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Ich begrüße alle neuen popkulturjunkie-Leser, die durch “B|Log-Dateien“, das größte und beste Verzeichnis deutschsprachiger Weblogs, oder die Blogger-Karte der Weblog-Community Bloghaus hier hergekommen sind. Da ist popkulturjunkie.de nämlich seit heute gelistet. Und wenn ihr euch fragt, wo zur Hölle ihr hier gelandet seid: natürlich beim Informations-Weltmarktführer für Musik, Filme und Fernsehen ;-) Und wenn Ihr dem popkulturjunkie etwas Nettes schreiben wollt, macht das doch einfach!

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Heute um 20.15 Uhr kein “Big Brother” kucken! Das ist ein Befehl! Vor allem an die, die kleine Quoten-Messgeräte neben ihren Fernsehern stehen haben. Heute gilt es nämlich, Olli Kalkofe eine möglichst große Quote zu bescheren. Der popkulturjunkie, seineszeichens auch Besitzer der wahrscheinlich größten “Kalkofes Mattscheibe“-Video-Sammlung der Welt, freut sich nämlich wahnsinnig auf das Kalkofe-Comeback. Aber bitte jetzt keine Bettemails: “Bitte, bitte kopiere mir doch Deine Mattscheibe-Videos…” Is nich, kein Bock! Also: Jetzt ist es gleich Viertel nach 8: Kalkofe kucken, ne Menge Spaß haben und morgen erst wieder den “Big Brother”-Deppen zukucken!

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Was sind das eigentlich alles für Weicheier? Ziehen ins “Big Brother“-Haus und wundern sich dann nach ein paar Tagen, wie anstrengend das alles ist: “Michel hat am Samstag freiwillig das Haus verlassen. Als er den anderen Teammitgliedern seine Beweggründe erklärte, stellte sich heraus, dass er im Heim großgeworden ist und sich im Haus an diese Zeit erinnert fühlte.” Mir kommen die Tränen und dann noch diese Mannheimer Memme Marc: “Kurz nachdem Michel ausgezogen ist, hat auch Marc sich entschieden, das Big Brother Haus zu verlassen. In einem langen Gespräch hat er versucht seinen Mitbewohnern deutlich zu machen, dass er es einfach nicht mehr aushält. Er sprach sogar davon, sich wie ein Tiger im Käfig eingesperrt zu fühlen.” Eine Beleidigung für alle Tiger! Schön für die Zuschauer, dass die beiden Neuen höchstwahrscheinlich ähnlich peinlich sein werden. Schaut Euch nur mal das Foto von Neu-Bewohner Kai an. Großartig! Hauptsache, diese nervige Ungarin fliegt jetzt bald raus – “Verschtesch?”

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Die blöden ABC-Deppen haben eine der vielversprechendsten neuen US-Serien abgesetzt. Nach nur sechs Folgen ist “Miracles” am Ende. Den meisten von Euch wird das ziemlich egal sein: “Miracles”? Noch nie gehört. Lief ja auch noch nicht in Deutschland. Und wird nun mit nur sechs ausgestrahlen Folgen sicher auch gar nicht erst nach Deutschland kommen. Worum ging es in “Miracles”? Um Paul Callan (gespielt von Skeet Ulrich), der gemeinsam mit seinen Kollegen Alva Keel und Evelyn Santos Wunder untersucht. In dem grandiosen Piloten beispielsweise einen kleinen Jungen, der Krankheiten heilen kann, dabei aber selbst immer kränker wird. “Miracles” gelang es, spannende Einzel-Geschichten und fast nebenbei eine geheimnisvolle Rahmenhandlung zu erzählen. Vor allem die Stimmung und Atmosphäre der Serie, düster und etwas melancholisch war definitiv süchtigmachend. Die unbestechlichen aintitcoolnews schrieben “some of the most compelling drama ever telecast”. Ganz genau! Und nun werden wir “Miracles”-Fans wohl niemals erfahren, welches große Ereignis Paul bevorstand und was die Dunkelheit vorhatte. God is now gone!

