tv-test: “men in trees”. 2

Format: “Men in Trees
Sender: Vox
Produktion: Perkins Street Productions + NS Pictures + Warner Bros. Television
Genre: Dramaserie
Programmplatz: freitags, 22 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 45 Minuten
Start: 4. Januar 2008

Kritik: Anne Heche spielt eine erfolgreiche Autorin von Beziehungs-Ratgebern. Ausgerechnet sie erfährt, dass ihr Freund fremd geht. Kurzerhand beschließt sie, in dem kleinen Kaff in Alaska zu bleiben, in das sie eine Lesereise geführt hat. Was so klingt wie eine Art “Ausgerechnet Alaska” der Neuzeit, ist auch ein bisschen genau das. Heche lernt skurile Menschen kennen, verzweifelt an der provinziellen Einöde Alaskas, aber genießt eben auch die Unaufgeregtheit. “Men in Trees” ist eine durchaus nette Serie mit liebenswerten Charakteren – und eventuell wird sie im Verlauf der Folgen auch richtig gut. Mich haben die beiden ersten Episoden aber eben doch nicht so sehr überzeugt, dass ich weiterschauen muss.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

tv-test: “two funny – die sketch comedy”. 5

Format: “Two Funny – Die Sketch-Comedy”
Sender: Sat.1
Produktion: Biller & Vass TV Produktion
Genre: Sketch-Comedy
Programmplatz: freitags, 22.45 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 4. Januar 2008

Kritik: Zwar klingt der Name der dritten neuen Comedysendung, die Sat.1 am selben Abend startet, als sei sie ähnlich unkreativ und schlecht wie die beiden Anderen, doch damit tut man ihr zumindest ein bisschen unrecht. Zwei bislang relativ unbekannte Hauptdarsteller spielen in einer Reihe von Sketchen, die nicht miteinander zusammen hängen. Eine Sketch-Comedy im ursprünglichen Sinne also. Und, oh wie überraschend, der ein oder andere Sketch ist dabei gar nicht so schlecht. Es werden nicht ausschließlich die selben dämlichen Situationen erzählt, über die wir in all den anderen Sketchcomedies schon nicht mehr lachen können, sondern zumindest teilweise neue, verquere und überraschende Geschichten und Pointen. “Two Funny” ist keineswegs die Neuerfindung eines Genres, aber wesentlich lustiger als die beiden anderen Sat.1-Neustarts zusammen. Und das ist ja auch schonmal was.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

tv-test: “das iteam”. 11

Format: “Das iTeam”
Sender: Sat.1
Produktion: Grundy Light Entertainment
Genre: Comedyserie
Programmplatz: freitags, 21.45 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 4. Januar 2008

Kritik: Teil 2 des fatalen neuen Comedy-Freitags von Sat.1. Direkt im Anschluss an “3 ein Viertel” folgt “Das iTeam”, die deutsche Version des britischen Erfolgs “The IT-Crowd”. Der dämliche deutsche Titel der Serie lässt schon Böses erahnen, nach wenigen Minuten ist man als Zuschauer dann endgültig auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Im Gegensatz zum Witz des Originals bietet “Das iTeam” humorlose 30 Minuten mit schlechten Schauspielern, dämlich klischeehaften Kulissen und dummen Dialogen. Und das, obwohl Sat.1 auf Nummer Sicher gehen wollte und die Dialoge des Originals einfach 1:1 übersetzen lassen hat, anstatt eigenes in Auftrag zu geben. Das sowas aber nicht gut gehen kann, hat RTL doch in den 90ern schon mit der deutschen Al-Bundy-Kopie “Hilfe, meine Familie spinnt”. Da bei Sat.1 aber anscheinend niemand mehr arbeitet, der Humor hat (siehe “3 ein Viertel”) lässt man den Schrott eben trotzdem auf Sender gehen. Und hinterher wundert man sich wieder, dass reihenweise Flops dabei herauskommen.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

tv-test: “3 ein viertel”. 3

Format: “3 ein Viertel”
Sender: Sat.1
Produktion: mmp production
Genre: Comedyserie
Programmplatz: freitags, 21.15 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 4. Januar 2008

