der/die süße bill. 35

Oh mein Gott. Jetzt sieht er endgültig aus wie ein Mädchen. Auch wenn die “Bravo” es in einer Pressemitteilung lieber “Wild! Verwegen! Geheimnisvoll!” nennt. Und weiter: “Bill trägt seine Haare jetzt halblang und gesträhnt. Sexy, verführerisch und reif überrascht er seine Fans.” Aber so läuft’s Business halt.

arctic monkeys auf rekordjagd. 16

“The Arctic Monkeys’ first record could become the fastest-selling debut rock album since records began, according to experts.” schreibt der NME. Und weiter: “The album could sell up to 200,000 in its first week. Chart expert Gennaro Castaldo said: “We might be entering the Chinese Year of the dog, but as far as the Music Industry is concerned 2006 is very much the ‘year of the monkey’. We haven’t seen this level of excitement for a new artist since the Britpop-heralding arrival of Oasis more than 10 years ago.” Die britischen Kids haben also ihr eigenes Tokio Hotel gefunden. Und bei allem Überschwang: Substanzlos ist dieser neueste Hype keineswegs. Die Platte bietet allerfeinsten Rock im Sinne von Rock. Eine Kritik gibt’s nach dem Wochenende an dieser Stelle in der neuen popkulturjunkie-Album-Kritiken-Rubrik.

technisches versehen. 4

Schade. Da hätte ich ja gern mal gesehen, was denn da 30 Minuten lang stand:

Sehr geehrte FOCUS-Online-Leser, durch ein technisches Versehen wurde für etwa 30 Minuten über diesen Link ein nicht zur Veröffentlichung bestimmter Beitrag publiziert. Die Chefredaktion von FOCUS Online bedauert dies sehr.

produkte, die die welt nicht braucht. 6

Ich lach’ mich kaputt. Die peinlichen “Sexy Sport Clips” vom DSF sind demnächst auch als DVD erhältlich. U.a. als “Schwarz Rot Gold Collection“, bestehend aus “Betörende Blondinen”, “Black Beauties” und “Rothaarige Versuchungen”. Hersteller WVG Medien schreibt dazu: “Die Schwarz Rot Gold Clip Collection überzeugt nicht nur durch die gewohnt erotischen Darbietungen der Damen in sportlicher Umrahmung, sondern ebenso durch eigens komponierte Musik und eine Reihe von Extras wie einem Bonusclip, einem erotischen Puzzle und einer Zusammenstellung der jeweils heißesten Bilder. Die persönliche Vorstellung einzelner Damen in der „Private Lounge“ macht dieses Produkt zu einem Muss der zahlreichen Fans!” Großartig! Vor allem die “eigens komponierte Musik” dürfte ein Hochgenuss sein.

top 50 bzw. 65 music videos of 2005. 4

Das ist ja mal eine extrem gelungene Liste: die “Top 50 Music Videos Of 2005” – und alles gleich mit Links zum anschauen. Wahnsinnig gute Clips dabei. (via Irgendwas ist ja immer)

Nachtrag: Und hier gibt’s eine ebenso gelungene Liste der “Top 65 Music Videos of 2005”. (via Glück auf!)

charts (2006-01-20). 12

Kaum veröffentlicht, schon in diesem Blog: die Charts vom kommenden Freitag. Und ich sag’ euch: Spitzen-Material, diesmal. So viele Voll-Katastrophen gab es noch nie. Aber der Reihe nach. Hier sind die Neu-Einsteiger der deutschen Singlecharts vom 20. Januar 2006.

95: Klaus & Klaus – “da wird die sau geschlacht” / Video nicht verfügbar / kaufen

Wir sind mittendrin, in der Aprés-Ski-Saison, dem Mallorca des Winters. Zeit also für die passende Musik. Und Zeit für Klaus & Klaus. Was das “Grünkohl-Lied” (so der Untertitel) mit Aprés Ski zu tun hat, weiß ich zwar nicht, aber auf der Maxi befindet sich neben der Grünkohl-Version auch eine Aprés-Ski-Version. Die beiden nordeutschen Dorfdeppen singen jedenfalls in allerschönster Schunkel-Manier “da wird die sau geschlacht, da wird die wurst gemacht, im schönen, leckeren grünkohl-land”. Und was gibt’s für solch tolle Sangeskunst? Natürlich 0 von 10 Punkten.

