Archive for May, 2007

abteilung skurrile pressemitteilungen. 1

Eben im Postfach eingetroffen (inklusive des kleinen Fehlers): “BBC Exklusiv fragt: Wie mastubiert man einen Elefanten?”. Genau das wollte ich schon immer mal wissen. Oder so.

Im Text der Mitteilung heißt es dann übrigens u.a. noch “So nehmen die Wissenschaftler auch ein blaues Auge durch einen plötzlich schwenkenden Elefantenpenis in Kauf, um das Überleben der Tierarten zu sichern.

beckmann offline. 9

Da gibt es bei “Beckmann” einmal eine wirklich interessante Sendung, die zu Recht hohe Wellen schlägt – und dann sowas:

“Hinweis der Redaktion:
Für die Beckmann-Sendung vom 21. Mai 2007 besitzt der produzierende Sender keine Online-Rechte. Daher gibt es zu dieser Sendung leider kein Video.
Wir danken für Ihr Verständnis.”

Ärgerlich. Gut, dass ich die Sendung am Montagabend im herkömmlichen Fernsehen gesehen habe. Alle anderen haben zunmindest noch die Gegelegenheit, eine Wiederholung abzugreifen: Am Freitagmorgen um 10.15 Uhr zeigt 3sat die Sendung noch einmal.

nachrichtenfernsehen in deutschland. 1

N24 baut gerade wieder seinen Weltruf als Top-Nachrichtensender aus: Unter dem Titel “Dirk Nowitzki wieder in Deutschland” wird eine als unfassbar belanglose Pressekonferenz getarnte Nike-Werbeveranstaltung des Basketballers live (!) übertragen. Unfassbar.

zur freundlichen beachtung. 0

Zwei kleine Hinweise in eigener Sache:

- Bei “Focus Online” lässt sich seit gestern der vierte Teil meiner kleinen Serie über Fernsehen im Netz lesen. Diesmal geht es darum, wie leicht es für Amateure geworden ist, selbst kleine Sendungen zu produzieren und warum die Stars dieser Amateur-Szene dann doch wieder ins herkömmliche Fernsehen abwandern.

- Und in der “netzwelt” gibt es ein kleines Interview mit mir über das Blogcensus-Projekt, das ich gemeinsam mit Dirk Olbertz betreibe.

danke mehmet. 11

Er ist nicht nur der Fußballer mit dem besten Musikgeschmack gewesen. Er war auch einer der letzten Fußballer, an denen mein Herz hing, mit denen ich mich identifizieren konnte. Danke Mehmet. Für 15 großartige Jahre.

traurige legenden. 17

Wer den ersten Trailer zum wahrscheinlich beschissensten aller “Rambo”-Filme sehen will, klickt hier.

Wer das erste Lebenszeichen der Smashing-Pumpkins-Reunion, den vielleicht mittelmäßigsten aller jemals aufgenommenen Smashing-Pumpkins-Songs “tarantula” hören will, klickt hier (via “nicorola“).

Und weint hinterher nicht zu viel.

“fuck off the rest”. 16

Manchmal gibt es neue Kommentare zu Blogeinträgen, die Jahre alt sind. Das sind dann meist die besten kommentare von allen. Heute zum Beispiel kommentierte eine gewisse “Sarah” eine TV-Kritik von mir, in der ich im November 2005 eine längst vergessene ProSieben-Serie mit Annette Frier scheiße fand. Und weil “Sarahs” Kommentar außer mir sonst niemandem begegnen wird, hole ich ihn mal hervor, denn das Anliegen von “Sarah” ist ihr anscheinend sehr wichtig:

