tv-test: “karaoke showdown”. 1

Format: “Karaoke Showdown”
Sender: RTL
Produktion: UFA Entertainment
Genre: Musikquiz
Programmplatz: freitags, 23.15 Uhr
Frequenz: zunächst 2 Folgen
Dauer: 55 Minuten
Start: 14. Juli 2006

Kritik: Und noch eine neue RTL-Freitagabend-Sendung. In “Karaoke Showdown” spielen vier Musiker in zwei Teams gegeneinander. Sie müssen von irgendwelchen Leuten per Karaoke gesungene Songs erkennen. Sie hören dabei nur den Gesang, nicht die Hintergrundmelodie des Songs. Was sich eigentlich nach einer netten Idee anhört, ist in der Umsetzung schnell langweilig. Zum einen beweist Mirja Boes, die derzeit durch alle RTL-Sendungen geschleust wird, dass sie keine geborene Moderatorin ist, zum anderen wurde das Spielkonzept nicht zu Ende gedacht, sodass sich die immer gleichen Abläufe wiederholen ohne zu überraschen.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

tv-test: “kerner kocht”. 2

Format: “Kerner kocht”
Sender: ZDF
Produktion: a + i
Genre: Kochshow
Programmplatz: freitags, 23 Uhr
Frequenz: 7 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 14. Juli 2006

Kritik: In der Sommerpause der “Johannes B. Kerner”-Show müssen Fans auf die freitäglichen Koch-Specials trotzdem nicht verzichten. Sie laufen nun als eigenständige Sendung “Kerner kocht”. Das Prinzip bleibt wie gehabt: Eine Reihe von halbwegs prominenten Köchen, u.a. Zacherl, Schuhbeck, Wiener, kochen jeweils einen Gang eines Menüs, Kerner wechselt hin und her, schaut ihnen zu und plaudert mit ihnen. Ich bin ohnehin kein großer Kochshow-Fan, aber dieses Durcheinander nervt erst recht etwas – ohnehin dann, wenn Alfons Schuhbeck besserwisserisch andauernd seinen Senf zu den Gerichten seiner Kollegen dazu gibt und alles besser weiß.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

tv-test: “5 gegen 100”. 5

Format: “5 gegen 100”
Sender: RTL
Produktion: Schwartzkopff TV Productions
Genre: Comedy-Quiz
Programmplatz: freitags, 21.15 Uhr
Frequenz: 7 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 14. Juli 2006

Kritik: Ach Gott, manchmal nervt Fernsehen aber wirklich. Hier haben wir eine dieser typischen Produktionen, die von vorn bis hinten überflüssig sind. Ein untalentierter Moderator spielt mit 5 Comedians und anderen unwitzigen Promis ein Quiz, in dem sie langweilige Fragen zum Thema Mann und Frau beantworten müssen und gegen 100 Studiogäste antreten. Die Diskussionen bis zur Einigung, welche Antwort man sich aus den vier Möglichkeiten aussucht, soll witzig ist, ist es aber (vor allem wegen der gecasteten völligst unwitzigen Kandidaten – Mirja Boes, Gülcan!) überhaupt nicht. Absetzen, bitte.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

tv-test: “prosieben reportage spezial: die auswanderer”. 1

Format: “ProSieben Reportage Spezial: Die Auswanderer”
Sender: ProSieben
Produktion: Janus TV
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: mittwochs, ca. 22-23 Uhr
Frequenz: 6 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 12. Juli 2006

Kritik: Gleiches Thema, gleiche Produktionsfirma – und doch ist diese Reihe zum Thema Auswanderer etwas besser als die neulich bei kabel eins gestartete Doku-Soap “Mein neues Leben”. Interessantere Charaktere, interessantere Geschichten, etwas seriöser. Vielleicht hat ProSieben ja auch die besseren Folgen der gleichen Produktion gekauft und dem kleinen Bruder kabel eins nur die schlechteren Episoden gelassen. Man weiß es nicht.