94: French Affair – “symphonie d’amour” / Video / kaufen

French Affair hatten im Jahr 2000 mal einen Nummer-1-Hit (“my heart goes boom (la di da da)”), danach kam kein ähnlicher Erfolg mehr. Auch der neueste Streich schafft nur Rang 94. Mit Dance-Musik hat die neue Single nur noch bedingt etwas zu tun, es handelt sich eher um (komplett in französisch gesungenen) Radio-kompatiblen Pop. Die Stimme ist zwar ganz nett, insgesamt fehlt dem Song aber der Kick und er nervt recht schnell. 3 von 10 Punkten.

92: Höhner – “ohne dich geht es nicht (du bist die nummer eins für mich)” / Video nicht verfügbar / kaufen

In der zweiten Woche nach Release doch noch ein Einstieg für die Höhner. Ob es am Aprés Ski liegt oder an der aufkeimenden Karnevals-Zeit, ich weiß es nicht. Auch wenn ich es mir jetzt mit einigen Kölnern verscherzen dürfte, aber die Höhner kann ich allenfalls so ernst nehmen wie Klaus & Klaus. Sie singen irgendeine pseudo-lustige Mitgröhl-Macho-Hymne, die schlimmer ist als jede Luftverschmutzung. 0 von 10 Punkten.

88: Lasgo feat. Dave Beyer – “who’s that girl?” / Video / kaufen

Belgiens Dance-Act ausnahmsweise nicht mit Sängerin, sondern mit einem Mann namens Dave Beyer. “who’s that girl?” hat glücklicherweise nichts mit Madonna zu tun, ist ein luftiger, eher sommerlicher Disco-Track, der nicht nervt, aber auch nicht wirklich im Ohr bleibt. 3 von 10 Punkten.

80: Peter Wackel – “ladioo” / Video nicht verfügbar / kaufen

Zurück auf die Skipiste, bzw. in die Kneipe danach. Peter Wackel, der seinen Sommer in Mallorcas Kneipen verbringt, muss auch im Winter eine seine katastrophalen Hymnen für Besoffene (“es ist so geil, wie wir zu sein”) veröffentlichen. Ich bin beinahe geneigt, zu sagen, dass es noch schlechter als Klaus & Klaus und Höhner ist, aber es gibt nunmal nicht weniger als: 0 von 10 Punkten.

71: De Randfichten – “das kommt vom rudern” / Video nicht verfügbar / kaufen

Weiter geht’s auf die Pisten der Ostzone. Sachsens Finest sind zurück und singen irgendeinen schlüpfrigen Scheiß von Rudern, Segeln und “Fische fangen auf hoher See”. Dreimal dürft ihr raten: 0 von 10 Punkten.

69: Marcos Hernandez – “if you were mine” / Video / kaufen

Gegen die Katastrophen von eben ist das das hier ja eine reine Wohltat. Dabei ist es lediglich weichgespülter Latin-Pop-RnB-Kram von einem 23-jährigen Schnösel, der klingt, als käme er frisch aus einer Casting-Show. Völlig belanglos also. 2 von 10 Punkten.

67: Master Blaster – “since you’ve been gone” / Video nicht verfügbar / kaufen

Ist der Alte-Hits-im-Dance-gewand-Trend nicht langsam mal vorbei. Zeit wär’s. Hier verhunzen die Master-Blaster-Produzenten den 1979er-Clasic-Rock-Hit “since you’ve been gone” von Rainbow dermaßen, dass man beinahe Mitleid mit den alten Haudegen bekommen muss. So dermaßen unpassende, billig klingende Klänge zwischen den Original-Passagen. Akuter Ohrweh-Alarm. Und auch hier wieder: 0 von 10 Punkten.

45: Richard Ashcroft – “break the night with colour” / Video / kaufen

Kommen wir zum ziemlich einsamen Höhepunkt dieser Woche: der neuen Single von Richard Ashcroft. Sein drittes Solo-Album erscheint in Kürze, “break the night with colour” ist die Vorab-Single. Der Song ist okay, plätschert aber weitgehend vor sich hin und reicht nicht an seine legendären Hits heran. Dennoch: ein typischer Ashcroft-Song. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Und: Die ersten gesungenen Worte klingen so dermaßen nach Robbie Williams – unglaublich. 7 von 10 Punkten.

