“triumph der bösen gitarren”. 2

Toller Text von Philipp Holstein zu den aktuellen Erfolgen von Metallica und AC/DC – in der “Rheinischen Post“:

“Auch wenn es angesichts der finsteren Bewegtheit der Musik komisch klingt: Heavy Metal verkauft sich gut, weil es ein erzkonservatives Genre ist.”

niggemeier und die pi-geilheit. 14

Was ich übrigens unfassbar komisch finde: Dass das von Niggemeier so viel gerühmte FAZ.net aus seinem Sonntagszeitungstext “50 Fragen an das Fernsehen” eine 50-teilige Klickgalerie gebaut hat.

die deutschen twittercharts (nr. 7 / oktober 2008). 4

Hier ist die neue Ausgabe. Mit nur 14 Tagen Verspätung. Irgendwie hatte ich keinen Antrieb, die Daten auszuwerten. Jetzt bin ich dazu gekommen und will Euch die Liste nicht länger vorenthalten. Bevor doofe Kommentare à la “Die Daten sind doch uralt!!!” kommen. Na klar sind sie alt – stammen ja auch vom 1. Oktober, 0 Uhr. Ich hoffe, dass die nächste Ausgabe wieder etwas pünktlicher erscheint. Wie immer ist die Liste der populärsten Twitterer aus dem deutschsprachigen Raum zweigeteilt – in diejenigen, die vornehmlich auf deutsch twittern – und diejenigen, die vornehmlich auf englisch twittern:

deutsch:
01 (01) Sascha Lobo (2737 Follower / +214 im Vgl. zum 1. September)
02 (02) Johnny (2465 / +213)
03 (03) kosmar (1827 / +82)
04 (04) Robert Basic (1691 / +114)
05 (06) Tim Pritlove (1622 / +212)
06 (05) Tina Pickhardt (1527 / +110)
07 (07) Nico Lumma (1516 / +129)
08 (08) Mario Sixtus (1497 / +138)
09 (10) iPhoneBlog (1464 / +246)
10 (09) Thomas Knuewer (1417 / +117)
11 (11) Klaus Eck (1271 / +111)
12 (13) netzpolitik (1258 / +121)
13 (18) Hubertus Heil (1200 / +217)
14 (12) Andreas Dittes (1184 / +35)
15 (16) Johannes Kleske (1181 / +140)
16 (14) dotdean (1170 / +79)
17 (17) annikrubens (1067 / +72)
18 (19) Max (1064 / +111)
19 (25) HaraldSchmidt (1055 / +228)
20 (20) rene (1021 / +80)
21 (22) WELT KOMPAKT (1007 / +89)
22 (24) Winnie (1004 / +112)
23 (21) cbgreenwood (1003 / +85)
24 (23) DonDahlmann (953 / +59)
25 (43) sven dietrich (911/ +199)
26 (27) MC Winkel (901 / +89)
27 (30) Kathrin Passig (882 / +100)
28 (26) mspro (875 / +57)
29 (—) 24hBerlin (848)
30 (36) moeffju (848 / +87)
31 (37) Oliver Wagner (834 / +77)
32 (29) felix schwenzel (833 / +48)
33 (—) bosch (833 / +161)
34 (28) Oliver (wwb) (816 / +29)
35 (33) paulinepauline (809 / +36)
36 (34) frank l. (809 / +36)
37 (40) John / Jay16K (803 / +58)
38 (38) André M. Hünseler (800 / +45)
39 (32) Cem Basman (794 / +18)
40 (41) benedikt koehler (794 / +53)
41 (35) Nicole Simon (de) (793 / +20)
42 (31) Basti Hirsch (790 / +12)
43 (—) fscklog (789 / +195)
44 (39) ripanti (787 / +35)
45 (42) Peter Hogenkamp (781 / +56)
46 (46) alex wunschel (745 / +65)
47 (45) Web Montag (743 / +40)
48 (—) Petra A. Bauer (743 / +105)
49 (44) Timo Heuer (735 / +31)
50 (—) pl0gbar (725 / +76)

