Archive for November, 2007

five to watch (24. November 2007). 0

In “five to watch” gebe ich täglich fünf Fernsehtipps – vier aus dem Free-TV und einen aus dem Pay-TV. Die Empfehlungen richten sich dabei ausschließlich an meinem persönlichen Geschmack aus und nicht an irgendwelchen Hypes oder Programmzeitschriften. Hier sind die Empfehlungen für Samstag, den 24. November 2007:

Free-TV:
1. Fernsehgeschichte(n). deutsch / Bayerisches Fernsehen / 21.55-22.55
Erste Folge eines Zweiteilers mit Anekdoten und Geschichten aus der deutschen TV-Historie. Von “Beatclub” über “Klimbim” bis zur “Schwarzwaldklinik”. Garantiert amüsant.

2. Kommissarin Lucas: Das Totenschiff / ZDF / 20.15-21.45
Solide ZDF-Krimireihe. Ob diese Episode mehr zu bieten hat als Anke Engelke in einer Nebenrolle bleibt aber abzuwarten.

3. Blue Velvet – Verbotene Blicke / mdr Fernsehen / 00.30-02.25
Der Klassiker von David Lynch. Sollte jeder mal gesehen haben.

4. Das Millionenspiel / Bayerisches Fernsehen / 20.15-21.50
Noch ein Klassiker. Wolfgang Menges Spielshow-Satire, die 1970 für riesiges Aufsehen sorgte und anschließend Jahrzehnte lang im Giftschrank lagerte.

Pay-TV:
5. Masters of Horror / Premiere Serie / 20.15-02.10
Premiere zeigt heute nochmal die ersten sechs Folgen dieser Grusel-Reihe nacheinander, die restlichen sieben der ersten Staffel folgen am kommenden Samstag. Nicht jede Episode ist gut, aber ein paar bieten auf jeden Fall gute Unterhaltung.

charts-kritik: 14. september 2007. 4

Weiterer Teil der Aufholjagd: Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 14. September 2007:

99: Kaiser Chiefs – “everything is average nowadays”

Sehr netter englischer Mitgröhl-Poprock von den Kaiser Chiefs. Das können sie ja schließlich auch am besten. 7 von 10 Punkten.

89: Alpa Gun feat. Muhabbet – “verbotene liebe”

Eigentlich hat man schon nach wenigen Sekunden die Schnauze voll, wenn der eine zum anderen sagt: “Ey, Muhabbet, mein Freund, wolln wir den Leuten mal ne wahre Geschichte erzählen?” So startet man doch keinen Song, Leute. Das, was danach folgt ist ein Mix aus Kitschmelodie und monotonem Sprechgesang. Belanglos. 2 von 10 Punkten.

88: X-Perience – “i feel like you”

Die letzte Single in Originalbesetzung. Damals in den 90ern gab es ein paar wunderschöne Elektro-Pop-Songs von X-Perience (ich habe das sicher schon des Öfteren erwähnt) – und ich glaube, dass es ohne die prägnante Stimme von Claudia Uhle zu Ende gehen wird mit X-Perience. “i feel like you” kann aber wie schon die ganzen letzten Singles nicht mit den Klassikern von damals (z.B. “a neverending dream”) mithalten. Schade drum. 5 von 10 Punkten.

85: Gym Class Heroes – “clothes off”

Lockerer Hip-Hop-Pop, der sicher seine Berechtigung hat (9 Mio. YouTube-Visits sprechen für sich), mich aber vollkommen kalt lässt. 4 von 10 Punkten.

81: Bass Sultan Hengzt – “schmetterlingseffekt”

Musik wie ich sie liebe. Der Mann mit dem vielleicht dämlichsten Namen der Branche nuschelt irgendwas von “einmal aufm boden und der himmel wird grau”, das man aber nur bruchstückhaft versteht. Vielleicht ist das aber auch gut so. 1 von 10 Punkten.

