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Johnny Cash ist tot. Nach einem äußerst extremen Leben mit Drogen und suizidären Exzessen ist der Rock’n’Roller unter den Countrystars mit 71 Jahren gestorben. Cash war ein Mann, der immer seinen Weg gegangen ist. Ein Rebell. Als einziger Countrysänger hat er gegen den Vietnamkrieg protestiert. Nach jahrelangem Leben auf Droge waren es die Hochzeit mit June Carter und die Bibel, die ihm in den Sechzigern das Leben gerettet haben. Großen Respekt erntete Cash in den letzten Jahren durch seine “American”-Alben. Teils mit eigenen Kompositionen, teils mit genialen Coverversionen zeigte er, dass er zu den Großen unserer Zeit gehörte. Musik voller Melancholie ist das Vermächtnis seiner letzten Jahre. Im vergangenen Jahr beeindruckte er mit einem der besten Musikclips aller Zeiten zu seinem unglaublich guten Cover des Nine-Inch-Nails-Songs “Hurt”. Zu sehen hier. Wo auch immer, Cash ist nun wieder mit seiner Frau June Carter Cash vereint, die im Mai gestorben war. Und das tröstet etwas. Heute abend ist ein guter Abend, um eine Flasche Whiskey aufzumachen und an einen der größten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts zu denken.

Well you wonder why I always dress in black
Why you never see bright colors on my back
And why does my appearance seem to have a somber tone
Well there’s a reason for the things that I have on
I wear the black for the poor and the beaten down
Livin’ in the hopeless hungry side of town
I wear it for the prisoner who has long paid for his crime
But is there because he’s a victim of the times
I wear the black for those who’ve never read
Or listened to the words that Jesus said
About the road to happiness through love and charity
Why you’d think he’s talking straight to you and me
Well we’re doin’ mighty fine I do suppose
In our streak of lightning cars and fancy clothes
But just so we’re reminded of the ones who are held back
Up front there oughta be a man in black
I wear it for the sick and lonely old
For the reckless ones whose bad trip left them cold
I wear the black in morning for the lives that could have been
Each week we lose a hundred fine young men
And I wear it for the thousands who have died
Believin’ that the Lord was on their side
I wear it for another hundred thousand who have died
Believin’ that we all were on their side
Well there’s things that never will be right I know
And things need changin’ everywhere you go
But till we start to make a move to make a few things right
You’ll never see me wear a suit of white
Oh I’d love to wear a rainbow every day and tell the world that everything’s okay
But I’ll try to carry off a little darkness on my back
Till things’re brighter I’m the man in black(Johnny Cash – Hurt (Original:
(Johnny Cash – Man in Black)

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Last night I dreamt
that somebody loved me
no hope – but no harm
just another false alarm
Last night I felt
real arms around me
no hope – no harm
just another false alarm
so, tell me how long
before the last one?
and tell me how long
before the right one?
this story is old – i know
but it goes on
this story is old – i know
but it goes on
(The Smiths – Last night I dreamt that somebody loved me)

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Wollte ich nicht erst wieder in einer Woche etwas schreiben? Zwei Meinungen zu zwei neuen Alben können aber nicht bis dahin warten: Auch wenn die Herren Willander und Wigger da wie erwartet völlig anderer Meinung sind: Das neue Blumfeld-Album “Jenseits von Jedem” ist ziemlich schlecht. Belanglos. Zum Teil extrem nervig. Und ich gehöre NICHT zu den Leuten, die mehr “Ich-Maschine” und “L’etat et moi” haben wollen. Vielleicht einfach ein paar mehr “Graue Wolken” und etwas weniger “Die Welt ist schön”. Das neue Phillip-Boa-Album “C 90” hingegen ist ziemlich gut. Erfreulich unspektakulär. Und nicht krampfhaft modern. Auch wenn es sicher momentan viel cooler ist, Blumfeld gut zu finden und Philip Boa schlecht. Dann bin ich eben mal bewusst uncool. Ausführlichere Kritiken zu diesen und vielen anderen neuen Alben demnächst an dieser Stelle.