englisch:
01 (01) Nicole Simon (2806 / +214)
02 (02) Colin Schlüter (2088 / +30)
03 (03) Chris Marquardt (2044/ +153)
04 (04) Oliver Gassner (1650 / +77)
05 (05) Timo (1605 / +139)
06 (—) WILBAU (1532)
07 (06) Wolfgang Bartelme (1528 / +146)
08 (08) Dominik Wagner (1410 / +140)
09 (07) thomas marban (1408 / +76)
10 (—) smashingmag (1360)
11 (09) Martin Pittenauer (1278 / +135)
12 (11) Lars Hinrichs (1240 / +137)
13 (10) Heiko Hebig (1180 / +69)
14 (12) Christian Scholz (1080 / +10)
15 (—) mirkohumbert (914)
16 (14) Thomas Fuchs (875 / +66)
17 (13) Peter Bihr (872 / +47)
18 (15) Sebastian Keil (790 / +47)
19 (16) Katharina Borchert (756 / +40)
20 (18) Sarik Weber (744 / +59)

Sollte trotz meiner ständigen Recherchen jemand in der Liste fehlen, bitte ich um Nachricht in den Kommentaren

popkulturjunkie back in germany. 17

Toll, wenn die Ankunft in der Heimat dadurch komplett versaut wird, dass ich zwar da bin, mein Koffer aber nicht. Ich könnte kotzen.

popkulturjunkie in amerika: etappen 15 und 16. 1

Da wollte ich schon unser letztes Hotel der Reise verteufeln, weil es entgegen der Ankündigung bei Expedia keinerlei Internetzugang anbietet (Verblüffend, dass es sowas noch gibt) – doch da finde ich ein von cnet gesponsertes freies WLAN-Netz. Sehr schön, so kann ich doch noch ein paar Gedanken loswerden.

– Die Einreise zurück in die USA verlief völlig unproblematisch. Eine Frage, was wir in Kanada wollten – das war’s. Er hat nichtmal mein Gesicht mit dem Foto im Reisepass verglichen. Wenn man also einmal drin ist in den USA, kommt man im erlaubten Zeitraum auch immer wieder ohne Komplikationen hinein.

– Das Hudson Valley ist eine verdammt schöne Gegend, die streckenweise durchaus Ähnlichkeiten mit dem Rheintal um die Loreley herum hat. Unbedingt auch die eine oder andere Villa alter US-Dynastien anschauen. Zum Beispiel das Vanderbilt Mansion.

– Völlig unwirklich: Mitten im Nirgendwo gibt es im Hudson Valley das Bard College und dort ein genial-futuristisches Gebäude vom Düsseldorfern sicher bekannten Star-Architekten Frank Gehry: das Center for Performing Arts.

– Kommt nie auf die Idee, an einem Werktagabend im Norden New Yorks bei Tarrytown, Elmsford, Hartsdale und White Plains ein freies Hotelzimmer zu finden. Ihr werdet keins finden. Fahrt also lieber gleich rüber auf die andere Hudson-Seite nach Nyack.

– Heute nochmal in einem adäquaten Zeitschriftenladen gewesen. TV Guide, Emmy-Ausgabe des Hollywood-Reporters, ein Magazin namens Media und einiges mehr eingepackt.

– Morgen geht’s noch zur Freiheitsstatue, nochmal zu Virgin am Times Square, um doch noch diese Joey-Ramone-Actionfigur zu kaufen und dann heißt es allmählich Abschied nehmen, denn am Donnerstag geht der Flieger zurück in den Alltag. Und dann lade ich auch endlich meine vielen Fotos hoch.

popkulturjunkie in amerika: etappe 14a. 0

Noch ein paar Nachträge:

Sehr nettes Hotel übrigens, unser zweites in Montréal. Auch wenn das dazu gehörende Restaurant leider sonntags geschlossen ist.