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Letzte Woche noch auf dem Cover des “NME“, diese Woche live in Heidelberg. Vorbildlich eigentlich. Es geht übrigens um Interpol, die dunkle Seite von New York. Ein Pflichttermin für den popkulturjunkie. Schließlich ist das aktuelle Album der Band, “Turn on the bright Lights” absolut hörenswert. Zwar werden Inteprol immer wieder mit Joy Division verglichen, aber irgendwie anders sind sie schon. Aber zumindest von der Stimmung der Musik passt der Vergleich recht gut. Zurück zum Konzert: Als Support spielten die extremst seltsamen British Sea Power. Von der Musik her halbwegs passend, von den Typen eher nicht. Interpol wurde vom “NME” vor kurzem als “best dressed band” bezeichnet – British Sea Power auf der anderen Seite stecken sich schonmal gern Zweige in die Haare und stellen Plastik-Tiere auf die Bühne. Ich würde gern wissen, welche Drogen British Sea Power nehmen – denn die Drogen will ich dann lieber nicht. Die Musik war ansonsten ganz okay, aber als das Aufatmen kam, weil “This is our last song” durch die Mikrophone dröhnte, konnte ja niemand ahnen, dass das Konzert erst halb rum war. Es folgte nämlich noch ca. 20 Minuten langer epischer Lärm. Als dann das ganze Grünzeug und die Plastik-Vögel von der Bühne geräumt waren und Interpol erschienen, kam dann endlich die wirklich gute Musik. Etwas schüchtern waren sie, dabei ziemlich cool. Und gut haben sie gespielt. Zwar nicht wirklich lang, aber sie haben ja auch erst ein Album veröffentlicht, also sei es ihnen verziehen. Sehr talentierter Sänger vor allem (auch wenn seine Stimme nicht jedem gefällt). Übrigens gibt’s den Interpol-Hit “PDA” kostenlos zum Download. Und zwar hier Und den Clip gibt`s hier. Und bevor ich’s vergesse: für das Konzert gibt’s von mir 7 von 10 Punkten.

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Und noch eine Plattenkritik. Und wieder ein Hammeralbum. Und das neue Cardigans-Album ist wirklich ein Hammer. Die Cardigans hab ich immer ganz nett gefunden, aber eben auch nicht besser als “ganz nett”. Und jetzt das! “Long gone before Daylight” heißt es und steckt so voller wunderschöner, positiver Melancholie, dass man als Melodie-Fetischist fast weinen möchte vor Glück. Alte Cardigans-Freunde, die wieder ein Album erwarten, dass schöne Nebenbei-Musik für ein Sonntags-Frühstück bietet, werden enttäuscht sein: “Long gone before Daylight” ist anders. Besser. Viel besser. Und auch Leute, die angesichts der angekündigten Unterstützung durch Howlin’ Pelle Almqvist (The Hives), Ebbot Lundberg (The Soundtrack Of Our Lives) und Nick Royale (The Hellacopters) einen Rock-Kracher erwartet haben, müssen umdenken: Von den dreien merkt man nichts. Oder im Falle dieses grandiosen Meisterwerkes besser formuliert: Sie stören zum Glück nicht. Schon der erste Track: “Communication“: der Liebeskummer-Song aller Liebeskummer-Songs. Oder das epische 6-Minuten-Stück “and then you kissed me“. Oder das etwas an die großartige Aimee Mann erinnernde “Please Sister” (übrigens mein absoluter Favorit auf diesem Album). Ganz zu schweigen vom letzten Track “No Sleep“, deren schön-trauriger Text einer Legende nach von einer betrunkenen Nina Persson geschrieben wurde, nachdem sie nicht schlafen konnte und daher eine Flasche Wein getrunken hatte. Aber auch alle anderen Tracks sind Weltklasse. Nicht eines der Stücke ist auch nur halbwegs schwach. Wirklich! Oder wie es Uwe Viehmann in der aktuellen “Spex“-Ausgabe nicht besser hätte zu Papier bringen können: “Die Cardigans sind auf einer neuen Ebene angelangt, wo Kerzenschein den strahlenden Glanz des Sonnenlichts ersetzt.” Der popkulturjunkie schweigt jetzt, zündet sich eine Kerze an, hört die Cardigans und gibt vorher noch schnell die Höchstwertung: 10 von 10 Punkte für dieses Meisterwerk.

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Jetzt wird’s aber wirklich mal Zeit für meine Kritik zum Placebo-Album “Sleeping with Ghosts“. Schon 7 Tage auf dem Markt. Als großer Fan einer Band hat man natürlich immer Angst, dass das neue Album nicht so gut wird, wie man hofft. In diesem Fall eine völlig unbegründete Angst. Schon das instrumentale Intro “Bulletproof Cupid” ist ein absoluter Hammer. Kraftvoller kann ein Comeback nach zwei Jahren Schaffenspause gar nicht zelebriert werden. Was folgt ist eine Mischung aus langsamen und schnellen Stücken, die in extrem schöne Melodien schwelgen. Produzent Jim Abbiss hat für eine leicht elektronische Untermalung des Ganzen gesorgt, ohne den Rock rauszuproduzieren. Einzelne Tracks herauszuheben fällt schwer. Dennoch: Absolute Highlights des Albums sind neben der ersten Single “The Bitter End” der wunderschöne Titeltrack “Sleeping with Ghosts” mit der kaum zu toppenden Textzeile “Soulmates never die”, das kaum weniger schöne “Special Needs” und das ungewöhnliche “Plasticine“. Da mögen Kritiker noch so oft ihre Enttäuschung darüber bekanntgeben, Placebo hätten sich nicht weiterentwickelt. So fucking what ?!? Wenn eine Band gute Musik macht, warum soll sie sich dann “weiterentwickeln” und schlechte Musik machen? Placebo ist Placebo ist Placebo. Auch im Jahr 2003. Einziger Schwachpunkt des Werks: der seltsame Fremdkörper “Something rotten“, der wohl besser als B-Seite einer Maxi veröffentlicht worden wäre als den Fluss des Albums zu stören. Apropos B-Seiten: Auf den beidenBitter End“-Maxis gibt’s deren 4: Neben der in deutschen Ohren sehr befremdlichen “Daddy Cool”-Coverversion und der bereits bekannten Piano-Version von “Teenage Angst” sind das die beiden etwas elektronischeren Tracks “Drink you pretty” und “Evalia”. Keine Musik-Neu-Erfindungen, aber für Fans absolut wichtige Stücke in der kompletten Placebo-Sammlung. popkulturjunkie-Wertung für “Sleeping with Ghosts“: 9,5 von 10 Punkten.