73: Snow Patrol – “open your eyes”

Ich hab inzwischen wieder meinen Frieden gemacht mit Snow Patrol. Sie sind nunmal inzwischen Weltstars, machen Musik, die vielen gefällt und nicht mehr nur kleinen Popkulturjunkies an Southside-Festival-Nachmittagen. Ich bin immer noch der Meinung, dass sie beim letzten Album wesentlich besser waren als jetzt. Aber der Masse gefällt’s jetzt besser. Und wenn man sich “open your eyes” völlig unvoreingenommen anhört, bekommt man eindeutig einen grandiosen Popsong, der zwar erst kurz vor Schluss so richtig auf den Punkt kommt, aber dann richtig für Gänsehaut sorgt. Stadionpop im besten Sinne. 8 von 10 Punkten.

69: Marquess – “you and not tokio”

Nach dem Sommerhit “vayamos companeros” nun die müde Herbstnummer “you and not tokio”. Neben dem dämlichen Titel fällt auf, dass der Musikstil komplett anders ist. Man mag kaum glauben, dass das dieselben Leute sind, die diese sommerliche Mitschunkelnummer gemacht haben. Der Song ist allerdings weitgehend langweilig, kommt nicht auf den Punkt und will viel zu viel. 3 von 10 Punkten.

55: Apocalyptica – “i’m not jesus”

Neuester Gast der Cello-Metal-Finnen: Stone-Sour-Slipknot-Frontsau Corey Taylor. Das Ergebnis: Schnörkelloser kraftvoller Metalrock, der überraschend hörenswert ist – vielleicht auch, weil sich die Cellisten erfreulicherweise zurücknehmen und der restlichen Instrumentierung mehr Raum lassen. So nerven Apocalyptica mich nicht mehr so sehr. 6 von 10 Punkten.

53: Tony D – “totalschaden”

Da ist der Titelname Programm: Tony B versucht sich an einem völlig misslungenen Mix aus Gesang, Rap und Geschrei – im Video unterstützt von einer Band mit Sido und dem Deppen aus der Bloodhound Gang. Auf CD gepresste Scheiße. “Totalschaden” eben. 0 von 10 Punkten.

44: Maroon 5 – “wake up call”

Die vielleicht belangloseste Band der Gegenwart kippt die nächste Single auf den Markt. Auch “wake up call” ist ein leicht ange-funk-ter Popsong ohne Höhepunkte. Und dementsprechend werde ich ihn mir sicher nur dieses eine Mal angehört haben. 3 von 10 Punkten.

40: Linkin Park – “bleed it out”

Wenn der Song nicht immer nur im ewigen “i bleed it out digging deeper just to throw it away” gipfeln würde, sondern ein bisschen mehr Abwechslung geboten hätte, hätte das wirklich etwas werden können. Aber so bleibt “bleed it out” eindeutig nur Mittelmaß. 5 von 10 Punkten.

31: Horst Schlämmer – “gisela (isch möschte nischt…)”

Spätestens nach diesem völlig missratenen Etwas dürfte wohl jeder froh sein, dass es nun bis auf Weiteres nichts Neues mit von Schlämmer zu sehen (und hören) geben wird. 0 von 10 Punkten.

28: Plain White T’s – “hey there delilah”

Welthit-Alarm. 17 Mio. YouTube-Abrufe. Im-Radio-hoch-und-runter-Gespiele. Aber: “hey there delilah” ist ein durchaus netter balladesker kleiner Song, der ins Ohr geht und danach nicht mehr raus. Interessant wird nun, wie die Plattenfirma an diesen Hit anschließen will – denn für die Plain White T’s ist der Song ja eher ungewöhnlich – sie machen sonst eher mittelmäßigen Punk-Emo-Pop. Es riecht also stark nach One-Hit-Wonder. 6 von 10 Punkten.

18: Lisa Bund – “learn to love you”

Die lange Zeit als Top-Favoritin gehandelte “DSDS”-Kandidatin durfte nun also auch eine Platte aufnehmen. Dort präsentiert sie Mariah-Carey-Whitney-Houston-artige Balladen, die ihre zugegebenermaßen tolle Stimme in den Vordergrund stellen. “learn to love you” ist zwar keine ganz große Innovation, aber besser als die von Mark Medlock vorgetragenen peinlichen Bohlen-Kompositionen ist der Song allemal. 5 von 10 Punkten.