Wertung: 5 von 10 Punkten.

chart-kritik (2006-06-16). 5

Während meines Zugfahrt nach Hamburg habe ich die Zeit genutzt, um eine weitere Charts-Woche aufzuarbeiten. Und auch diesmal gibt es wieder einen youtube-Link der Playlist mit 8 von 12 Videos – der Rest war nicht verfügbar. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 16. Juni 2006:

89: Michael Jackson – “earth song” / Video bei youtube

Keine Woche ohne Michael-Jackson-Re-Entry. Diesmal wurde “earth song” als Video-Single wiederveröffentlicht, schaffte aber nur einen lausigen Platz 89. Den Song kennt wohl jeder, ein zugegebenermaßen großer Klassiker der Pop-Geschichte, dessen hoher Schmalzfaktor heutzutage aber ein bisschen sehr nervt. 3 von 10 Punkten.

87: Schnulli – “ich spiel fussball” / Video nicht verfügbar

“ich spiel fußball in deutschland und shanghai, in brasilien, in rom und auf hawaii”, vorgetragen von einer Computer-verzerrten Debilen-Stimme zur Melodie von “von den blauen bergen kommen wir”. Bedarf es weiterer Kommentare? 0 von 10 Punkten.

63: Mariah Carey feat. Snoop Dogg – “say somethin'” / Video bei youtube

Comeback hin, Imagewandel her, was Frau Carey hier abliefert – und das auch noch mit Unterstützung von dem von mir früher mal richtig cool gefundenen Snoop Dogg – ist extremst langweiliges Rumgeschwurbel ohne jeglichen Wiedererkennungswert. 2 von 10 Punkten.

61: Keane – “is it any wonder?” / Video bei youtube

Klar, die neue Keane-Platte ist nicht so toll wie der Vorgänger. Ahnen konnte man das schon bei dieser Vorab-Single. “is it any wonder” klingt zwar etwas rockiger, weiterentwickelter, bleibt aber unter dem Strich nur ein solider Popsong fernab von Meisterwerken wie “somewhere only we know”. 6 von 10 Punkten.

59: Nordend Allstars – “unser stadio – unsere regeln” / mp3 auf der Künstler-Website

Wer zur WM nicht alles Platten veröffentlicht hat. Selbst Stephan Weidner von den Böhsen Onkelz tritt mit einer neuen Band aus der Versenkung. “unser stadio – unsere regeln” ist ein ziemlich primitiver, musikalisch amateurhafter Mitgröhl-Song für die Hool-Fraktion. 2 von 10 Punkten

58: Banaroo – “sing and move” / Video nicht verfügbar

Die nächste Folge aus der Banaroo-Plastikpop-Saga, die mittlerweile nur noch auf Platz 58 einsteigt. Manchmal frage ich mich wirklich, ob diese unfassbar belanglosen Texte tatsächlich ein Mensch schreibt oder ein Textbaukasten-Computerprogramm. “sing and move, sing and move, we got into the groove, nothing’s gonna stop us now.” Ein völlig belangloses Produkt. 1 von 10 Punkten.

56: Lee Ryan – “real love” / Video bei youtube

Der Sommer ist unverkennbar da und es wäre ja ein Wunder, wenn mit ihm nicht auch wie in jedem Jahr luftig-leichte Soul-Pop-Nümmerchen auf den Markt schwappen würden. Ex-Blue-Sänger Lee Ryan hat genau so etwas vollbracht, singt zur gefälligen Siesta-Einschlafmelodie Belanglosigkeiten, nervt dabei aber nicht weiter. Und das ist ja auch schonmal was. 3 von 10 Punkten.

53: Westlife – “amazing” / Video bei youtube

Von einem Ex-Boyband-Mitglied zu einer der wenigen noch existierenden klassischen Schleim-Boybands. Westlife bleiben ihrem Stil treu, umschwärmen mit ihren tropfenden Melodien weiterhin Frauen mittleren Alters. Den Fans wird’s gefallen, mir nicht. 2 von 10 Punkten.

