tv-test: “weeds – kleine deals unter nachbarn”. 0

Format: “Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn”
Sender: ProSieben
Produktion: Lions Gate Television / Tilted Productions
Genre: Dramedyserie
Programmplatz: mittwochs, 22.15 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 35 Minuten
Start: 4. April 2007

Kritik: Sehr ungewöhnliche Story für eine US-Serie. Eine Mutter zweier Söhne verdient ihren Lebensunterhalt nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes mit dem Dealen von Marihuana. Ihr Kundenstamm reicht dabei durch die gesamte Nachbarschaft bis hin zum Stadtrat. Ihr größtes Problem: Sie kann mir ihrer besten Freundin nicht offen über ihr kleines Geschäft sprechen. Die Serie ist mir insgesamt zu überdreht. Sie ist zwar keine plumpe Comedy-Serie, aber die Droge als Mittelpunkt der Serie, gepaart einerseits mit vielen Klischees und andererseits mit starken Übertreibungen, nervt mich. Ich bin nicht wirklich warm mit “Weeds” geworden.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

tv-test: “auf den punkt”. 0

Format: “Auf den Punkt”
Sender: NDR Fernsehen
Produktion: NDR
Genre: Reportage-Reihe
Programmplatz: montags, 23.00 Uhr
Frequenz: monatlich
Dauer: 45 Minuten
Start: 2. April 2007

Kritik: Diese neue Reportage-Reihe hat im Vorfeld für etwas Aufsehen gesorgt. Der Grund: Sie gehört zum in Deutschland wenig genutzten Genre der Presenter-Reportage. Sprich: Ein Reporter steht im Vordergrund der Sendung und erzählt sie nicht aus dem Off, sondern von vor der Kamera. Er besucht mit dem Zuschauer gemeinsam die Schauplätze und erzählt die Geschichten. Der NDR hat das Konzept bei “Auf den Punkt” gut umgesetzt, zudem macht Presenter Ingo Zamperoni seine Sache durchaus gut. Eine Sendereihe, die eine gute Zukunft vor sich haben könnte – wenn man sie sich in Ruhe weiterentwickeln lässt.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

tv-test: “inked – unter die haut”. 3

Format: “Inked – Unter die Haut”
Sender: The Biography Channel
Produktion: Boom Pictures / Foglight Entertainment / Fox Studio / Insomnia Media Group
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: samstags, 18.30 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 31. März 2007

Kritik: Ein weiteres Start-Format des deutschen Biography Channels. Es zeigt gleichzeitig, wie weit der Begriff “Biography” beim neuen Sender gefasst ist. Es geht in “Inked” nämlich nicht um irgendwelche Personen der Zeitgeschichte, sondern um ein Tattoo-Studio in Las Vegas. Deren Betreiber, Kunden und Umfeld wird begleitet. Das was dabei herauskommt, ist unspektakulär, oft arrogant und unsympathisch, immer aber stinklangweilig.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

tv-test: “gene simmons: family jewels”. 0

Format: “Gene Simmons: Family Jewels”
Sender: The Biography Channel
Produktion: A Day With / A&E Television / Gene Simmons Company / The Greif Company
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: samstags, 18.00 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 31. März 2007

Kritik: Eins der Start-Formate des deutschen Biography Channels war diese Doku-Soap im Stile der “Osbournes”, die das angebliche Leben des Kiss-Frontmanns Gene Simmons begleitet. Die Soap hat allerdings nicht viel vom Ozzy-Original und nervt zu weiten Teilen. Zu unsympathisch sind die Familienmitglieder und zu bedauernswert ist Simmons – ohne dabei (un-)freiwillig komisch wie Ozzy Osbourne zu sein.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

tv-test: “the screening room”. 0

Format: “The Screening Room”
Sender: CNN International
Produktion: Cable News Network
Genre: Kinomagazin
Programmplatz: freitags, 19.30 Uhr
Frequenz: monatlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 30. März 2007

Kritik: CNN International hat ein neues Kinomagazin. In der leider nur monatlich ausgestrahlten Sendung präsentiert Myleene Klass die Welt der Filme. Die Sendung ist dabei nur halbwegs aktuell, beschäftigt sich aber auch mal eine ganze Sendung lang mit einem Thema. Die Moderatorin steht dabei etwas zu sehr im Mittelpunkt, darf beispielsweise eine Mini-Figur in “Shrek 3” synchronisieren. Würde “The Screening Room” in höherer Frequenz ausgestrahlt und dadurch mehr Aktualität bieten, könnte man öfter einen Blick riskieren. So bleibt aber unter dem Strich nicht viel, das ähnliche deutsche Sendungen nicht auch bieten.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

tv-test: “gsg 9”. 1

Format: “GSG 9”
Sender: Sat.1
Produktion: Typhoon
Genre: Actionserie
Programmplatz: diverse
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 60 Minuten
Start: 8. März 2007

Kritik: Wenn man eine Fernsehserie “GSG 9” nennt, weiß so ziemlich jeder Deutsche auf Anhieb, was er erwarten kann: Action. Die deutsche Anti-Terror-Eliteeinheit wird von Sat.1 nun also in einer Serie verwurstet. Junge kräftige Männer in dicken Kampfanzügen jagen einfach gestrickte Terroristen, die nichts Gutes im Schilde führen. Problem der Serie: die Eindimensionalität. Die Charaktere nerven nach kurzer Zeit, die Geschichten sind weitgehend überraschungsfrei. Wenn schon mitten in Episode 1 gähnende Langeweile einsetzt, verheißt das nichts Gutes für die Zukunft einer Serie.