15: Sean Kingston – “beautiful girls”

Eben noch 17 Mio. YouTube-Abrufe, bei “beautiful girls” sind es sogar 25 Mio. Und das für einen Milchbubi, der mal eben einen anderen Text über die “stand by me”-Melodie drübersingt. Manchmal ist der Musikgeschmack der Leute schon seltsam. 3 von 10 Punkten.

03: 50 Cent feat. Justin Timberlake – “ayo technology”

50 Cent rappt über einen Gameboy- oder C-64-Chiptune, Justin Timberlake singt ein bisschen und fertig ist der Hit. Und warum? Ich weiß es beim besten Will nicht. “ayo technology” ist Mittelmaß, wie es mittelmäßiger nicht sein könnte. Keinerlei Höhepunkte, keine Melodie, nichts, absolut nichts. Was hab’ ich eben gesagt? Manchmal ist der Musikgeschmack der Leute schon seltsam? Stimmt hier noch mehr als eben. 2 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 14. September 2007:

01 (01) Culcha Candela – “hamma!”
02 (02) James Blunt – “1973″
03 (—) 50 Cent feat. Justin Timberlake – “ayo technology”
04 (03) Ich+Ich – “vom selben stern”
05 (04) Azad feat. Adel Tawil – “prison break anthem (ich glaub …)”
06 (05) Timbaland feat. Keri Hilson – “the way i are”
07 (06) Scooter – “the question is what is the question”
08 (07) Bushido – “alles verloren”
09 (09) Fergie – “big girls don’t cry”
10 (10) Marquess – “vayamos companeros”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Jasmin Tabatabai – “let’s stay together”
- Kilians – “enforce yourself” (Download-only-Single)
- Nicole Scherzinger feat. T.I. – “whatever u like” (Download-only-Single)
- The Bravery – “time won’t let me go” (Download-only-Single)
- The Coral – “who’s gonna find me?” (Download-only-Single)
- The Wombats – “the wombats ep”

five to watch (23. November 2007). 1

In “five to watch” gebe ich täglich fünf Fernsehtipps – vier aus dem Free-TV und einen aus dem Pay-TV. Die Empfehlungen richten sich dabei ausschließlich an meinem persönlichen Geschmack aus und nicht an irgendwelchen Hypes oder Programmzeitschriften. Hier sind die Empfehlungen für Freitag, den 23. November 2007:

Free-TV:
1. Unter Verdacht: Das Geld anderer Leute / arte / 20.40-22.15
“Unter Verdacht” ist eine meiner absoluten Lieblingskrimireihen. Dankenswerterweise werden die neuen Episoden immer vorab bei arte gezeigt. So auch heute wieder.

2. Pastewka / Sat.1 / 21.15-21.45
Irgendwie bin ich noch nicht ganz warm geworden mit der neuen “Pastewka”-Staffel. Die neuen Folgen sind nicht so amüsant wie die der ersten beiden Staffeln, scheint mir. Trotzdem: Einschalten. Denn besser als 98 % des restlichen Comedy-Rotzes ist die Reihe immer noch.

3. Without a Trace – Spurlos verschwunden / kabel eins / 23.10-00.05
Eine meiner Lieblings-US-Serien. Wie immer definitiv sehenswert.

4. Terminator 2 – Tag der Abrechnung / Tele 5 / 22.10-00.55
War damals ein absoluter Meileinstein in Sachen Computeranimation und Special Effects. Immer noch extrem sehenswert.

Pay-TV:
5. Lord of War & The Weather Man / Premiere 3 / 22.30-02.20
Spätestens seit ich die Nicolas-Cage-”Ohrensessel”-Episode gehört habe, stehen diese beiden Cage-Filme auf meiner Unbedingt-sehen-Liste. Heute kommen sie direkt nacheinander. Praktisch.

five to watch (22. November 2007). 1

In “five to watch” gebe ich täglich fünf Fernsehtipps – vier aus dem Free-TV und einen aus dem Pay-TV. Die Empfehlungen richten sich dabei ausschließlich an meinem persönlichen Geschmack aus und nicht an irgendwelchen Hypes oder Programmzeitschriften. Hier sind die Empfehlungen für Donnerstag, den 22. November 2007:

Free-TV:
1. Contact / Vox / 20.15-22.55
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Wer in Science-Fiction-Filmen nicht zwingend Action braucht, sondern gern auch einfach mal träumt, sollte unbedingt einschalten.