– Stattdessen hab ich nun auch zum ersten Mal in meinem Leben peruanisch gegessen. War lecker. Vor allem die frittierten Maniok-Teilchen. Wie eine Art edlere Pommes.

– Und jetzt schaue ich die Emmy-Verleihung. Wenn ich schon zum ersten Mal nicht mit der Zeitverschiebung zu kämpfen habe…

popkulturjunkie in amerika: etappe 14. 0

Lazy Sunday in Montréal. Die lange Reise mit ihren Hunderten Kilometern Auto und vielen Fußmärschen fordert allmählich ihren Tribut. Heute hingen wir durch und sind weitgehend wahllos durch die unterirdische Stadt Montréals gelaufen. Es gibt hier nämlich kilometerlange Tunnel und Gänge unter der Stadt, die diverse Einkaufszentren und -passagen miteinander verbinden und dazu führen, dass man die gesamte Innenstadt unterdirisch durchlaufen kann, ohne einmal am Tageslicht gewesen zu sein. Immerhin zum Zeitunglesen reichte die Energie, daher ein paar Anmerkungen zur Zeitungslandschaft Nordamerikas, wie ich sie in den vergangenen Tagen kennengelernt habe:

– Die “New York Times” ist natürlich das herausragende Blatt. Vor allem am Sonntag bietet sie mit zahlreichen Büchern und Magazinen Lesestoff für Stunden. Statt 1,50 Dollar kostet sie dafür am Sonntag auch 5 Dollar, in Kanada sogar fast 10.

– Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir der Boston Globe, der in der Harvard-Stadt vor allem mit überdurchschnittlich viel Wissenschafts-Zeug überzeugt.

– Auch in Kanada gibt es überaus moderne, gut gemachte Zeitungen. Die überregionale “The Globe and Mail” und der “Toronto Star” sind optisch ziemlich gut gemacht und bieten viel Interessantes.

– In Toronto gibt es daneben noch die “Toronto Sun”, die vor allem mit Räuberpistolen gefüllt ist und sich in der Machart an britischen Boulevardblättern orientiert.

– Die “New York Post” und die “New York Daily News” kann man ebenfalls weitgehend vergessen.

– Darüber hinaus ist die leicht verdauliche “USA Today” überall präsent, ist aber schnell durchblättert ohne wirklich Artikel zu bieten, bei denen man hängen bleibt.

popkulturjunkie in amerika: etappe 13. 3

Nach langen Stunden auf langweiligen Highways in Montréal angekommen. Ungewohnt, auf einmal unter französisch sprechenden Menschen zu sein und ständig “merci” statt “thanks” sagen zu müssen.

– Montréal ist eine ziemlich nette, nicht zu große Stadt.

– Da wir in unserem eigentlichen Hotel nur für die zweite Nacht ein freies Zimmer bekommen haben, sind wir für Nacht 1 durch Zufall im “Armor Manoir Sherbrooke” gelandet – einem kleinen, charmanten Hotel mit einem kleinen, charmanten Rezeptionisten, der in den 80ern mal in Deutschland war und daher liebend gern mit uns deutsch spricht und uns das französische Radebrechen abnimmt.

– Seltsam: Autos hier in der Region Québec haben vorne kein Nummernschild. Wie blitzt die Polizei denn dann Zuschnellfahrer? Oder machen die sowas nicht?

– “Fanta Cream Soda” gibt’s interessanterweise in durchsichtig und in rosa. Schmeckt beides nach Bubblegum, also lecker.

– Hab heute zum ersten Mal in Vietnam gebrautes und abgefülltes Bier getrunken. War okay.

popkulturjunkie in amerika: etappe 12. 4

Auf der langen Fahrt nach Montréal war leider nur Zeit für einen Nachmittag in Toronto. Sehr nett war es trotzdem. Gedanken zu Toronto und Kanada:

– Kanada – zumindest der englischsprachige Teil, in dem wir bisher unterwegs waren, kommt mir vor wie eine USA-Version mit zahlreichen europäischen und englischen Einflüssen. Kilometer statt Meilen, Autobahnen, die Queen-Elizabeth-Way heißen, die Queen ist auch auf den Dollarnoten zu sehen, sogar der Müll wird getrennt.