“wie seit ihr denn drauf =( ?????????
LOL
Annette ist in schillerstraße total geil
und als schauspielerin noch viel Besser =)
sie ist eine sehr gute schauspielerin und überhaupt wenn ihr das nicht findet warum schaut ihr es euch denn an ??
klar hat jeder seine eigene meinung ich akzeptiere eure meinung zu annette frier auch
aber so runter machen muss man sie auch wieder nicht !!!!!!!!!!!
Wenn sie euch nervt dann schaut doch einfach nicht hin ENDE AUS MICKEY MAUS!!!
ich finde annette frier ist eine sehr gut schauspielerin wer das nicht findet hat einfach keine
ahnung von schauspiel so seh ich das
und man kann comedy mit schauspiel nicht vergleichen und sagen in schillerstraße ist sie besser als in alles außer sex oder anders rum man kann das einfach nicht vergleichen comedy ist comedy und schauspiel ist schauspiel
das ist meine Meinung =) mir egal was ihr darüber denk aber annette ist einfach geil ,hübsch,nett,ehrlich,und SEHR attraktiv =)
von wegen eisbär eh =( ihr habt ganz einach tomaten auf den augen*lieb gemeint*aber jeder hat ja ein andern geschmack =)
ZUM GLÜCK =)
aber wer findet annette frier kann nicht Schauspielen hat echt keine ahnung vom schauspiel und sollte sich über etwas anderem unterhalten =) Schauspiel ist was besonderes und einzigartiges und das kann annette sehr gut rüberbringen und sie kann sich gut und sehr schnell in andere rollen hineinversetzen
aber egal =) ich erzähl euch besser nichts vom schauspiel ihr habt ja keine ahnung =)
das ist meine meinung *smile*
ANNETTE FRIE IS THE BEST
FUCK OFF THE REST
ich weiß : “ZU VIEL TEXT””

charts-kritik: 18. mai 2007. 9

Ohne große Einleitung. Hier sind die New Entries der deutschen Singlecharts vom 18. Mai 2007:

99: Muff Potter – “fotoautomat”

Muff Potter ist eine deutsche Indie-Band, die es zwar schon viele Jahre gibt, die aber neuerdings von Universal in die Charts gedrückt werden soll – was allerdings bisher nicht so richtig klappt. Musikalisch klingt “fotoautomat”, die erste Single der neuen Platte, etwas wie Madsen, vielleicht auch ein bisschen wie Kettcar. Der Song ist zwar nicht wirklich innovativ, aber welche Musik kann das heutzutage auch noch sein? Er rockt auf jeden Fall sehr ordentlich und geht sofort ins Ohr. Perfekte Musik für den Festival-Sommer. 8 von 10 Punkten.

94: Banaroo – “i’ll fly away (premium version)”

Ach herrje, und dann gleich sowas hinterher. Der Stern von Banaroo geht aber anscheinend auch unter. Einst die (dank Super RTL) angesagteste Kapelle in Deutschlands Kinderzimmern, steigen sie mittlerweile nur noch auf Platz 94 ein. Der Text ist peinlich plump wie immer, es gibt viele “ah ah ah”s und “oh oh oh”s – Nichts Neues also von der Banaroo-Front. Grottiger Kinderpop. 1 von 10 Punkten.

89: Chat A Nuga – “clap! clap!”

Apropos grottig: Schon sind wir bei Platz 89. Ein mittelmäßig begabter Sänger hat sich aus bekannten Latino-Hits ein paar Zitate zusammengeklebt, wird begleitet von einem heiseren Möchtegern-Rapper und fertig ist der Sommerhit 2007. Ist allerdings wohl nicht so ganz aufgegangen, der Plan. Denn mehr als ein paar Hundert Singles muss man ja für Platz 89 nicht verkaufen. 2 von 10 Punkten.

81: Elin – “better with you”

Oh, was ist das denn? Ein deutscher Versuch einer Avril-Lavigne-Kopie? Wurde ja eigentlich auch mal Zeit, schließlich wird sonst alles viel schneller kopiert. Der Song klingt dann zwar etwas mehr nach Kelly Clarkson als nach Avril Lavigne, aber das ist ja ohnehin mittlerweile alles eine Soße. Wie auch immer: ein Popnümmerchen, dem Eigenständigkeit genauso fehlt wie eine Ohrwurm-Qualität. 3 von 10 Punkten.

