erkenntnisse eines abends. 1

Der gestrige Abend hat zwei Erkenntnisse gebracht: Erstens: Weinproben sind harte Arbeit. Zweitens: Blogger sind überall.

Zuerst zur Weinprobe, zu der die Firma Mitarbeiter und ein paar Dienstleister eingeladen hatte. Ein netter Abend, an dem ich in meinen letzten Tagen in der Region nochmal die geballte Vielfalt Heidelberger Weine probieren konnte. Aber: harte Arbeit. 8 unterschiedlichste Weine. Rot und Weiß. Von düster-herb bis äußerst süß in etwa zwei Stunden. Insgesamt eine Flasche Wein in kurzer Zeit. Kopf und Magen wurden wirklich Höchstleistungen abverlangt. Und wenn danach noch italienische Häppchen warten, kurz vor Mitternacht Tiramisu und am nächsten Morgen Aufstehen um halb 8 ansteht… Puh.

Und dann die Blogger. Als wir vor der Weinprobe auf dem Hof des Weinguts auf die letzten Ankömmlinge warteten, hielt ein kleines Gefährt inmitten der Leute. Am Steuer ein sympathisch aussehender Mann, auf dem Beifahrersitz ein sympathisch aussehender Hund. Auf einmal vernehme ich, mit anderen etwas abseits stehend, die Rufe des Bosses: “Jens, dein Typ wird verlangt, hier kennt jemand dein Blog.” Ich wundere mich, gehe zum den Gefährt. Sofort werde ich für mein Blog gelobt, der Mann bedauert, dass ich Heidelberg verlasse und wünscht mir viel Glück. Und er fragt, ob ich das Winzerblog kenne. “Selbstverständlich” antworte ich, schließlich gehört es eindeutig zu den besten Blogs der Region und ich wusste im Vorfeld, dass der Betreiber im Weingut arbeitet, das wir an dem Abend besuchen würden. Ein kleiner Smalltalk schließt sich an, ein kurzes Kennenlernen eines weiteren Heidelberger Bloggers und die Erkenntnis, dass sie überall sind, diese Blogger. Ein lieber Gruß also an den Winzerblogger.

kurt krömer. 3

Kleiner Tipp für den Fernsehsonntag (sofern man kein “Tatort”-Fan ist oder einen Videorecorder besitzt): Um 20.15 Uhr gibt’s im rbb Fernsehen 90 Minuten Kurt Krömer. rbb online schreibt dazu: “In ‘Vorhang auf – Glamour, Gags und gute Laune’ begibt sich Kurt Krömer auf einen Streifzug durch das nächtliche Berlin und Brandenburg – immer auf der Suche nach der Faszination zwischen Schein und Sein. In seiner Heimat Neukölln trifft er ‘die wahre Nana Mouskouri’, in Köpenick ‘eene echte Berliner Jöre’, in Tempelhof ‘Berlins einzige erotische Kultfrau’ und in Cottbus die kecken Damen vom Kabarett ‘Weiberkram’. Krömer beweist: Die frech-frivole Illusion liegt so nah …”

frankreich. 5

Ja, ich weiß, auf Spreeblick zu verlinken ist irgendwie langweilig. Das liest eh jeder, verlinkt wird’s auch überall, da braucht man das ja nicht auch noch tun. Aber: Die zum Teil absolut großartigen Fotos der 20-jährigen Charlotte Gonzalez von den Pariser Protesten, die Andreas für Spreeblick bei roxomatic entdeckt hat, sind es absolut wert, auf das Blog, das jeder kennt zu verlinken. Die kompletten Gonzalez-Fotos gibt’s bei Flickr und Woomp.

zwischenstand. 1

Noch eine Woche Heidelberg. Fast alle Dinge sind nun geregelt. Am Montag bringe ich die nicht mehr verwendbare Couch und den Herd zum Recycling-Hof. Am Dienstag kommt jemand und holt meine Spende für Bedürftige ab: einen Kühlschrank, ein Bett und einen Schreibtisch. Am Freitag und Samstag werden Decken und Wände gestrichen und anschließend wird die Wohnung geputzt und der Teppich gereinigt. In der Woche drauf führt mich ein letzter Weg nach Heidelberg zur Wohnungsübergabe. Und anschließend beginnt endlich der neue Lebensabschnitt in Düsseldorf. Und auch in diesem Blog dürfte dann wieder ein Normalzustand erreicht werden. Mit all den Rubriken, die derzeit so sträflich vernachlässigt werden.

dinge, die ich an heidelberg nicht vermissen werde (2). 4

Die Kantine, die die ekelhaftesten Bratkartoffeln unter der Sonne zubereitet.

“fhm” und der click. 19

Es muss nicht immer eine DVD sein. Ein anderes Gimmick hat beim Männerblättchen “FHM” für Rekorde gesorgt. Die aktuelle Ausgabe (Druckauflage: 270.000) ist restlos ausverkauft, meldet “werben & verkaufen” heute. Und warum? Weil der aus der Werbung bekannte Clicker von Axe beilag (dieses kleine Zählgerät aus dem Ben-Affleck-Spot). Und der war anscheinend so begehrt, dass die Zeitschrift sich so gut verkauft hat wie nie zuvor.

die böse musikindustrie (2). 2

Einen sehr lesenswerten Beitrag zur Urheberrechts-Diskussion gibt’s übrigens auch bei Herrn Shhhh.

empörung (2). 0

Mittlerweile scheint eine Diskussion um das Sau-durch-Blogdorf-Getreibe zu entstehen – mit sachlichen, lesenswerten Standpunkten. U.a. hier und hier. Das wäre doch wirklich mal begrüßenswert.

empörung. 8

Mein Lieblings-Halbsatz aus der Berichtersatttung über die Transparency-Affäre ist dieser: “darauf stürzte sich die leicht zu empörende Weblog-Gemeinschaft” (tagesschau.de). Weil er so wahr ist. Denn würde immer dann, wenn Unternehmen Medien mit noch viel schlimmeren Androhungen, Erpressungsversuchen und sonstigen Schikanen überziehen, eine ähnliche Empörung laut werden – dann würde ich die Transparency-Empörung verstehen. Aber in all den anderen Fällen geht’s ja um “die bösen Medien” und nicht um “eine von uns”.

ein beruhigender blick in die charts. 24

Hier die Single-Trendcharts-Spitze vom Samstag (in Klammern die Platzierungen vom Freitag):

1 (1) Tobias Regner – “i still burn”
2 (4) Bob Sinclair – “love generation”
3 (3) Tokio Hotel – “rette mich”
4 (5) Texas Lightning – “no no never”
5 (6) Eros Ramazzotti & Anastacia – “i belong to you”
6 (7) Kelly Clarkson – “because of you”
7 (2) Depeche Mode – “suffer well”
8 (9) Karmah – “just be good to me”
9 (8) Rosenstolz – “ich bin ich (wir sind wir)”
10 (11) Pink – “stupid girls”

(Quelle: Media Control / Chart Radio)

Und? Was fehlt? Die drei Deutsch-Türken, deren “Band”-Namen ich nicht nenne. Keine Top-Ten-Platzierung. Kein “Superhit”. Musikalischen Dreck durchs Internet und Fernsehen zu jagen reicht nicht, wenn es nunmal nur Dreck ist. Und genau das beruhigt mich ungemein.

« Previous PageNext Page »