– Praktisch finde ich die Numerierung der Autobahnabfahrten nach Kilometern und nicht nach bei 1 startenden Zahlen.

– Auf dem Weg von Niagara Falls nach Toronto gewundert, warum auf einmal alle auf der rechten Spur fahrenden Autos ihren Warnblinker an hatten. Am vorderen Ende des Konvois gemerkt: Es war eine Beerdigungsfahrt. Vorn ein Auto des Bestattungsunternehmers, dahinter der Leichenwagen und dann die Beerdigungsgäste – alle mit Warnblinker, als wollten sie dem Toten noch ein letztes Mal Aufmerksamkeit verschaffen.

– Das kanadische Fernsehen (es gibt verdammt viele Sender für ein 33-Mio.-Volk – wir haben hier im Hotel gerade bestimmt 50) ist auch irgendwie eine Mischung aus US-Einflüssen und UK-Einflüssen. Mal läuft CSI oder Heroes, mal Doctor Who oder Coronation Street.

– Als Ausgleich für den gestrigen Wahnsinns-Blick auf die Niagara Falls schauen wir heute abend auf eine Tankstelle. Wir schlafen unterwegs nach Montréal in einem Ort namens Port Hope, dessen Name ebenso wesentlich besser klingt als er aussieht wie der Name “Swiss Chalet” auf besseres Essen hoffen lässt als es dort gibt.

– Bestes McDonalds-McFlurry-Eis aller Zeiten gegessen: Geschmackrichtung Oreo. Und Nein: Ich bringe niemandem eins mit ;)

popkulturjunkie in amerika: etappe 11. 5

Ein ganzer Tag an den Niagara-Fällen. Ohne das Kirmes-Horrorkabinett in der Innenstadt, dafür mit unvergesslichen Erlebnissen, einem Naturereignis, an dem man sich nicht satt sehen kann und dem wohl grandiosesten Blick, den man irgendwo auf der Welt aus einem Hotelzimmer haben kann. Hier ein paar Gedanken eines Niagara-Touristen:

– Man sollte immer einen großen Bogen um diese gestern schon beschriebene Innenstadt von Niagara Falls, Ontario, machen. Drumherum ist nämlich alles weitgehend erträglich.

– Unbedingt machen: Die Fahrt mit den kleinen “Maid of the Mist”-Schiffen, die einen so nah an den Horseshoe-Fall (den spektakuläreren der beiden Fälle) heranbringen, dass man trotz ausgeteiltem Regenponcho völlig durchnässt ist, dafür aber ein Erlebnis reicher, das man bis ans Lebensende nicht vergisst.

– Überteuert ist dafür die “Journey behind the Fall”, bei der man zwar tatsächlich via Tunnelsystem hinter die Horseshoe-Fälle kommt, dort aber aufgrund der hohen Geschwindigkeit des runterschießenden Wassers ohnehin nichts sieht als eine weiße Wasserwand.

– Unglaublich auch das hochspritzende und zu Nebel werdende Wasser, das einen noch Hunderte Meter entfernt denken lässt, es würde regnen, das perfekte Regenbögen erzeugt und das sogar bis zum 25. Stock hochfliegt.

– Am Morgen nach dem Auschecken im Hampton Inn und vor dem Einchecken im Sheraton Fallsview schonmal kurz am Ontario-See gewesen. Wow. Was für ein unfassbar großer See. Ganz am Ende des Horizonts war schonmal die Skyline von Toronto zu sehen. Dort geht’s am Freitag hin. Bis dahin genießen wir aber noch den großartigsten, unfassbaren Blick aus unserem Hotelzimmer:

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