50: Novaspace – “all through the night” / Video nicht verfügbar

Und immer wenn man denkt, der Trend, alte Klassiker mit Plastikdancerhythmen zu verschandeln, könnte hoffentlich endlich vorbei sein, kriecht der nächste Vertreter des Genres aus der Ecke – und meist stammt er auch noch von Novaspace. Diesmal trifft es “all through the night”, bekannt geworden durch Cyndi Lauper. Mein Beileid! 1 von 10 Punkten.

16: Depeche Mode – “john the revelator / lillian” / Video bei youtube

Dass ich Depeche Mode mal sehr gern mochte, diese Zuneigung aber inzwischen ziemlich verloren habe, stand schon an anderer Stelle. Hätte es dieses Konzert damals nicht gegeben, meine Kritik über “john the revelator” wäre kein bisschen anders ausgefallen. Der Song ist nur noch ein Zeugnis davon, dass Depeche Mode im Jahr 2006 sämtliche Kreativität verloren haben, ein Song, dem alles fehlt. 4 von 10 Punkten.

15: Eko Fresh feat. Bushido – “gheddo” / Video bei youtube

Eko Fresh und Bushido: Darauf hat die Welt auch nicht wirklich gewartet. Die beiden legen einen völlig unauthentischen Pseudo-Ghettorap, Verzeihung Gheddorap, vor, jammern irgendwas von Hartz IV, toten Brüdern und Tempelhof und gehen dem Hörer dabei nur auf die Nerven. 1 von 10 Punkten.

13: LaFee – “prinzesschen” / Video bei youtube

Der neue “Bravo”-Hype. Ein kleines Mädel singt irgendwas von “deine titten sind ein traum” und meckert rum “ja prinzesschen, du hast’s leicht, deine eltern sind stinkreich”. Das wäre ja noch gar nicht so verwerflich, würde die Sängerin nicht so begrenz talentiert und die Musik nicht so langweilig sein, nach alten neu aufgetragenen Second-Hand-Melodien von Nu Pagadi klingen. Aber so ist das ja meist mit “Bravo”-Hypes: Viel Substanz steckt selten dahinter. 2 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 16. Juni 2006:
01 (01) Shakira feat. Wyclef Jean – “hips don’t lie”
02 (02) Texas Lightning – “no no never”
03 (03) Gnarls Barkley – “crazy”
04 (06) Oliver Pocher – “schwarz und weiss”
05 (04) Nelly Furtado – “maneater”
06 (05) Lordi – “hardrock hallelujah”
07 (08) Herbert Grönemeyer/Amadou & Mariam – “zeit, dass sich was dreht”
08 (12) Sportfreunde Stiller – “’54, ’74, ’90, 2006”
09 (07) Goleo VI pres. Lumidee vs. Fatman Scoop – “dance!”
10 (09) Mary J. Blige feat. U2 – “one”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
– Bananafishbones – “1.fc sommer”
– Gaby Baginski – “er liebt es so sich zu bewegen”
– Juliane Werding – “zusammen”
– Keiler Kalle – “hier kommt keiler kalle”
– Obergiesing/Untergiesing – “balla balla”
– Peter Schilling – “es gibt keine sehnsucht”
– Röyksopp – “beautiful day without you”
– Tiefschwarz feat. Tracey Thorn – “damage”
– Tommy Steiner – “angelina”

zero. 10

Man mag ja den Namen “Coca Cola” fast nicht mehr erwähnen, weil man sofort unter Generalverdacht gerät. Ich mach es aber trotzdem, denn schließlich gibt es seit ein paar Tagen “Coca Cola zero” und ich als Softdrink-Junkie musste das Zeug natürlich sofort probieren. Mein Fazit: ich weiß nicht so recht. Es schmeckt nicht ganz so süß wie “Coca Cola Light”, aber ähnlich künstlich, etwas herber, vielleicht tatsächlich etwas näher dran an der Original-“Coca Cola”. Aber ob es ein Hit wird – und ein männlicheres Image bekommt als “Coca Cola Light”? Ich bin mir nicht sicher.