2. Polizeiruf 110: Taubers Angst / 3sat / 20.15-21.45
Furiose Leistung von Edgar Selge in einer der besten “Polizeiruf 110″-Folgen.

3. Ein Colt für alle Fälle / Das Vierte / 18.05-19.05
Man mag es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich 20 Folgen dieses Serienklassikers, die in Deutschland nie gelaufen sind. Eine davon wird heute ausgestrahlt. Ob sie damals synchronisiert wurde – oder heute mit Kackstimmen – ich weiß es nicht und lasse mich überraschen. Weitere “neue” Episoden gibt’s übrigens am 28. und 29. November.

4. Wer wird Millionär? – Prominenten-Special / RTL / 20.15-23.15
Die Promi-Specials schau ich gern. Diesmal dabei: Anke Engelke, Christian Rach, Kaya Yanar und Frank Plasberg. Wird also garantiert unterhaltsam.

Pay-TV:
5. Flucht von Alcatraz / Premire Nostalgie / 20.15-22.05
Ein absoluter Klassiker mit Clint Eastwood. Nicht nur Freunde von Gefängnisdramen (wie ich es bin) sollten diesen Film gesehen haben.

charts-kritik: 7. september 2007. 0

Die Aufholjagd geht weiter. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 7. September 2007:

99: DJ Shog – “another world part 2″

Energiereicher Dumpf-Techno für die Dorf-Discos. 3 von 10 Punkten.

90: Miss Platnum – “come marry me”

Pseudo-lustige Nervfrau, die nun auch noch Hilfe von Seeed bekommt. “come marry me” ist ein sehr nerviger Mix aus Dancehall, Folklore, Comedy und wenig Talent. Müll. 1 von 10 Punkten.

79: Hard-Fi – “suburban knights”

Oh, mal eine “meiner” Bands in den Charts. Zwar gefallen mit die neuen Songs von Hard-Fi nicht so sehr wie die der letzten Platte, aber netter britischer Indiepop ist “suburban knights” allemal. 7 von 10 Punkten.

70: Dave Gahan – “kingdom”

Bevor ein paar Wochen auch eine CD-Single erschienen ist, hat Gahan es geschafft, mit einer Download-only-Single in die deutschen Charts einzusteigen. “kingdom” ist ein behäbiger, unspektakulärer Song, der nicht nervt, aber auch nicht positiv aufregt. Massenware also. 5 von 10 Punkten.

60: K.I.Z. – “geld essen – ausgestopfte rapper”

Lustig sollen sie sein, die Rapper mit dem geheimnisvollen Namen, provozieren wollen sie – u,.a. mit einem Hitler im Video. Wenn man aber weiß, dass sie im Support der Bloodhound Gang, der wohl beschissensten Band der Welt, unterwegs waren, weiß man was man hier bekommt. Dämlichen Scheiß nämlich. 1 von 10 Punkten.

49: Franziska – “sommergefühl”

Größer könnte ein Gegensatz zwischen zwei Songs kaum sein als der zwischen den Plätzen 60 und 44. Hier singt eine 14-Jährige für sabbernde Rentner, die sich im Rythmus des Schlagerpops von einer Sofaseite zur anderen Schunkeln und sich dabei über das wohl künstlichste Grinsen der Weltgeschichte freuen. Die arme – wie sie sich wohl schämt, wenn sie erstmal erwachsen ist? 0 von 10 Punkten.

44: Nevada Tan – “neustart”

So ganz ist es der Teenie-Presse nicht gelungen, Nevada Tan zu den nächsten Tokio Hotel aufzubauen. Eher überhaupt nicht. Aber Nu Pagadi (Erinnert sich noch jemand?) sind ja auch schnell wieder verschwunden – und die Plastik-Linkin-Park-Plagiats-Metal-Musik von Nevada Tan klingt ja so ähnlich. Belanglos. 3 von 10 Punkten.

35: Sha – “respect the girls / verdammt ich lieb dich”

Teenie-Mädchen-Dance-Pop im Stil von LaFee, nur nicht ganz so schlimm. Mehr muss nicht gesagt werden. 3 von 10 Punkten.