Kritik: Markus Maria Profitlich und zwei unbekanntere Mitstreiter spielen in etwa 20 Rollen angeblich typische Bewohner eines fiktiven Essener Stadtviertels (“Essen-Schraubstock”). In jeder Episode gibt es verschiedene Handlungsstränge, zwischen denen hin- und hergeschaltet wird udnd ie ab und zu ineinander übergehen. Dadurch soll ein Mix aus Sketch-Comedy und Comedyserie entstehen – leider entsteht aber vor allem viel Schrott. Drei blonde Kassiererinnen im Supermarkt, ein verliebter Opa, ein arroganter Bürgermeister, jede Menge Klischee-Figuren sind dabei – aber keine, die irgendwie lustig wäre. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Sat.1 geritten hat, diese Sendung in Serie zu schicken. Ich habe während dieser erste Ausgabe kein einziges Mal gelacht – nichtmal gegrinst. Die kleinen Geschichten sind voll von platten Klischees und Dumpfheiten, dafür vollkommen frei von Pointen. Mich würde es extremst wundern, wenn “3 ein Viertel” ein Erfolg wird – ich tippe eher auf das vorläufige Ende der Profitilich-Ära bei Sat.1.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

five to watch (4. januar 2008). 0

In “five to watch” gebe ich täglich fünf Fernsehtipps – vier aus dem Free-TV und einen aus dem Pay-TV. Die Empfehlungen richten sich dabei ausschließlich an meinem persönlichen Geschmack aus und nicht an irgendwelchen Hypes oder Programmzeitschriften. Hier sind die Empfehlungen für Freitag, den 4. Januar 2008:

Free-TV:
1. Der Krieger und die Kaiserin / WDR Fernsehen / 22.00-00.05
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ein ungewöhnliches Liebesdrama von Tom Tykwer mit Benno Führmann und Franka Potente. Unbedingt anschauen!

2. Tatort: Das ewig Böse / Das Erste / 21.45-23.15
Eine recht amüsante Folge mit meinen Lieblings-Ermittlern Axel Prahl und Jan Josef Liefers.

3. Spiegel TV Thema / Vox / 22.45-00.45
Auftakt eines Dreiteilers zum Thema “Die Chemie des Todes – Mördersuche im Labor”. Sicher nicht nur für “CSI”-Freunde sehenswert.

4. Angel Heart / Tele 5 / 22.10-00.20
Genial-düsterer Horrorthriller mit Mickey Rourke und Robert de Niro.

Pay-TV:
5. Miami Vice / RTL Crime / 22.45-00.10
Die Doppelfolge “Calderones Rückkehr” ist eine willkommene Gelegenheit, mal wieder in diesen Serienklassiker reinzuschalten.

diverse interpreten (2008.01.03). 1

Es folgt eine Zusammenfassung von Lesens-, Berichtens- und Klickenswertem der vergangenen 14 Tage:

– Endlich mal andersrum: US-Late-Night-Shows kopieren deutsche Late-Night-Show.

– “Heroes” ist die meist-heruntergeladene Fernsehserie 2007. Laut “Torrentfreak” und “Mininova” zumindest.

– Schöne Liste: “The least essential Albums of 2007“. Im “A.V. Club”.

– Lustig: “Human Tetris“. (via “Nerdcore“)

– Ein laaaanges Interview mit David Fincher bei “Ain’t it cool News”.

– Es wird auch höchste Zeit: Im Mai erscheint endlich ein neues Death-Cab-for-Cutie-Album.

– Lustiges zur Internet-Kompetenz des US-Filmindustrie-Verbands MPAA: “Mashable” hat schon vor einer Woche auf eine eine “Legal Options to Piracy“-Seite der MPAA hingewiesen, auf der kein einziger der vielen Links funktioniert. Und heute, eine Woche später, sind immer noch alle Links doof falsch.