79: Blind Guardian – “another stranger me”

Ich hab ja schon oft erzählt, dass das früher in der Pubertät meine Musik war. Helloween, Blind Guardian, Gamma Ray, all die deutschen Power-Metal-Bands. Blind Guardian gehört zu denen, die es geschafft haben, ihren Erfolg bis zum heutigen Tag zu konservieren. Immer noch steigen sie mit jedem Album, sogar mit jeder Single in die Charts ein. Dass sie nun aber anscheinend einen leichten Stilwechsel vollzogen haben, ist – wie so vieles aus der Metal-Szene – an mir vorbeigegangen. “another stranger me” klingt zumindest nicht mehr nach dem früheren Fantasy-Power-Metal, sondern eher irgendwie nach flacherem Hard Rock. Dass die Band nicht mehr ewig mit der gleichen Musik weitermachen wollte, sei ihr zugestanden, dieser neue Stil gefällt mir aber nicht. 4 von 10 Punkten.

55: Jan Delay feat. Udo Lindenberg – “im arsch”

Zu Jan Delay hab’ ich immer noch keine wirkliche Meinung. Manche Nummern von ihm finde ich wirklich gelungen, andere langweilen mich zu Tode. Die neue Single “im arsch” gehört eindeutig zur ersten Kategorie. Der Song ist ein depressiver Wutausbruch (wenn es sowas gibt) und die Idee, Udo Lindenberg dabei zu haben – im Video besonders sehenswert -, ist originell und überraschend passend. Zudem kopiert sich Jan Delay nicht selbst. Seine Songs sind abwechslungsreich, er entwickelt sich weiter. Auf jeden Fall eine sehr coole Nummer. 8 von 10 Punkten.

42: Herbert Grönemeyer – “lied 3 – du bist die”

Das “mensch”-Album von Grönemeyer mochte ich ja abgesehen vom Titelsong sehr. Viel Melancholie, Traurigkeit, schöne Melodien. Das, was ich von der neuen Platte bisher gehört habe, überzeugt mich nicht so wirklich. Grönemeyers Leben hat sich nunmal geändert. Positivere, schnellere Songs sind das Ergebnis. “du bist die” ist zwar nicht das Paradebeispiel für diese Entwicklung, handelt es sich doch um eine Piano-Nummer, aber so schön traurig wie damals ist der Song trotzdem nicht. Ein nachdenkliches Liebeslied, das leider nicht lang im Kopf bleibt. 5 von 10 Punkten.

40: Omarion – “ice box”

In den USA ist noch Geld für aufwändige Videos da – das merkt man auch diesem Clip des US-Emporkömmlings Omarion an. In Deutschland ist er noch relativ unbekannt, seine neue Platte soll das ändern. Produzenten wie Pharrell oder in diesem Fall Timbaland wurden engagiert. Die Nummer ist ein relativ kühler RnB-Song, der Fans des Genres sicher Spaß bereiten wird, mich aber ein wenig zu kalt lässt. Vor allem das ständige “i’m so cold, i’m so cold, i’m so cold…” nervt. 3 von 10 Punkten.

33: Rob Thomas – “little wonders”

Wer Matchbox 20 schon gehasst hat (wie beispielsweise ich), wird sicher auch die Solo-Karriere von Rob Thomas mit Grausen verfolgen. Hier ist der neueste Erguss. Der Stil ist noch poppiger als bei Matchbox 20, sein Gesang noch schwülstiger, die Melodien mit noch mehr Pathos überladen. Kuschelrock für Highschool-Kids, aber keine Musik für mich. 3 von 10 Punkten.

16: Laith Al-Deen – “keine wie du”

Endlich mal wieder ein neuer Text für die immergleiche Laith-Al-Deen-Musik. Ich kann diesen schleimigen Soul für Pur-Fans nicht wirklich ertragen. Seine Stimme klingt immer gleich, Innovation ist ein Fremdwort. Erfolg hat er immerhin: “keine wie du” dürfte sogar der erste Top-20-Hit sein, wenn ich nichts übersehen habe. Aber Massengeschmack hat ja nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun. 3 von 10 Punkten.