22: LaFee – “beweg dein arsch”

Apropos LaFee. Ein gutes Beispiel, wie man mit wenig Aufwand drei Minuten vollkriegt. Ständige Wiederholungen, Monotonie pur. Dank der Schimpfworte und wenig Glück mit der Grammatik kommt aber auch dieser Schwachsong in der Zielgruppe gut an. Grausig. 1 von 10 Punkten.

16: Nightwish – “amaranth”

Irgendwie beruhigend, dass es Konstanten im Leben gibt, die sich nie ändern. Die Musik von Nightwish ist so eine. Die klingt immer gleich. Auch wenn die neue Sängerin längst nicht so gut ist wie die alte, aber musikalisch bekommt der Hörer genau das, was er erwartet: austauschbaren skandinavischen Metal-Pop. 4 von 10 Punkten.

02: James Blunt – “1973″

Man hatte ja ein bisschen gehofft, dass Blunt ein One-Hit-Wonder bleibt. Pustekuchen. Von 0 auf 2 ist wohl ein deutliches Ausrufezeichen für das Gegenteil. “1973″ ist im Gegensatz zu früheren Hits keine Heul-Ballade, sondern eher ein Midtempo-Song. Blunts gebrechliche Stimme bleibt natürlich gleich, aber immerhin zeigt er, dass er auch anders kann und nicht immer komplett gleich klingt. 4 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 7. September 2007:

01 (01) Culcha Candela – “hamma!”
02 (—) James Blunt – “1973″
03 (03) Ich+Ich – “vom selben stern”
04 (02) Azad feat. Adel Tawil – “prison break anthem (ich glaub …)”
05 (05) Timbaland feat. Keri Hilson – “the way i are”
06 (11) Scooter – “the question is what is the question”
07 (04) Bushido – “alles verloren”
08 (06) Mark Medlock & Dieter Bohlen – “you can get it”
09 (08) Fergie – “big girls don’t cry”
10 (07) Marquess – “vayamos companeros”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Antonia – “sie wissen nicht, was sie tun”
- Beck – “timebomb” (Download-only-Single)
- Beyoncé – “irreemplazable”
- Höhner – “wenn nicht jetzt, wann dann”
- KT Tunstall – “hold on”
- Reim “verdammt ich hab nix”
- Sarah Brightman – “running” (Download-only-Single)
- Travis – “selfish jean” (Download-only-Single)
- Wolf Maahn – “frech und schön”

die armen engländer. 5

Eine EM ohne England? Sehr unschöne Vorstellung, die nun leider zur Wahrheit geworden ist.

Und: Wieder ein Abend, an dem man sagen muss: Was wäre man ohne “allesaussersport“? Keine TV-Übertragung des Spiels, wenn man nicht eine auf die BBC-Sender ausgerichtete Schüssel hat. Kein Internet-Radiostream bei der BBC – wohl aus rechtlichen Gründen. Und die meisten Ticker der professionellen Websites brauchen Minuten zur Aktualisierung der Tore. Danke, Kai.

charts-kritik: 31. august 2007. 1

Teil 2 der Charts-Kritik-Aufholjagd. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 31. August 2007:

99: Bellini – “let’s go to rio”

Puh. Was für eine musikalische Frechheit gleich zu Beginn. Die Produzenten des 97er-Somemrhits “samba di janeiro” kreuzen die beiden Ex-Hits “i go to rio” und “ritmo de la noche” und lassen das Ergebnis drei junge Damen vorführen. Schwer zu ertragen und mit Recht nur Platz 99. 1 von 10 Punkten.

92: B-Tight – “der coolste”

Und gleich noch sowas hinterher. Kann es sein, dass deutscher Pseudo-Ghetto-Hip-Hop schon wieder auf dem Weg nach unten ist? Nur Platz 92 für ein solches Paradebeispiel, deutscher Trashkultur? Mir solls recht sein. 1 von 10 Punkten.

77: Martin Kilger – “leicht”

Ein Herr aus dem Dunstkreis der Söhne Mannheims. “leicht” ist eine sommerliche, durchaus hörbare Ballade. Aufbau des Textes erinnert ein bisschen an Grönemeyer, Musik ist aber dank des lobenswert uneitlen Gesangs recht eigenständig. Nett. 5 von 10 Punkten.