– MTV.com, VH1.com und CMT.com haben im Jahr 2007 1,2 Milliarden Videos an den Onliner gebracht. 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die meisten wollten “gimme more” von Britney Spears in der Video-Music-Awards-Version sehen. Die komplette Top 30 gibt’s bei “Broadcasting & Cable”.

– Eine interessant zusammengestellte Top-25-Liste der besten Filme des Jahres 2007 bei “/film”. Gewertet wurden via “Rotten Tomatoes” die Kritiker und via “IMDb” die Zuschauer.

– Ein Text vom “Wortvogel”, den ich unbedingt noch unterschreiben möchte: “Umschalten, nicht abschalten!“.

– Im “Agitpop”-Blog gibt es eine weitere ultralange lesenswerte TV-Kritik.

Die Panini-Weltformel wurde enthüllt. (via “Blogrolle“)

– Sträflicherweise bis heute nicht verlinkt: David Byrne und Thom Yorke reden für “Wired” über den Wert und die Zukunft von Musik. Unbedingt lesens- und hörenswert.

– Ergänzend dazu: “David Byrnes Survival Guide for Emerging Artists – and Megastars” – ebenfalls für “Wired”.

– Und ebenfalls passend zum Thema: Ein Dreiteiler bei “MTV.com” zur Zukunft der Musikindustrie: (1), (2), (3).

Musikvideo des Tages:
Natürlich gibt es an dieser Stelle den 52-Minuten-Radiohead-Film, der am 1. Januar Premiere im Netz feierte und den die Band dankenswerterweise in voller Länge bei YouTube bereit gestellt hat. Zu sehen gibt es u.a. alle “In Rainbows-“Songs:

Trailer des Tages:
Der zweite Trailer zum Sci-Fi-Spektakel “Jumper” macht noch mehr Lust auf den Film:

————
ich, heute in den vergangenen Wochen, woanders:
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: Guter Start für Sat.1-‘Abzocker’“. (erschienen am 3. Januar)
– “kress.de”: “Die Sendermarktanteile 2007: Vox ist der Gewinner des Jahres“. (erschienen am 2. Januar)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: ‘Traumschiff’ knackt 10-Mio-Grenze“. (erschienen am 2. Januar)
– “Handelsblatt.com”: “Darüber spricht das Netz: Was das Internetjahr 2008 bringt“. (erschienen am 28. Dezember)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: ZDF gewinnt mit dem ‘Herr der Ringe’“. (erschienen am 28. Dezember)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: ‘Harry Potter’ ist Weihnachtsquotenkönig“. (erschienen am 27. Dezember)
– “Handelsblatt.com”: “Darüber spricht das Netz: Apple und die Pressefreiheit“. (erschienen am 21. Dezember)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: RTL-Viererpack schlägt ZDF-UEFA-Cup“. (erschienen am 21. Dezember)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: Bayerisches Schützenfest gewinnt“. (erschienen am 20. Dezember)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: RTL-Wiederholungen bleiben vorn“. (erschienen am 19. Dezember)
– “kress.de”: “Der kress-quotencheck: Zum Abschied ein Rekord für ‘Bauer sucht Frau’“. (erschienen am 18. Dezember)

warum die deutsche “vanity fair” so irrelevant ist. 1

Weil man lieber (neben anderen Langweilern) Andrea Nahles auf den Titel packt und ultra-beliebige Titelgeschichten strickt, in denen (Pseudo)-“Helden 2008” gezeigt werden:

anstatt Exklusives, Grandioses, Interessantes zu bieten wie die Kollegen in den USA:

Die komplette Titelgeschichte gibt’s übrigens natürlich auch online. (via “/film“)

five to watch (3. januar 2008). 5

In “five to watch” gebe ich täglich fünf Fernsehtipps – vier aus dem Free-TV und einen aus dem Pay-TV. Die Empfehlungen richten sich dabei ausschließlich an meinem persönlichen Geschmack aus und nicht an irgendwelchen Hypes oder Programmzeitschriften. Hier sind die Empfehlungen für Donnerstag, den 3. Januar 2008:

Free-TV:
1. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme / ZDF / 20.15-23.00
Teil 2 des wohl großartigsten Film-Dreiteilers aller Zeiten.