Meine Flucht vor der Leere und der Ausgebranntheit hat mich nach Berlin gebracht. Ich genieße. Sind Kopf, Seele, Herz und Bauch schon frei? Werden sie das jemals sein? Nein, aber vielleicht etwas entspannter unfrei.

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Manchmal ist das Leben so anstregend, dass man sich nur noch leer fühlt. Ausgebrannt. Hoffnungslos. Alt. Einfach leer. In solchen Momenten sollte man flüchten. Alles hinter sich lassen. Wenigstens für ein paar Tage. Neues ErLeben. Kopf, Seele, Herz und Bauch frei bekommen. Um neue Kraft zu schöpfen. Das werde ich jetzt tun.

Und wenn ich wieder da bin, wird diese kleine Seite in neuem Leben erblühen. Denn ich habe noch so viele Ideen. Mir fehlt nur die Kraft, sie umzusetzen. Wir sehen uns in einer Woche, vielleicht in 10 Tagen.

Nobody said it was easy
No one ever said it would be this hard
Oh take me back to the start
(aus: Coldplay – The Scientist)

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‘no’ is the saddest experience that you’ll ever know
yes, it’s the saddest experience you’ll ever know
yes, because one is the loneliest number that you’ll ever do
one is the loneliest number that you’ll ever know

one is the loneliest number
one is the loneliest number that you’ll ever do
one is the loneliest number, much worse than two
one is a number divided by two

(aus: Aimee Mann – One)

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Mein Zitat des Tages – von Elton John:
“There are a lot of great rock ‘n’ roll records out these days, thank God. Kings Of Leon, The Darkness, the new Black Rebel Motorcycle Club record… I don’t think there’s been a more exciting time. It started with White Stripes record this year and it seems to have taken off from there, and hopefully all these miserable fuckers like Staind and Creed will go out of the window.” (Quelle: NME.com)
Scheint, als müsse ich meine nicht allzu positive Meinung über Elton John etwas revidieren…

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Momentan auf Heavy Rotation in allen relevanten Musik-TV-Sendungen des Landes (also “Fast Forward” und “MTV Spin“): The Postal Service mit “such great heights”. Wer sind die? Wo kommen die her? Schnell allmusic.com geklickt und schon mehr gewusst: “Named for the way they traded sounds and ideas, the Postal Service is an electronica-meets-indie-rock supergroup featuring Jimmy Tamborello of Dntel and Figurine and Death Cab for Cutie’s Ben Gibbard; Rilo Kiley’s Jenny Lewis and former Tattle Tale-r and solo artist Jen Wood provide backing vocals. Tamborello and Gibbard first worked together on the title track of Dntel’s This is the Dream of Evan and Chan EP; from there, the duo continued to collaborate via mail, with Tamborello sending electronic pieces and Gibbard adding guitars, vocals and lyrics. The results, Give Up, were released in early 2003 by Sub Pop.” Ah ja. Auf jeden Fall: Sehr angenehmes, ruhiges Stück, dieses “such great heights”. Sollte man sich vormerken und mal in das Album reinhören.

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Heute ist ein guter Tag, um zu feiern:

Bürgermeister von Beust feuert Schill

Hamburgs Erster Bürgermeister von Beust hat Innensenator Schill entlassen, weil er charakterlich für das Amt nicht geeignet sei. Zwischen von Beust und Schill war es kurz zuvor zum Eklat gekommen. Der umstrittene Senator hatte gedroht, öffentlich zu behaupten, von Beust habe ein Verhältnis mit dem Hamburger Justizsenator.