66: Michael Mind – “ride like the wind”

Der Herr hat schon “blinded by the light” verwurstet, nin ist der 80er-Hit “ride like the wind” von Christopher Cross dran. Nach gewohntem Schema F werden ein paar Kommerz-House-Sounds drübergelegt und fertig. Langweilig. 3 von 10 Punkten.

63: Trolle Siebenhaar – “sweet dogs”

Trolle Siebenhaar ist nicht etwa der Name der Sängerin, sondern eine Kombination der Nachnamen von Sängerin und Produzent. Im Heimatland Dänemark war “sweet dogs” wohl ein großer Hit, hier nicht ganz so. Für mich ist der Mix aus leichten Reggae-Rhythmen, Kate-Nash-artigem Gesang und Retro-Stil auch zu unspektakulär. 4 von 10 Punkten.

62: Bela B. – “gitarre runter”

Ärzte-Bela mit einem eher mittelmäßigen Poprocksong mit prolligem Text. Nix Besonderes. 4 von 10 Punkten.

60: Annett Louisan – “das alles wär nie passiert”

Auch wenn ich sie aufgrund einiger Fernsehsendungen inzwischen sogar relativ sympathisch finde, mit ihrer Musik kann ich immer noch nichts anfangen. Viel zu kindliche Stimme, viel zu schlageresk, viel zu nicht-meine-Welt. 3 von 10 Punkten.

48: WestBam & The Love Committee – “love is everywhere”

Der Song zur ersten Ruhrgebiets-Love-Parade. Klingt so wie der Love-Parade-Song jedes Jahr klingt. Manche nennen sowas “eigener Stil”, andere “keine Weiterentwicklung”. Ich gehöre eher zu der zweiten Gruppe. Ein Knaller ist “love is everywhere” zumindest auf keinen Fall. 4 von 10 Punkten.

16: Mars – “reason”

Marcel Richard Saibert – ein Schmalzi, der durch Auftritte in der RTL-Soap “Unter uns” bekannt wurde. Wegen seiner Musik ist Platz 16 auch schwer erklärbar. “reason” ist eine unglaublich schmierige Ballade mit nervtötendem Gesang und seltsamer Songstruktur. Schlimm. 2 von 10 Punkten.

04: Bushido – “alles verloren”

Okay, ganz zu Ende ist es mit dem Deutsch-Rap wohl doch noch nicht. Hier schmipft Bushido in gewohnter Manier auf alles und jeden, fragt wann “ali wieder aus dem Knast” kommt, kündigt an “ich ficke eure artgenossen” und fragt “kannst du das ghetto seh’n”. Ich nicht. Zum Glück. 1 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 31. August 2007:

01 (01) Culcha Candela – “hamma!”
02 (02) Azad feat. Adel Tawil – “prison break anthem (ich glaub …)”
03 (03) Ich+Ich – “vom selben stern”
04 (—) Bushido – “alles verloren”
05 (05) Timbaland feat. Keri Hilson – “the way i are”
06 (04) Mark Medlock & Dieter Bohlen – “you can get it”
07 (07) Marquess – “vayamos companeros”
08 (06) Fergie – “big girls don’t cry”
09 (09) Rihanna feat. Jay-Z – “umbrella”
10 (08) Monrose – “hot summer”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Athlete – “hurricane” (Download-only-Single)
- Klaxons – “it’s not over yet” (Download-only-Single)
- R. Kelly & Usher – “same girl” (Download-only-Single)
- Rilo Kiley – “the moneymaker” (Download-only-Single)

charts-kritik: 24. august 2007. 2

So. Die Charts-Kritik-Aufhol-Aktion beginnt. Da es seit Mitte August keine neue Ausgabe mehr gegeben hat, gibt es viel zu tun. Zwei bis drei weitere Wochen will ich heute noch abarbeiten. Hier sind aber erstmal die New Entries der deutschen Singlecharts vom 24. August 2007:

90: Elvis Presley – “heartbreak hotel”

Ein Klassiker. Was soll man zu dem Song noch sagen? Und wie viele Punkte vergeben? Ich war nie der große Elvis-Fan, bin mir aber seiner Bedeutung in der damaligen Zeit klar. Dennoch: Heute klingt seine Musik halt etwas sehr altmodisch. Daher: 6 von 10 Punkten.