2. The Others / ProSieben / 22.30-00.25
Einer der von der Stimmung her gruseligsten Filme, die ich je gesehen habe. Ich empfehle: Licht ausmachen!

3. Good Will Hunting / Vox / 20.15-22.25
Mittlerweile zehn Jahre altes Außenseiterdrama von Gus van Sant mit hervorragend spielenden Robin Williams und Matt Damon. Fand ich damals im Kino überaus gut.

4. Stargate – Das Tor zum Universum / Tele 5 / 20.15-22.10
Im Gegensatz zur Serie, zu der ich nie einen wirklichen zugang fand, gefiel mir Roland Emmerichs Kinofilm, der die “Stargate”-Saga auslöste, ausgesprochen gut.

Pay-TV:
5. Boomtown / 13th Street / 21.50-22.40
Ich möchte nochmal auf “Boomtown” hinweisen, eine der besten Polizei-/Krimiserien der vergangenen Jahre, die leider viel zu früh das Zeitliche segnete.

tv-test: “london live” 3

Format: “London live”
Sender: Eins festival
Produktion: 3DD
Genre: Musikmagazin
Programmplatz: donnerstags, 0.30 Uhr
Frequenz: wöchentlich
Dauer: 30 Minuten
Start: 3. Januar 2008

Kritik: Manchmal geschehen doch noch Wunder. Beispielsweise auf Eins festival. Der Kanal, der lobenswerterweise nach und nach zum jungen und frischen Kulturkanal umgebaut wird, zeigt ab sofort das britische Musikmagazin “London live”. Zu sehen gibt es dort jeweils drei bis vier Musik-Acts, die jeweils ein bis zwei Songs live spielen – außerdem kleine Interviewschnipsel. Und alles wird weder synchronisiert noch untertitelt. Das Besondere ist dabei nicht der Aufbau der Sendung selbst, sondern die Besetzung. In Folge 1 des Magazins, das es in England mittlerweile auf 42 Ausgaben gebracht hat, traten u.a. die Editors auf, in den kommenden Eins-festival-Episoden werden Placebo, Franz Ferdinand, Morrissey, die Yeah Yeah Yeahs, Richard Ashcroft und Snow Patrol dabei sein. Zu bemängeln ist allenfalls die mit 30 Minuten zu kurze Dauer der Show. Ansonsten: Ein Muss für Musikfans.

Wertung: 8 von 10 Punkten.

tv-test: “der arbeitsbeschaffer”. 3

Format: “Der Arbeitsbeschaffer”
Sender: RTL
Produktion: Landesstudio Ost
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: mittwochs, 21.15 Uhr
Frequenz: vorerst einmalig
Dauer: 60 Minuten
Start: 2. Januar 2008

Kritik: Als ich die ersten Fotos des “Arbeitsbeschaffers” gesehen habe, rechnete ich mit dem Schlimmsten. Ein völlig unsympathisch aussehender, breit grinsender Jüngling. Und der sollte den Erfolg von Peter Zwegat wiederholen? Die Sendung selbst war dann zum Glück nicht ganz so schlimm. “Der Arbeitsbeschaffer” versuchte in der Premieren-Episode, einer komplett arbeitslosen Familie drei Jobs zu suchen. Erfrischenderweise hat das nicht vollkommen geklappt, sodass am Ende der Sendung die Welt nicht wieder heil war. Der Job-Vermittler selbst nervt trotzdem ein wenig, verzichtet fast komplett auf Hilfe zur Selbsthilfe, sondern nimmt den Klienten nur deren eigentliche Arbeit ab. Insgesamt kann die Sendung mit stärkeren Vorbildern wie “Raus aus den Schulden” nicht mithalten. Solides Reality-Fernsehen, mehr nicht.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

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