Keine Angst, es folgt kein Bahn-Content. Obwohl es da auch schon wieder viel von Pleiten, Pech & Pannen zu berichten gäbe. Es geht aber nochmal um andere Pleiten, Pech & Pannen. Die der schon zur Genüge erwähnten PR-Agentur Edelman. Um die Edelman/Technorati-Studie mit viel Tamtam in Deutschland zu präsentieren, hatte man im Vorfeld Journalisten und Unternehmensvertreter nach Frankfurt geladen. Auch ich sollte in meiner Rolle als Journalist daran teilnehmen und zuhören. Dann gab es aber seitens Journalisten und Unternehmen – welch Wunder – nahezu kein Interesse an einer solchen Veranstaltung – sie wurde eingedampft und zu einem “runden Tisch” umgewandelt. Ich, der inzwischen auch abgesagt hatte, sollte nun unbedingt als Diskutant dabei sein, warum dürfte ja klar sein. Um es klar zu sagen: Es war ein Fehler, an der Runde teilzunehmen. Immer wieder wurde beteuert, man wolle uns zuhören, wolle lernen. Alles Quatsch. Wir wurden verheizt, damit man sich bei Edelman mit Authentizität schmücken konnte. Letztlich waren die 90 Minuten – Ihr braucht sie Euch nicht anschauen, ehrlich – völlig vertane Zeit. Der Technorati-Marketing-Hansel (der mich besonders enttäusch hat) hat knallhart eine Stunde lang seine dummen Zahlen vorgestellt (“Wir bezeichnen die ‘Top 100’-Blogs einfach mal als Blogosphäre und teilen sie in fünf Kategorien auf”), sie mit Zitaten garniert, die niemand hören wollte und reagierte auf kritische Fragen pikiert und iritiert. Und als später tatsächlich so etwas wie eine Diskussion entstand, redete man völlig aneinander vorbei und war wohl froh, als es zu Ende war. Klar, man hätte das alles vorher wissen können: Dass PR-Agenturen anderes zu tun haben, als vernünftige Gespräche zu führen. Sie wollen Produkte von Firmen in Märkte drücken. Und wir sind nur ein Markt für sie. Kein Gesprächspartner. Daran werde ich mich in Zukunft dann wohl auch halten.
Mehr zum Thema bei Johnny (der bei der Gelegenheit gleich mal eine Führung durch die neuen Frankfurter Spreeblick-Büros veranstaltet hat) und bei Felix.