86: Michael Gray feat. Steve Edwards – “somewhere beyond”

Ein unspektakulärer typisch englischer House-Pop-Song mit nett ungewöhnlichem Video. Für laue Sommerabende in der Disco geeignet, aber keine Musik, die lang bleibt. 5 von 10 Punkten.

83: Elvis Presley – “suspicious minds”

So groß wie in England ist der jährliche Elvis-Hype, bei dem jede Woche ein anderer Song in die Charts einsteigt, hierzulande nicht, dennoch folgt nun gleich der zweite Neueinsteiger der Woche. “suspicious minds” ist ein ähnlich großer Klassiker wie “heartbreak hotel”, allerdings aus einer späteren Zeit. Keine Musik, die ich egal zu welchem Anlass heute hören würde. Wie eben: 6 von 10 Punkten.

79: Laith Al-Deen – “es wird nicht leicht sein”

Herr Al-Deen hatte aber auch schonmal größere Hits als einen Einstieg auf Platz 79, oder? Musikalisch wird im Großen und Ganzen derselbe Deutsch-Soul geboten wie bei all seinen anderen Songs – hier jedoch mit einem Tick mehr Ernst. Ein ordentlicher Song. 5 von 10 Punkten.

44: Ciara feat. 50 Cent – “can’t leave ‘em alone”

Seicht-softer Sommer-RnB-Pop zweier Stars. Dass ich mit solcher Musik nicht viel anfangen kann, ist kein Geheimnis – auch hier fehlt mir neben vielem anderem vor allem die Melodie. 3 von 10 Punkten.

38: Paul van Dyk fest. Jessica Sutta – “white lies”

Der große alte Mann des Trance-Pops kommt diesmal sehr mainstreamig daher. Mit einem Pussycat Doll als Stimme, ein paar Latino-Rythmen über den Beats. Einen kleinen Hit hat er mit dieser Rezeptur geschaffen – und das war ja anscheinend auch das Ziel. Mir gefällt’s trotzdem nicht so gut wie manch seiner Klassiker. 4 von 10 Punkten.

35: H-Blockx – “countdown to insanity”

Nanu, H-Blockx in den Charts. Nach meinem Gefühl dürfte das der erste Hit seit Ewigkeiten sein. Stilistisch klingen die Herren ein bisschen anders als früher. Ein bisschen erwachsener und irgendwie amerikanischer. Ordentlicher Song, das. 5 von 10 Punkten.

19: Nena – “mach die augen auf”

Der Song zur ProSieben-Klima-Kampagne. Klingt mir in den Strophen etwas zu monoton, aber der Chorus reißt ihn wieder raus. Der Text hat leider einen gewissen Fremdschämfaktor, aber insgesamt ist “mach die augen auf” ein netter, moderner Popsong und die beste Niena-Single seit langem. 6 von 10 Punkten.

17: Kanye West feat. Daft Punk – “stronger”

Das wär aber nun wirklich nicht nötig gewesen. Das Daft-Punk-Original ist doch so gut, da braucht man doch nicht noch einen Rap von der Stange drüberzulabern. Richtig gut zusammen passen die beiden Songteile ohnehin nicht. Kinder, kauft Euch lieber ne Daft-Punk-Platte. 4 von 10 Punkten.

16: Natasha Bedingfield – “soulmate”

Gelungene britischer Popballade, an der allenfalls eine etwas zu hohe Prise Schmalz zu bemängeln ist. Die wird aber bestimmt dazu führen, dass wir sie in den Castings der nächsten “Superstar”-Staffel zur Genüge von untalentierten Menschen hören werden. Für das Original bis dahin aber 6 von 10 Punkten.

14: beFour – “how do you do? / all 4 one”

Kommen wir zum absoluten Tiefpunkt dieser überraschend Tiefpunkt-armen Chartswoche. beFour präsentieren Plastikpop aus dem Super-RTL-Kindergarten. Mit knallbunten Farben, pochenden Beats und quietschendem Gesang. Grauenhaft. 1 von 10 Punkten.