04: Linkin Park – “what i’ve done”

Eigentlich hatten Linkin Park ja angekündigt, auf der neuen Platte gaaanz anders klingeln zu wollen. Mag ja sein, aber die erste Auskopplung ist in dem Hinblick eine leise Enttäuschung. Denn so große Unterschiede zwischen “what i’ve done” und Krachern wie “in the end” fallen mir jetzt nicht so auf. Ein bisschen erwachsener klingen sie vielleicht, aber das ist nur ein Eindruck. Ist ja alles auch nicht schlimm, einen halbwegs netten Ohrwurm haben sie trotzdem erschaffen. 6 von 10 Punkten.

Die Top Ten vom 18. Mai 2007:
01 (01) DJ Ötzi & Nik P. – “ein stern (der…)”
02 (02) Nelly Furtado – “say it right”
03 (04) Beyoncé & Shakira – “beautiful life”
04 (—) Linkin Park – “what i’ve done”
05 (03) Timbaland/Nelly Furtado & Justin Timberlake – “give it …”
06 (05) Ville Valo & Natalia Avelon – “summer wine”
07 (07) Mika – “grace kelly”
08 (06) Avril Lavigne – “girlfriend”
09 (08) Pink – “dear mr. president”
10 (08) Justin Timberlake – “what goes around … comes around”

Ebenfalls erschienen, aber gefloppt:
- Dolores O’Riordan – “ordinary day”
- Lou Bega – “conchita”

fernsehen 2007/08: fox. 1

Die Line-Ups für die kommende US-TV-Saison 2007/08 sind komplett, als letzter Sender präsentierte Fox seinen Werbekunden das neue Programm in New York. Hier sind wie schon bei NBC, ABC, CBS und The CW die wichtigsten Schlagzeilen für die neue Fox-Saison:

- Abgesetzt wurden neben “The O.C.” ausschließlich Serien, die es noch nicht nach Deutschland geschafft haben, darunter das leider viel zu schnell gestorbene “Vanished” und die Serie “Justice”, die kabel eins irgendwann demnächst zeigen will.

- Weiter geht’s u.a. mit neuen Staffel von “24″, “American Idol”, “House” (in Deutschland “Dr. House”), “Bones”, “The Simpsons” und “Prison Break”.

- Zu den neuen Serien, die Fox in der neuen Saison starten will, gehören vier neue Drama-Serien, drei Comedy-Serien und drei Reality-Shows. Wie bei Fox üblich startet der erste Schwung im Herbst, der zweite im Januar.

Die neuen Programme im Einzelnen – meine Meinungen basieren wie immer auf Infos aus dem Netz und den ersten Clips aus den Serien:

- “K-Ville” (Drama / ab Herbst): Cop-Serie, die in New Orleans spielt. Zwei Jahre nach Hurricane Katrina befindet sich die Stadt noch im Chaos. Auch die Polizeigebäude, Gefängnisse, etc. sind noch nicht wieder hergestellt. Viele Probleme für die Polizisten aus New Orleans. Meine Meinung: Düstere Cop-Serie, die etwas an “NYPD Blue” erinnert. Hat in den USA vielleicht Hit-Potenzial, in Deutschland sicher nicht.

- “New Amsterdam” (Drama / ab Herbst): John Amsterdam lebt seit fast 400 Jahren. Er ist unverwundbar, seit er einer Indianerin das Leben rettete und sie sich dafür bei ihm mit einem Zauber bedankte. Heute arbeitet Amsterdam als Ermittler in der Mordkommission. Regie führt der Oscar-nominierte Lasse Hallström (u.a. “Gottes Werk & Teufels Beitrag”, “Chocolat”). Meine Meinung: Sieht sehr vielversprechend aus und könnte eine der besten neuen Serien des Jahres werden.

- “Canterbury’s Law” (Drama / ab Januar): Justizserie um eine Anwältin (Julianna Margulies – früher jahrelang bei “Emergency Room”), die bis zum Letzten geht, um Unschuldigen zu helfen. Privat leidet sie daran, dass ihr Sohn vor Jahren verschwunden ist. Meine Meinung: Sieht okay, aber nicht revolutionär aus.