bahn-automaten. 6

Endlich mal wieder Bahn-Mecker-Content. Als ich gestern zu einem Kurztrip zur RTL-Programm-PK nach Hamburg gefahren bin, war ich zunächst positiv überrascht. Endlich müssen die Kontrolleure nicht mehr die Nummer der Online-Tickets in ihre Maschinchen eintippen, sondern haben völlig neue Geräte, die den schon immer oben rechts aufgedruckten Scancode scannen. In Hamburg am Hauptbahnhof, kurz vor der Rückreise wurde ich dann aber mit einer weiteren Innovation konfrontiert. Ich bin ja Fan der Fahrkarten-Automaten. Man tippt schnell die Daten der gewünschten Reise ein, schiebt seine EC-Karte in den Schlitz und nach höchstens zwei Minuten hat man sein Ticket. Vorbei. In Hamburg braucht man nun länger. Zunächst funktioniert alles wie gehabt. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem man eigentlich bezahlen will. Dort wird der Vorgang nun unterbrochen und man bekommt einen Ausdruck mit seiner “gebuchten” Reise. Mit diesem Zettel muss man nun an einen anderen (!) Automaten gehen, den aufgedruckten Scancode einscannen, merken, dass das nicht funktioniert, anschließend eine 20-stellige Nummer per Hand eintippen und dann endlich darf man bezahlen. Was soll das? Wo ist da der Fortschritt versteckt? Ich hoffe, dass es sich nur um einen Pilotversuch handelt, das Unternehmen bald merkt, dass diese Innovation völliger Schrott ist und die Doppel-Automaten nicht in ganz Deutschland einführt.

noch mehr zukunftsfernsehen. 0

Die neue “Zukunftsfernsehen“-Seite wurde erweitert. Ihr findet dort nun alle neuen Sendungen, die bis zum 4. August im deutschen Fernsehen starten.

tv-test: “hilfe! zu hause sind die teufel los”. 1

Format: “Hilfe! Zu Hause sind die Teufel los”
Sender: Sat.1
Produktion: Granada Produktion für Film und Fernsehen
Genre: Doku-Soap
Programmplatz: donnerstags, 20.15 Uhr
Frequenz: 8 Folgen
Dauer: 60 Minuten
Start: 13. Juli 2006

Kritik: Klar, auch Doku-Soaps, in denen Häuser und Wohnungen verschönt wurden, gab es bereits zur Genüge. Sogar tägliche Formate. Diese neue Sat.1-Sendung erweitert die Idee allerdings um ein entscheidendes Detail: Kinder dürfen das Haus der Familie nach ihren Wünschen umgestalten, während die Eltern für ein paar Tage verreisen. Was dabei herauskommt, ist oftmals völlig schockierend für die Eltern, weil das Team um Barbara Eligmann alles umsetzt, was die Kinder wollen. Eine kleine, unterhaltsame, sehr charmante Doku-Soap für die Familie mit einer ordentlichen Prise Schadensfreude. Gut getan hätte der Reihe allerdings eine etwas kürzere Sendedauer. 60 Minuten sind doch etwas zu lang.

Wertung: 6 von 10 Punkten.

tv-test: “bayern feiern”. 0

Format: “Bayern feiern”
Sender: Bayerisches Fernsehen
Produktion: APM Film München
Genre: Reportage-Reihe
Programmplatz: freitags, 19.45 Uhr
Frequenz: 7 Folgen
Dauer: 30 Minuten
Start: 14. Juli 2006

Kritik: Das Bayerische Fernsehen war schon immer ein bisschen spezieller als die anderen Dritten. Etwas tradtioneller, konservativer, Heimat-verbundener. Dazu passt auch diese neue Reportage-Reihe, in der Bayern gezeigt werden, wie sie verschiedene Dinge feiern. In den einzelnen Reportagen geht es um Hochzeit in Bayern, verschiedene Feste und in der Premiere um den Fußball (?!?). Gezeigt wurden völlig belanglose bayerische Fußballclubs der zweiten Reihe und wie sie feiern. Warum das irgendjemanden interessieren sollte außer den Personen, die gezigt wurden, bleibt wohl das Geheimnis des Bayerischen Rundfunks.

Wertung: 2 von 10 Punkten.

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