Hamburg – Die Entlassung Ronald Schills gab Ole von Beust auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz in Hamburg bekannt. “Ich habe Herrn Schill entlassen”, sagte von Beust. Die Regierungskrise war von einer Affäre um den Innenstaatsrat Walter Wellinghausen ausgelöst worden.
Von Beust hatte von Innensenator Schill gefordert, Wellinghausen zu entlassen. Daraufhin habe Schill dem Regierungschef gedroht, der Öffentlichkeit zu erklären, er habe seinen angeblichen Lebenspartner, Justizsenator Roger Kusch, in den Senat geholt und damit Privates mit Dienstlichem verquickt. Er habe Schill daraufhin sofort seines Büros verwiesen.
Von Beust erklärte, Schill sei für das Amt “charakterlich nicht geeignet”. Weiter sagte der Erste Bürgermeister der Hansestadt, die Anschuldigungen Schills seien nicht wahr. Nach seiner Entlassung sagte Schill, von Beust lebe mit Kusch zusammen.
Beust entließ auch Innenstaatsrat Wellinghausen. Mit dem Innenstaatsrat hatte es jüngst mehrere Krisengespräche gegeben. Wellinghausen wird seit Monaten vorgeworfen, er habe nach seinem Amtsantritt als Staatsrat 2001 unangemeldete Nebentätigkeiten für eine Privatklinik ausgeführt.
Der 59-jährige Rechtsanwalt ist parteilos. Er wurde von Innensenator Schill eingestellt, den er vorher erfolgreich vor Gericht verteidigt hatte. Schill stand trotz der seit dem Frühsommer erhobenen Vorwürfe weiter hinter seinem Staatsrat und hatte mit dem Ende der Koalition aus CDU, Schill-Partei und FDP gedroht.
Schill will aus Politik aussteigen
Offen ist derzeit, welche Auswirkungen die Entlassung Schills auf die Regierungskoalition hat. Bausenator Mario Mettbach, Vorsitzender der Schill-Partei, ging davon aus, dass die Koalition mit CDU und FDP in Hamburg fortgesetzt werde. Mettbach kündigte an, die Situation werde nun in der Fraktion der Schill-Partei und mit den verbliebenen Senatoren beraten.
Schill selbst sagte, er sei von der Situation völlig überrascht worden. Er könne noch nicht sagen, ob “eine Überlebenschance für die Koalition” bestehe. Er empfehle seiner Partei die Fortsetzung der Koalition.
Für sich selbst kündigte Schill an, der Politik den Rücken kehren zu wollen. Auf die Frage, warum er ein angebliches homosexuelles Verhältnis von Beusts mit Justizsenator Kusch öffentlich gemacht habe, sagte Schill, es habe seinem Rechtsempfinden widersprochen, dass der seiner Partei angehörende Bausenator Mario Mettbach in die Schusslinie geraten war, weil dieser seine Lebensgefährtin zur persönlichen Referentin gemacht hatte, während von Beust seinen Lebensgefährten Kusch zum Justizsenator gemacht habe.

Quelle: spiegel.de

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Meine Lieblings-Moderation des Tages (wie fast immer von Charlotte Roche): “Willkommen bei Fast Forward, der sehr späten Sendung für sehr frühe Leute”.

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Oh mein Gott. Das, was eben meine Ohren belästigt hat, bedarf eines Kommentares. Blank & Jones feat. Robert Smith – “A Forest”. Blank & Jones, die Kommerz-Trance-Leute, die ihre besten Zeiten schon lang hinter sich haben, gehen dazu über, Klassiker zu ruinieren. Und “A Forest” von The Cure ist definitiv einer der Klassiker, die demnächst an dieser Stelle in meiner Liste von “Songs für die Ewigkeit” erscheinen wird. Und was Blank & Jones aus diesem Teil gemacht haben, ist schlimm. Ganz schlimm. 8einhalb Minuten belangloser Müll. Mal ehrlich, Herr Smith, haben wir sowas wirklich nötig? Fazit: Robert Smith arbeitet mit Hochdruck daran, den Ruf von The Cure endgültig zu ruinieren.

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