- “The Sarah Connor Chronicles” (Drama / ab Januar): Keine Angst, hat nichts mit der deutschen Sängerin zu tun, sondern mit der aus den “Terminator”-Filmen bekannten Sarah Connor. Um die geht es nämlich. Anscheinend knüpft die Serie an “Terminator 2″ an, an dessen Ende der flüssig-metallische T-1000 vernichtet wird. Sarah und ihr Sohn John Connor befinden sich auf der Flucht vor weiteren Feinden aus Gegenwart und Zukunft, die ihr und John nach dem Leben trachten. Meine Meinung: Spannendes Projekt. Die ersten Bilder sehen zwar noch etwas billig aus, aber für die endgültige Serie werden garantiert bessere Tricks ausgepackt.

- “Back to You” (Comedy / ab Herbst): Endlich! Kelsey Grammars Sitcom-Comeback. Der langjährige “Frasier” spielt hier einen News-Moderator, der mitten im Karrieretief wieder zu seinem ursprünglichen Sender nach Pittsburgh zurückkehrt und wieder mit seiner langjährigen Moderations-Partnerin zusammenarbeitet. Problem: Die beiden ertragen sich nicht. Auch die anderen Kollegen sorgen für viele Komplikationen. Meine Meinung: “Back to You” könnte (vor allem wegen Kelsey Grammar) der Comedy-Hit der neuen Saison werden.

“The Return of Jezebel James” (Comedy / ab Januar): Zwei Schwestern, völlig unterschiedliche Menschen, treffen sich nach Jahren wieder, weil die eine kein Kind bekommen kann und nun die andere davon überzeugen will, ihr eins auszutragen. Meine Meinung: Sieht (auch aufgrund der Darsteller) etwas anstrengend aus.

“The Rules for Starting Over” (Comedy / ab Frühjahr 08): Comedyserie der Farrelly-Brüder (“Dumm und Dümmer”, “Schwer verliebt”, “Unzertrennlich”), in der es um ein paar 30somethings in Boston geht, die nach Trennungen von ihren Partnern ihr Leben neu starten und den Partner fürs Leben suchen. Meine Meinung: Sieht nicht soooo unlustig aus.

“Kitchen Nightmares” (Reality / ab Herbst): Nachdem eine US-Version von “Bauer sucht Frau” bei The CW laufen wird, kommt nun auch die Sendung, die in Deutschland als “Rach – Der Restauranttester” bei RTL läuft, nach Amerika. Der Koch aus “Hell’s Kitchen” besucht miese Restaurants, um neuen Schwung reinzubringen. Meine Meinung: Die deutsche Variante ist amüsant, eine US-Version brauche ich aber nicht.

“The Search for the next American Band” (Reality / ab Herbst): Zusätzlich zu “American Idol” geht Fox nun auch auf die Suche nach einer Band. Eine Jury sucht 10 Bands aus – egal aus welchem Genre – die müssen dann in Shows antreten und das Publikum entscheidet, wer rausfliegt und wer einen Plattenvertrag bekommt. Meine Meinung: Lobenswerter Versuch von diesen Solo-Interpreten-Wettberwerben wegzukommen und echte Musiker zu suchen.

“Nashville” (Reality / ab Herbst): Doku-Soap von den “Laguna Beach”-Machern, die Möchtegern-Musik-Karrieremacher in Nashville begleitet. Meine Meinung: Uninteressant.

Fazit: Fox hat meiner Meinung nach das mit Abstand attraktivste Line-Up für die kommende Saison: “New Amsterdam”, “The Sarah Connor Chronicles”, “Back to You”, “The Search for the next American Band”. Das sind beinahe so viele spannend klingende Formate wie bei allen anderen Networks zusammen.

Hier geht es zur offiziellen Fox-Pressemitteilung, hier zu den ersten Clips aus den neuen Serien.

fernsehen 2007/08: the cw. 2

Sender 4 im jährlichen Upfront-Reigen, bei dem die großen 5 US-Networks ihren Werbekunden das Programm der kommenden Saison präsentieren. Hier sind die wichtigsten Schlagzeilen des kleinsten und jüngsten der 5 Sender – The CW:

- Abgesetzt wurden bei The CW u.a. die in Deutschland bei Vox ausgestrahlten Serien “Gilmore Girls” und “Seventh Heaven” (“Eine himmlische Familie”), sowie aller Voraussicht nach auch “Veronica Mars” – dort gibt es zwar immer noch ein Mini-Hintertürchen, doch es sieht schlecht aus für die Serie.

