DFA / werktäglich, 20 Uhr – Start: 25. März 2004
Tja. Was ist das? Die Hersteller dieses Quatsches würden wohl behaupten, es seien Nachrichten. Wäre aber eine sehr optimistische Behauptung. Zwei Moderatoren, die aus der 5-Stunden-Giga-Sendung stammen, sitzen in einem Studio in Berlin, reden über aktuelle Geschehnisse, haben einen Gast aus der Politik, zeigen mittels einer Website-Presseschau die News des Tages. Problem: Man denkt, der Jugend könne man schwierige Dinge nur dadurch vermitteln, dass man sie verflacht und oberflächlich behandelt. Außerdem gibt es dümmliche Umfragen, Quizfragen und Einspielfilmchen (“Demo Daily”). Die Idee, Nachrichten für Jugendliche zu machen, die nicht so aussehen wie die “RTL II News”, ist ja nicht schlecht, aber diese Umsetzung ist auch nicht wirklich der Weisheit letzter Schluss. Und das liegt auch an den beiden witzboldigen Moderatoren. 3 von 10 Punkten.
Zwischendurch drei TV-Neustart-Kritiken:
“Voxtours Reportage” / Vox / sonntags, 18.15 Uhr – Start: 4. April 2004
Ein “Voxtours”-Ableger. Es gibt Berichte, die sich zwischen Reise-, Menschen- und Wissens-Reportagen bewegen. In der Auftaktsendung ging es um Hai-Taucher auf den Bahamas, den Grand-Central-Station-Bahnhof in New York und Skydiver über Tunesien. Moderiert wird die Sendung von der leicht nervigen Daniela Worel. Es gibt zwar viele schlechtere Fernsehsendungen, aber so richtig prickelnd ist die “Voxtours Reportage” auch nicht. Dafür sind die Berichte zu langweilig, zu austauschbar. 3 von 10 Punkten.
“Schön grün” / rbb Fernsehen / Cine Impuls / sonntags, 18.32 Uhr – Start: 7. März 2004
Warum erkennt man fast allen Sendungen der Dritten Programme an, dass sie genau dort laufen? Schon wieder so ein Magazin mit Themen, die man in zig anderen Sendungen auch sehen kann. Ein Gartenmagazin. Moderiert von der nur schwer erträglichen Victoria Herrmann, der man wirklich nicht mehr anmerken kann, dass sie mal eine relativ gute Sendung wie “Elf 99” präsentiert hat. Zu sehen gibt’s das, was in all den anderen Gartenmagazinen auch zu sehen ist. Ach, Ihr Dritten Programme, lasst Euch doch mal etwas Neues einfallen. 1 von 10 Punkten.
“Wenn Sie lachen ist es Oschmann” / SAT.1 / Grundy Light Entertainment / freitags, 22.45 Uhr – Start: 5. März 2004
Ich mochte “Star Search” nicht. Und ein Grund, warum ich “Star Search” nicht mochte, war die so genannte Comedy-Rubrik. Leute, die nicht witzig waren, kämpften darum, wer der König der Unwitzigkeit ist. Der Sieger dieses Wettbewerbs, ein untalentierter Mensch namens Ingo Oschmann, hat nun seine eigene Show. Konzept: Oschmann präsentiert 30 Minuten Stand-up-Comedy und kämpft darum, dass das Publikum ihm eine Studiodekoration gönnt. Gefällt er ihnen, bekommt er nach und nach das, was er möchte. Eigentliches Konzept (und hier ein Kompliment an SAT.1): Man nimmt einen Nachwuchs-Comedian, der nichts kostet, stellt ihn 30 Minuten vor eine leere Kulisse, filmt das mit 2 oder 3 Kameras. Fertig ist eine der billigsten Fernsehsendungen, die man sich vorstellen kann. Und wenn dann noch genügend Leute zusehen – wie in diesem Fall – lacht man sich ins Fäustchen. Einziges Problem: Herr Oschmann ist so unlustig. Ich habe einmal gelacht. In 30 Minuten. Gut, das ist öfter als bei anderen Comedyshows wie “Happy Friday”. Aber eindeutig zu selten, um jemals wieder einzuschalten. Aber für die brillante SAT.1-Idee, Kosten einzusparen, gibt es 2 von 10 Punkten.
Die meta-kritik-Seiten mit den Kinostarts vom 1. April sind jetzt komplett.
Heute lohnt es übrigens noch mehr als sonst, um 22.30 im WDR Fernsehen “Dittsche” einzuschalten. Normalerweise werden die 30 Minuten samstags aufgezeichnet. Da Olli Dittrich aber durch die Grimme-Preis-Verleihung verhindert war, wird die Sendung heute live (!) ausgestrahlt.
Back in business. Nachdem es in den vergangenen Tagen überhaupt keinen Spaß machte, mit meinem Computer zu arbeiten, hab ich die Probleme nun gelöst. Es gab ständige Abstürze, vor allem bei Programmen, die mit dem Internet zu tun haben. Per Telefonkonferenz mit meinem Bruder in Hamburg hab ich das Problem eingekreist: Nicht der Prozessor war kaputt, sondern der 512-MB-RAM-Riegel. Mit Hilfe eines RAM-Test-Programms wurde klar: Überhalb von 400 MB treten Fehler auf. Der RAM ist hin. Bevor ich mir nun einen neuen RAM-Riegel kaufe (was ich irgendwann trotzdem tun werde), hab ich mit Hilfe der boot.ini den RAM auf 390 MB beschränkt – und die Fehler sind weg. Warum ich das schreibe? Weil die Fehlerbeseititung bedeutet, dass er hier einiges aufzuholen gibt: meta-kritik-Seiten vor allem. Eine Vorabversion der Seiten mit den Kinostarts von vorgestern hab ich schonmal online gestellt – es fehlen noch die Auszüge aus den Einzelkritiken – die gehen später an diesem Tag online.