10: Scooter – “the question is what is the question”

Und dann der nahtlose Übergang zu Scooter – ist ja auch irgendwie Musik für den Kindergarten. Passenderweise hat man HPs Gesabbel auch gleich mit derselben Melodie wie Platz 14 unterlegt. Das Ergebnis ist mindestens genauso grauenhaft. 1 von 10 Punkten.

01: Culcha Chandela – “hamma!”

Der deutsche Sommerhit 2007. Leider. Denn mir ist das Ding viel zu flach, viel zu sehr Seeed-nachgeäfft. Mittelmäßiger Sommerspaßsong, mehr nicht. 4 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 24. August 2007:

01 (—) Culcha Candela – “hamma!”
02 (01) Azad feat. Adel Tawil – “prison break anthem (ich glaub …)”
03 (04) Ich+Ich – “vom selben stern”
04 (02) Mark Medlock & Dieter Bohlen – “you can get it”
05 (06) Timbaland feat. Keri Hilson – “the way i are”
06 (07) Fergie – “big girls don’t cry”
07 (05) Marquess – “vayamos companeros”
08 (03) Monrose – “hot summer”
09 (08) Rihanna feat. Jay-Z – “umbrella”
10 (—) Scooter – “the question is what is the question”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Da Hool – “light my fire”
- Erdmöbel – “riecht wie teen spirit” (Download-only-Single)
- Joy Denalane feat. Lupe Fisco – “change” (Download-only-Single)
- Lifehouse – “first time” (Download-only-Single)
- Manu Chao – “rainin in paradize” (Download-only-Single)
- Moneybrother – “just another summer”

five to watch (21. November 2007). 2

In “five to watch” gebe ich täglich fünf Fernsehtipps – vier aus dem Free-TV und einen aus dem Pay-TV. Die Empfehlungen richten sich dabei ausschließlich an meinem persönlichen Geschmack aus und nicht an irgendwelchen Hypes oder Programmzeitschriften. Hier sind die Empfehlungen für Mittwoch, den 21. November 2007:

Free-TV:
1. Abenteuer Wissen / ZDF / 21.45-22.45
Mit höchstwahrscheinlich interessanten Beiträgen zum Thema Datensterben. Was kann die Menschheit tun, um ihr Wissen zu konservieren? Bücher, digitale Datenträger, Mikrofilme – alles verfällt irgendwann. Wo sind die Auswege?

2. Stadt der Engel / kabel eins / 20.15-22.30
Bei diesem Film muss ich mal meine kleine romantische Ader outen. Ich habe den Film damals geliebt, als er herauskam. Melancholisch-schöne Stimmung, passende Musik. Herrlich.

3. Heroes / RTL II / 20.15-21.10
Inzwischen Folge 8 der grandiosen Serie.

4. Good Bye, Lenin! / WDR Fernsehen / 20.15-22.05
Die ultimative Wende-Komödie hat wahrscheinlich ohnehin schon jeder gesehen. Wer nicht – heute gibt’s eine weitere Gelegenheit.

Pay-TV:
5. Geschichte – Der Wahrheit auf der Spur / Discovery Geschichte / 20.15-21.00
Doku über den Kennedy-Mord und seine Verschwörungstheorien. Direkt im Anschluss folgen weitere 45 Minuten unter dem Titel “Schüsse auf den Präsidenten – Der Zapruder-Film”.

mark mitleid. 7

Das muss schon sehr traurig sein, wenn man an einem düsteren Novembertag mittags um 1 vor einem Bahnhofskiosk eine Autogrammstunde halten muss, nur weil man das Auf-den-Markt-Schmeißen eines Buches autorisiert hat – und dann auch noch zu 90 % leicht runtergekommene Frauen um die 50 vorbeikommen – und kaum süße Teenies. Sehr passend auch der kleine Dialog an der Kasse des Kiosks:

Frau: Wen erwarten Sie denn hier – da stehen ja so viele Leute draußen an?
Kassiererin: Mark Medlock.
Frau: Hahaha, hat der etwa ein Buch geschrieben, hahaha?
Kassiererin: Ja.
Betretene Stille.

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