Wertung: 4 von 10 Punkten.

tv-test: “von pacman bis cyberspace – die ultimative geschichte des videospiels”. 1

Format: “Von PacMan bis Cyberspace – Die ultimative Geschichte des Videospiels”
Sender: Discovery Channel
Produktion: World of Wonder
Genre: Doku-Reihe
Programmplatz: freitags, 21.10 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 60 Minuten
Start: 2. März 2007

Kritik: Es wurde höchste Zeit, dass sich auch das Fernsehen mal der mittlerweile Jahrzehnte langen Geschichte der Videospiele widmet. Der Discovery Channel hat das jetzt in einem ausführlichen Fünfteiler gemacht. Erzählt wird wirklich die komplette Geschichte. Vom Konsolen-Erfinder Ralph Baer bis in die Neuzeit. Mit zahlreichen Zeitzeugen und Massen an Original-Aufnahmen von Spielen, Werbespots und ähnlichen Sequenzen entstand so eine sehr sehenswerte Reise durch einen wichtigen Teil der jüngeren Popkulturgeschichte.

Wertung: 7 von 10 Punkten.

tv-test: “lutter”. 0

Format: “Lutter”
Sender: ZDF
Produktion: Network Movie
Genre: Krimireihe
Programmplatz: samstags, 20.15 Uhr
Frequenz: unregelmäßig
Dauer: 90 Minuten
Start: 24. Februar 2007

Kritik: Die Krimireihen sprießen bei ARD und ZDF ja seit Jahren unaufhörlich aus dem fruchbaren Anstaltsboden. Kein Wunder, sind Krimis doch das Erfolgsgenre Nummer eins in Deutschland. In dieser neuen Reihe spielt Joachim Król den Ruhrpott-Kommissar “Lutter”, der bei der Ermittlung von Morden auch schnell mal ins Aufdecken von Korruptionsaffären und organisiertes Verbrechen rutscht. Zwar ist “Lutter” neben Król auch in den Nebenrollen sehr gut besetzt, doch die große Atmosphäre will nicht so richtig aufkommen. Die Filme bleiben zu dröge, klischeebeladen und farblos. Solide Krimikost, mehr leider nicht.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

tv-test: “life on mars – gefangen in den 70ern”. 1

Format: “Life on Mars – Gefangen in den 70ern”
Sender: kabel eins
Produktion: kudos Film and Television
Genre: Krimiserie
Programmplatz: samstags, 20.15 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 60 Minuten
Start: 3. Februar 2007

Kritik: Wenn man das Wort Zeitreise in Verbindung mit einer Fernsehserie oder einem Film hört, denkt man sofort an Komödien à la “Zurück in die Zukunft” oder Science Fiction. “Life on Mars” ist ganz anders. Kommissar Sam Tyler aus Manchester wird von einem Auto angefahren und im selben Moment in die Vergangenheit katapultiert. Er wacht 1973 auf. Doch war es wirklich eine Zeitreise? Oder liegt er im Koma oder sogar gestorben? Oder ist er einfach durchgeknallt? Nachdem er begriffen hat, dass seine Kollegen zumindest keinen Scherz mit ihm treiben und so tun als wäre es das Jahr 1973, fügt er sich zumindest in Teilen seinem Schicksal und ermittelt. Zumal die Verbrechen irgendwie mit seinem eigentlichen Leben in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts zu tun haben. “Life on Mars” fesselt von der ersten Minute an und zieht den Zuschauer schnell in seinen Bann. Eine der besten britischen Produktionen aller Zeiten.

Wertung: 8 von 10 Punkten.

tv-test: “deutschland ist schön”. 0

Format: “Deutschland ist schön”
Sender: Sat.1
Produktion: mmp production
Genre: Sketch-Comedy
Programmplatz: freitags, 21.15 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 2. Februar 2007

Kritik: “Deutschland ist schön” ist zwar ein weiterer Vertreter des Sketch-Comedy-Genres, aber in der Umsetzung ein durchaus besonderer. So spielt ein Allstar-Ensemble aus jeder Menge bekannter Comedians mit: Herbert Feuerstein, Bernhard Hoecker, Mike Krüger, Dirk Bach, Ingolf Lück, Markus Maria Profitlich und viele mehr. Erzählt werden die Sketche, die allesamt deutsche Eigenheiten und Klischees thematisieren, zwischendurch von Jürgen von der Lippe. Zwar sind nicht alle Sketche gelungen, doch ein durchaus großer Teil regt zumindest zu einem Lächeln an. Und das ist schon wesentlich mehr als die meisten Sketch-Comedys von der Stange können.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

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