29: Arash – “temptation” / Video / kaufen

Der Stern von Arash sinkt auch wieder. “boro boro” kam noch in die Top Ten, “temptation” nur auf 29. Lieferte “boro boro” noch Bollywood-Einflüsse, klingt diese neue Single eher nach einem Mix aus asiatischen, türkischen und südländisch, latino-esken Versatzstücken. Im Sommer hätte der ziemlich schnell nervende, aber zugegebenermaßen ohrwurmige Track sicher bessere Chancen gehabt. 3 von 10 Punkten.

18: Apoptygma Berzerk – “shine on” / Video / kaufen

Apoptygma Berzerk kenne ich aus den sicher noch dem einen doer anderen bekannten “Grenzwellen” von radio ffn. Jahre her, mittlerweile haben sie sich ja komplett zum Pop gewandelt. Mit Indie hat das gar nichts mehr zu tun. Wenn ich mich nicht irre, handelt es sich bei dem “shi shi shi shine on”-Gesinge auch um eine Coverversion aus den 80ern. Insgesamt leider etwas sehr belanglos, um ernst genommen zu werden. 4 von 10 Punkten.

12: Pinocchio – “klick klack” / Video / kaufen

Tja. Und dann also noch das. Nach “un monde parfait” von Ilona Mitrecey das zweite Verbrechen, dass aus Frankreich importiert wurde. “klick klack” ist in anderen Ländern schon ein großer Hit und nun zeigt der von Super RTL gepushte Kinderlied-Müll, dass es leider immer noch möglich ist mit Infantilen-Pop große Hits zu landen. Und ich verwette meinen Arsch darauf: Nächste Woche ist “klick klack” in den Top Ten. Bis dahin, ihr könnt es Euch denken: 0 von 10 Punkten

Die Top Ten vom 20. Januar 2006:
01 (02) Mattafix – “big city life”
02 (01) Madonna – “hung up”
03 (03) Xavier Naidoo – “dieser weg”
04 (11) Bob Sinclair feat. Goleo VI – “love generation”
05 (05) Melanie C – “first day of my life”
06 (04) The Black Eyed Peas – “my humps”
07 (09) Eminem – “when i’m gone”
08 (07) Tic Tac Toe – “spiegel”
09 (06) Tokio Hotel – “schrei”
10 (10) Robbie Williams – “advertising space”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
– Shout Oud Louds – “please please please”
– The White Stripes – “the denial twist”
– Uwe Ochsenknecht – “heroes of ice”

tv-start-kritik 2006/043: “glück-wunsch! – vera macht träume wahr”. 1

“Glück-Wunsch! – Vera macht Träume wahr” / RTL II / blue eyes / dienstags, 21.15 Uhr / Start: 17. Januar 2006

Vera Int-Veen, die vor Kurzem ihren täglichen Sat.1-Talk verloren hat, spielt nun Rudi Carrell bei RTL II, indem sie Wünsche erfüllt. Unterschied: Hier wird Familien geholfen, die wenig Geld haben und auch sonst nur sehr schwer durchs Leben kommen. Den Kindern wird kostenloser Reit-Unterricht oder Fußball-Training ermöglicht, die alleinerziehende Mutter bekommt einen Führerschein und ein Auto bezahlt, etc. Die Sendung ist solide und voller Emotionen produziert und geht ans Herz. Und man mag über Int-Veen sagen, was man will – für eine solche Sendung ist sie überaus gut geeignet. 6 von 10 Punkten.

super-nazi. 7

Heute abend könnte “Die Super Nanny” besonders lustig werden: “Super-Nanny heilt Neo-Nazi“.

kalkofe-podcast. 2

Irgendwie an mir vorbeigegangen. Oliver Kalkofe macht bei “cinema” seit Kurzem einen Podcast, den man kostenlos runterladen kann. Die bisherigen Teile, die aus einem Jahresrückblick bestehen, sind zwar noch nicht wirklich unterhaltsam, aber das mag ja noch kommen.

umgezogen. 2

Wer hätte das gedacht: Schweizer haben wunderbaren schwarzen Humor.

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