- Weiter geht es u.a. für “One Tree Hill”, “Smallville” und “Supernatural”.

- Neu an den Start gehen bei The CW sechs Sendungen: drei neue Drama-Serien, eine Comedy-Serie und zwei Reality-Shows. In der Midseason gibt es zudem zwei weitere neue Reality-Shows.

Die neuen Programme im Überblick – meine Meinungen basieren auf Internet-Infos und den ersten Clips:

- “Reaper” (Drama): Ein Versager, der die Schule abgebrochen hat und in einem Baumarkt arbeitet, erfährt an seinem 21. Geburtstag, dass seine Eltern seine Seele vor seiner Geburt an den Teufel verkauft haben. Der Teufel persönlich (gespielt von Ray Wise, der u.a. als Leland Palmer in “Twin Peaks” zu sehen war) teilt ihm mit, dass er von nun an für ihn arbeiten muss. Er muss aus der Hölle entkommende Bösewichte suchen und sie in die Hölle zurückschicken. Dabei helfen ihm seine beiden Kumpels, ebenfalls ziemliche Versager. Meine Meinung: Sieht nach einem netten Spaß aus – mal sehen, wie lang der Spaß bleibt.

- “Gossip Girl” (Drama): Eine Schülerin kehrt nach einer Internatszeit wieder nach Manhattan zurück, ist dort bei ihren alten Freundinnen aber nicht wirklich willkommen. Dei größte Rolle im Leben der Mädchen spielt ein Blog, das ein gewisses anonymes “Gossip Girl” schreibt und in dem alle unbequemen Wahrheiten aus dem Kreis der Schülerinnen berichtet werden. Meine Meinung: Zickenkrieg in Manhattan, sieht nicht sonderlich spannend für Menschen über 20 aus.

“Life is wild” (Drama): US-Remake der britischen Serie “Wild at Heart”, die demnächst am ZDF-Vorabend zu sehen ist. New Yorker Familie zieht für ein Jahr in die südafrikanische Wildnis. Meine Meinung: Harmlose Familienunterhaltung, die in Deutschland sicher nur im Nachmittagsprogramm landen wird. Absolut kein Must-See.

“Aliens in America” (Comedy): Amerikanische 08/15-Familie bekommt einen Austauschschüler aus Indien. Eine Begegnung der dritten Art, aus der aber schnell Freundschaften entstehen. Meine Meinung: Sieht mir nach sehr vielen Klischees und plumpen Pointen aus.

“CW Now” (Reality): Magazin mit Berichten aus Entertainment, Sport, Mode und Technik. Meine Meinung: Klingt wie eine US-Variante der “RTL II News” – also überflüssig.

“Online Nation” (Reality): Eine Sendung, in der die interessantesten, tollsten oder skurilsten Websites, Blogs oder Online-Videos präsentiert werden sollen. Meine Meinung: Auch nicht gerade die innovativste Idee.

“Crowned: The Mother of all Pageants” (Reality / Mideseason): Casting-Show, in der Mütter gemeinsam mit Töchtern bei einem Schönheitswettberwerb teilnehmen. Meine Meinung: Hilfe! “Germany’s next Topmodel”, nur noch schlimmer.

“Farmer wants a Wife” (Reality / Midseason): Drei Worte: “Bauer sucht Frau”. Meine Meinung: Einer der seltenen Fälle, bei denen ein Format aus Europa nach Amerika kommt. Die US-Version wird aber bestimmt noch viel schlimmer.

Fazit: Bei The CW dürfte einzig “Reaper” einen Blick wert sein. Alle anderen Programme sehen zu belanglos aus.

Hier gibt es die offizielle The-CW-Pressemitteilung, hier die ersten Videos zu den neuen Serien und nachher folgt mit dem Sender Fox der letzte Teil meiner Vorschau auf die kommende US-TV-Saison.

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