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Ja, ich gebe es zu: Der popkulturjunkie ist auch ein “Big Brother“-Junkie. Und ärgert sich extrem, dass Kabel BW es noch nicht geschafft hat, Tele 5 in mein Kabel einzuspeisen. So bleibt “nur” die tägliche Dosis RTL 2. Der einzige Grund, den Sender überhaupt einzuschalten. Also: die neue Staffel. Endlich wieder die Show, in der die Deppen nicht auch noch singen, sondern einfach nur das machen, was sie wirklich können: Idiot sein. Kriegs-kompatibel “Big Brother – The Battle” genannt. “Big Baghdad – The Battle” auf allen anderen Sendern nervt ohnehin nur noch: Man sieht viel, erfährt aber nichts. Wen haben wir also im Container: Nadine, die toughe Mutter und Stewardess (Where the fuck is Nottuln?), Marc, den stille Schreiner aus Mannheim, Nadja, die dumme Stripperin aus Frankfurt, Michel, der arrogante Schweizer, Khadra, die viel zu laute Medizinisch-technische Assistentin, Jan, der Klischee-Ossi, Gabriella, die ungarische Malerin und Ulf, der prollige Türsteher. Und das beste: Addiert man die Intelligenzquotienten der acht Bewohner, kommt man nicht mal auf 100. Eine Menge Spaß steht uns bevor! Und das allerbeste: There’s still more idiots to come.

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Weise Worte (Teil 847). Heute: Stefan Aust, “Spiegel“-Chefredakteur, im “Spiegel TV Magazin” am Sonntagabend: “Der mächtigste Anti-Amerikaner, so scheint es, sitzt im Weißen Haus in Washington, ist Präsident und heißt George W. Bush.”

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Drei-einhalb Stunden Ablenkung für die Welt: Hollywood hat zum 75. Mal seine Oscars verliehen. Pflichtprogramm für den popkulturjunkie. Die Show war wie immer brilliant, die Ergebnisse teilweise überraschend. “Chicago” hat ein paar viele Oscars gewonnen, “Gangs of New York” trotz 10 Nominierungen überhaupt keinen. “The Pianist” gewann zwei der wichtigsten Kategorien. Der deutsche Film “Nirgendwo in Afrika” von Caroline Link hat den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewonnen. Adrien Brody und Nicole Kidman haben gewonnen, obwohl sie nicht in “Chicago” mitgespielt haben ;-) Der meiner Meinung nach beste Film des Jahres “Road to Perdition” war ja gar nicht für die en Besten Film nominiert, gewann mit seinen sechs Nominierungen jedoch nur einen Award für den mittlerweile verstorbenen Kameramann Conrad L. Hall. Der absolute Höhepunkt des Abends war neben der sehr emotionalen Dankesrede von Adrien Brody jedoch der Oscar für Michael Moore und “Bowling for Columbine”. Seine wohl in die Oscar-Geschichte eingehende Dankesrede hab ich hier aufgeschrieben: “On behalf of our producers Kathleen Glynn and Michael Donovan from Canada, I wanna thank the Academy for this. I’ve invited my fellow documentary nominees on the stage with us. They are here in solidarity with me, because we like non-fiction. We like non-fiction and we live in fictitious times. We live in a time, where we have fictitious election-results, that elects a fictitious president. We live in a time, where we have a man sending us to war for fictitious reasons. Whether it’s the fictition of duct tape or the fictition of orange alerts. We are against this war, Mister Bush! Shame on you, Mister Bush! Shame on you! At any time, you’ve got the pope and the Dixie Chicks against you. Your time is up! Thank you very much.” Alle 24 Oscar-Gewinner gibt’s auf dieser Extra-Seite.

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